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WoW Midnight – Grimmflut Shop-Items sorgen wegen Blizzard Leitlinien für Kritik

Blizzard sorgt mit neuen Mikrotransaktionen für die Behausungen in World of Warcraft für Ärger. Teile der Community sehen im Grimmflut-Anwesen und dem dazugehörigen Dekorationspaket einen klaren Widerspruch zu den zuvor veröffentlichten Leitlinien des Entwicklers.

Die am 27. Oktober 2026 vorgestellte Grimmflut-Sammlung besteht aus zwei Angeboten. Das Grimmflut-Dekorationspaket kostet 1.000 Heimtaler beziehungsweise 10 Euro, während für das verwunschene Grimmflut-Anwesen mit Außenfassade und Foyer 2.500 Heimtaler beziehungsweise 25 Euro verlangt werden. Wer beide Pakete möchte, zahlt somit insgesamt 35 Euro.

Blizzards eigene Leitlinien stehen im Mittelpunkt

Der Unmut richtet sich weniger gegen kostenpflichtige Dekorationen im Allgemeinen als gegen deren Gestaltung. Das Grimmflut-Design erinnert mit verwittertem Holz, Ankern, Seefahrtsmotiven, Tentakeln und düsterer Herrenhausarchitektur deutlich an Kul Tiras. Damit verbindet die Community die Gegenstände unmittelbar mit den Kul Tiranern, die seit Battle for Azeroth als verbündetes Volk spielbar sind.

Genau diese Verbindung ist problematisch. In den im November 2025 veröffentlichten Leitprinzipien für Heimtaler erklärte Blizzard, dass Behausungsgegenstände mit zentralen Volks- oder Klassenfantasien nicht im Shop verkauft werden sollen. Auch bereits in Azeroth vorhandene oder thematisch besonders wichtige Dekorationen sollten demnach nicht hinter einer Echtgeldzahlung landen.

Content Creator Michael Bellular Bell und zahlreiche Fans werfen Blizzard deshalb vor, die selbst gezogene Grenze weniger als ein Jahr später überschritten zu haben. Im offiziellen WoW-Forum kritisieren Nutzer insbesondere, dass eine passende Volksfantasie für Kul Tiraner nun teilweise an den Shop gebunden sei. Andere verlangen eine eindeutige Klarstellung der bisherigen Regeln oder Rückerstattungsmöglichkeiten.

Behausungen sind ein wichtiger Teil von Midnight

Das Behausungssystem gehört zu den zentralen Neuerungen von World of Warcraft: Midnight. In den Nachbarschaftszonen Gründerspitze für die Allianz und Klingenschluchtküste für die Horde können Fans ein Grundstück beziehen, ihr Haus anpassen und gesammelte Dekorationen platzieren. Blizzard verspricht dabei weder Grundstückslotterien noch lästige Instandhaltungskosten.

Anders als etwa beim Housing in Final Fantasy 14 wird ein Haus auch nach einer längeren Spielpause nicht eingezogen. Möbel und andere Objekte lassen sich durch Erfolge, Berufe, Abenteuer, das Auktionshaus und Händler aus Midnight sowie früheren Erweiterungen erhalten. Nur ein kleiner Teil des Sortiments soll über Heimtaler im Shop angeboten werden.

Bereits zum Start von Midnight hatten kostenpflichtige Gartenpakete und Fraktionsfußmatten Diskussionen ausgelöst. Damals standen vor allem uneinheitliche Heimtaler-Kosten und unterschiedliche Bundle-Werte in der Kritik. Bei Grimmflut geht es nun grundsätzlich um die Frage, welche kulturellen Designs Blizzard überhaupt verkaufen sollte.

Eine Klarstellung von Blizzard steht aus

Am 29. Oktober 2026 waren beide Grimmflut-Angebote weiterhin erhältlich. Das Dekorationspaket umfasst 21 unterschiedliche Möbelarten mit insgesamt 57 Exemplaren, darunter Tische, Stühle, Teppiche, Fenster, Kerzen, ein Klavier und mehrere Tentakel. Die einzelnen Dekorationen können auch separat erworben werden, während das Bundle-Angebot bis zum 1. Dezember 2026 verfügbar bleibt.

In der offiziellen Ankündigung geht Blizzard nicht auf den vermeintlichen Widerspruch zu den eigenen Leitlinien ein. Die Kontroverse trifft World of Warcraft in einer ohnehin unruhigen Phase nach Inhaltsupdate 12.1.5, das am 14. Oktober 2026 in Europa erschien und die Geschichte von Quel’Thalas und Zul’Aman abschloss. Parallel arbeitet das Team bereits am letzten großen Midnight-Update Finsternis.

Öffnet in einem neuen Tab

Nora zockt schon länger als sie laufen kann – zumindest behauptet sie das gerne. Ob mitten in einer Zombie-Apokalypse oder beim Looten in verlassenen Hochhäusern: Wenn es knallt, kracht oder Gänsehaut macht, ist sie dabei. Ihr Markenzeichen? Eine große Klappe, ein noch größeres Herz für Indie-Games – und eine ungesunde Obsession mit roten Lederjacken und Desert Eagles. Wenn sie nicht gerade dem Endboss eins überbrät, schreibt sie charmant-chaotische Reviews, in denen mehr Persönlichkeit steckt als in manchem NPC.

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