Seit Watch Dogs: Legion ist es um neue Spiele der Hacker-Reihe ruhig geworden. Nun verdichten sich die Hinweise auf eine Rückkehr nach London: Ubisoft soll an einem Director’s Cut des Open-World-Spiels arbeiten. Ein neuer Bericht nennt erstmals einen möglichen Veröffentlichungszeitraum.
Laut Insider Gaming ist die Neuauflage für die erste Jahreshälfte 2027 vorgesehen. Ubisoft hat das Projekt bislang allerdings nicht offiziell angekündigt.
Rund 100 Entwickler sollen an der Neuauflage arbeiten
Der Bericht stammt von Grant Taylor-Hill und greift frühere Informationen seines Kollegen Tom Henderson auf. Dieser hatte bereits Anfang des Jahres von einer überarbeiteten Version gesprochen. Nun berichtet Insider Gaming, dass ungefähr 100 Entwickler bei Ubisoft Montreal daran arbeiten sollen.
Ein konkretes Erscheinungsdatum nennt die Redaktion nicht. Auch Plattformen, Preis und mögliche Upgrade-Angebote für Besitzer des Originals bleiben offen. Der Zeitraum von Januar bis Juni 2027 ist daher vorerst als berichteter Plan zu verstehen.
Neue Inhalte und ein Nachtmodus waren bereits im Gespräch
Bei Hendersons früheren Aussagen ging es um mehr als eine erneute Veröffentlichung des bestehenden Spiels. Er sprach von zusätzlichen Inhalten, neuen Motion-Capture-Aufnahmen und einem möglichen Nachtmodus.
Was hinter diesem Modus steckt, ist bislang unklar. Ebenso wenig steht fest, welche dieser Ideen tatsächlich in einer fertigen Neuauflage landen würden. Der aktuelle Bericht liefert dazu keine konkrete Aufstellung der Änderungen.
Gerade diese Details dürften darüber entscheiden, wie interessant ein Director’s Cut für bisherige Spieler wäre. Neue Missionen oder überarbeitete Abläufe könnten einen erneuten Besuch in London reizvoll machen. Eine bloße Zusammenstellung bereits veröffentlichter Inhalte hätte dagegen deutlich weniger zu bieten.
Das ungewöhnliche Konzept von Legion hätte noch Potenzial
Watch Dogs: Legion erschien ursprünglich am 29. Oktober 2020 und verlegte die Reihe in ein von Überwachung und privaten Sicherheitskräften geprägtes London. Als Teil von DedSec baut ihr dort einen Widerstand auf.
Die Besonderheit: Ihr spielt nicht ausschließlich einen festgelegten Helden. Stattdessen könnt ihr zahlreiche Bewohner der Stadt rekrutieren und anschließend selbst steuern. Ihre unterschiedlichen Fähigkeiten eröffnen verschiedene Wege durch die Missionen. Ein Bauarbeiter bringt etwa Zugang zu einer großen Frachtdrohne mit, während andere Figuren mit Waffen, Fahrzeugen oder besonderen technischen Möglichkeiten helfen.
Dieses System wäre auch für eine überarbeitete Fassung der spannendste Ansatzpunkt. Wenn Ubisoft die Unterschiede zwischen den Rekruten stärker ausarbeitet und ihnen mehr interessante Einsatzmöglichkeiten gibt, könnte eine Rückkehr nach London durchaus ihren Reiz haben.
Ein Watch Dogs 4 lässt sich aus dem Bericht allerdings nicht ableiten. Die Informationen betreffen ausdrücklich eine neue Fassung von Legion. Ob daraus später mehr für die Reihe entsteht, bleibt offen.
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