Clair Obscur: Expedition 33 war 2025 einer der Überraschungserfolge des Jahres. Mit über 5 Millionen verkauften Exemplaren, neun Game Awards und weltweitem Lob für seine künstlerische Vision hat sich das französische Studio Sandfall Interactive in der Rollenspielszene etabliert. Doch wie geht es nach diesem Höhenflug weiter? Die Entwickler haben nun erste Einblicke in ihre Denkweise zum nächsten Projekt gegeben – ohne dabei konkrete Details zu verraten.
Ein kreativer Kompass statt Fanservice
Wie will Sandfall den Erfolg von Expedition 33 fortsetzen? Laut COO François Meurisse steht fest: Das Studio will sich nicht von Fanerwartungen treiben lassen. Trotz der immensen Resonanz auf Clair Obscur: Expedition 33 betont Meurisse, dass man weiterhin der eigenen kreativen Intuition folgen wolle. Der Druck sei da, aber nicht entscheidend. Vielmehr wolle man sich die Zeit nehmen, Ideen zu entwickeln, die das Team wirklich begeistern.
Auch Lead Writer Jennifer Svedberg-Yen unterstrich diesen Ansatz. Sie bezeichnete den eigenen Geschmack als „Nordstern“ des Studios – und warnte davor, die kreative Richtung zu kompromittieren, nur um es allen recht zu machen. Medien, die sich zu stark an der breiten Masse orientieren, verlören häufig ihre Identität. Nach ihrer Aussage müsse man daher mutig genug sein, sich selbst treu zu bleiben.
Lessons Learned aus Expedition 33
Welche Erfahrungen fließen in das nächste Projekt ein? Meurisse erklärte, dass das nächste Werk von einem stärkeren Ausgangspunkt profitiere: Ein eingespieltes, selbstbewusstes Team sei bereit, seine Vision weiterzuentwickeln. Auch wenn konkrete Details zum Projekt fehlen, wird bereits deutlich, dass Sandfall auf bisherigen Erfolgen aufbauen möchte – nicht nur technisch, sondern auch erzählerisch.
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CEO Guillaume Broche deutete bereits an, dass das nächste Spiel wieder im Clair-Obscur-Universum angesiedelt sein könnte. Expedition 33 sei nur eine von mehreren Geschichten, die das Studio erzählen möchte. Damit könnte sich die Reihe zu einer Art Anthologie entwickeln – ähnlich wie Final Fantasy, das eine der großen Inspirationsquellen für Sandfall war.
Rückblick: Was macht Clair Obscur: Expedition 33 aus?
Warum war Expedition 33 so erfolgreich? Das Spiel überzeugte durch eine einzigartige Mischung aus dunkler Belle-Époque-Atmosphäre, taktischem Kampfsystem und tiefgreifender Story. Spieler übernahmen die Kontrolle über ein sechsköpfiges Team, das sich gegen die bedrohliche „Malmeisterin“ stellt – eine übernatürliche Entität, die jedes Jahr Menschen durch den sogenannten „Gommage“ auslöscht.
Besonders hervorgehoben wurden die innovativen Hybrid-Kämpfe, die klassische rundenbasierte Mechanik mit Echtzeit-Elementen wie Parieren, Ausweichen und Quick-Time-Events verbinden. Die Spielmechanik wurde mit zunehmender Spielzeit komplexer und forderte präzises Timing sowie taktisches Denken.
| Veröffentlichung | Plattformen | Verkaufserfolg | Auszeichnungen |
|---|---|---|---|
| 24. April 2025 | PS5, PC, Xbox Series X/S | 5 Mio. Einheiten (Okt. 2025) | 9 Game Awards, u.a. Spiel des Jahres |
Was als Nächstes kommt
Wann erscheint das neue Spiel? Da Expedition 33 rund fünf bis sechs Jahre in der Entwicklung war, rechnen viele Fans mit einem Release des nächsten Titels nicht vor 2030. Das Team will bewusst klein bleiben – laut Lead Programmer Tom Guillermin sei die aktuelle Teamgröße „genau richtig“, um ein ambitioniertes Rollenspiel zu stemmen. Eine massive Expansion ist trotz finanzieller Möglichkeiten nicht geplant.
Ein Hinweis auf die Zukunft ist das kostenlose DLC „Versos Entwürfe“, das im Dezember 2025 erschien. Es brachte neue Areale, Musikstücke, einen Fotomodus sowie besonders knifflige Bosskämpfe. Gleichzeitig könnte es das letzte große Update für Expedition 33 gewesen sein – was auf eine vollständige Konzentration auf das nächste Projekt hindeutet.
Eine Anthologie der emotionalen Geschichten?
Wird Clair Obscur zu einer Spielereihe? Die Entwickler ließen durchblicken, dass Expedition 33 nur ein Kapitel innerhalb eines größeren Universums sei. Die Idee einer Anthologie, bei der jedes Spiel eine eigene Geschichte erzählt, gewinnt an Gewicht. Damit könnte Sandfall langfristig ein erzählerisch wie stilistisch kohärentes, aber inhaltlich diverses Franchise etablieren.
Mit dem Wechsel von Unreal Engine 4 auf Unreal Engine 5 während der Entwicklung von Expedition 33 hat das Studio bereits gezeigt, dass es technologisch auf dem neuesten Stand agiert. Auch beim nächsten Spiel dürfte mit visuell beeindruckenden Szenen zu rechnen sein – gepaart mit einem starken Fokus auf narrative Tiefe.
Was hältst du von Sandfalls konsequenter Haltung, sich nicht von Fanerwartungen steuern zu lassen? Würdest du dir ein direktes Sequel oder lieber eine neue Geschichte im Clair-Obscur-Universum wünschen? Teile deine Gedanken gern in den Kommentaren!