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Resident Evil: Welcome To Raccoon City – Das Reboot der Filmreihe – Filmkritik

Von Heiner Gumprecht - News vom 23.11.2021 03:00 Uhr
Resident Evil: Welcome To Raccoon City - Filmkritik
©Metropolitan FilmExport.

Mit Resident Evil: The Final Chapter fand im Jahr 2016 die Realfilmreihe über die berühmten Videospiele nach 14 Jahren und insgesamt sechs Teilen zu einem abschließenden Finale. Doch wie sagt man so schön? Nach dem Ende ist vor dem Anfang.

Ganz nach diesem Motto geht es am 25. November 2021 mit dem Reboot Resident Evil: Welcome To Raccoon City weiter. Der erste Teil der neuen Filmreihe entstand unter der Regie von Johannes Roberts, der auch das Drehbuch verfasst hat und Fans versprach, dass man sich dieses Mal mehr an die Vorlage halten würde.

Wie gut ihm das gelungen ist, was der Film auch unabhängig von dem weltweit erfolgreichen Original zu bieten hat und ob sich ein Besuch im Kino lohnt, erfahrt ihr hier in unserer Filmkritik. Um euch nicht zu spoilern, aber dennoch darauf eingehen zu können, wie gut sich „Welcome To Raccoon City“ für Fans der Vorlage eignet, haben wir diesen Artikel zweigeteilt.

In unserem spoilerfreien ersten Teil verraten wir euch, wie gut Roberts‘ Werk als eigenständiger Film funktioniert, und im zweiten Teil des Artikels gehen wir auf die Unterschiede ein, die die ersten beiden Videospiele von dieser Adaption trennen.

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Resident Evil: Welcome To Raccoon City – Unsere spoilerfreie Filmkritik

Der neue Film von Johannes Roberts („47 Meters Down) ist eines dieser Werke, die losgelöst von ihrer berühmten Vorlage nur bedingt den Funken überspringen lassen, da sie den Fokus fast komplett darauf legen, mit den Erwartungen derer zu spielen, die bereits die Videospiele, in diesem Fall Resident Evil von 1996 und Reisdent Evil 2 von 1998, kennen und lieben.

Wer sich nicht dazu zählt, wird eine große Zahl an Inhalten im Film wahrscheinlich nicht wirklich nachvollziehen können, denn ohne die teilweise notwendigen Hintergrundinformationen aus den Spielen versteht man nur die Hälfte und muss damit leben, dass es zum Abspann einige unbeantwortete Fragen gibt, die das Erlebnis durchaus trüben können.

Dies gilt für die Entstehungsgeschichte des horrorartigen Szenarios genauso wie für die Beweggründe einiger Figuren. Wer die originalen Spiele der 1990er nicht gespielt hat, wird viel zu oft wie ein zappelnder Fisch auf dem Land zurückgelassen.

Resident Evil: Welcome To Raccoon City - Filmkritik
©Metropolitan FilmExport.

Als Horrorfilm ist „Resident Evil: Welcome To Raccoon City“ zwar ein durchaus durchschnittliches Werk, das hier und dort mit einigen guten Einfällen aufwartet, sich abseits davon aber kaum von anderen actionorientierten Zombiefilmen unterscheidet. Die Atmosphäre ist relativ gut, überzeugt aber leider nicht durchgehend und wird immer wieder durch einen qualitativ fragwürdigen Szenenaufbau zerstört.

Aus technischer Sicht ist der Film ebenfalls belastet, da die Kameraarbeit von Maxime Alexandre beinahe durchgehend zu wünschen übrig lässt. Viele Szenen bestehen aus einer unnötig hohen Zahl aus Schnitten und das ständige Gewackel ist nicht nur irritierend, sondern regelrecht störend für das angestrebte Feeling.

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Auch in Sachen CGI bekleckert sich Roberts‘ Film nur selten mit Ruhm. In der Regel ist die Tricktechnik okay, jedoch gibt es keine nennenswerten Ausbrüche nach oben, dafür aber einige Einstellungen, die auf unterdurchschnittlichem Niveau agieren. Zumindest die Ausarbeitung der Monster ist mit einer einzigen Ausnahme im Finale durchgehend hochwertig und dürfte sogar Fans der Spiele glücklich stimmen.

Trotzdem bleibt „Resident Evil: Welcome To Raccoon City“ ein maximal durchschnittlicher Film, der sich in erster Linie solchen Zuschauer*innen anbiedert, die die originalen Videospiele aus den 1990er-Jahren gespielt haben und der Reihe seitdem treu geblieben sind.

Warum die aber durchaus auch enttäuscht werden könnten, erfahrt ihr im nächsten Teil unserer Filmkritik.

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Roter Magier des Lebens und grauer Jedi unter den Gruftis. Liebt alle Formen von Spielen, allen voran JRPGs und Pen and Paper. Cineast mit starken Gefühlen für den Mainstream und Dr. Nova der Philosophie. Ewiger One-Piece-Fanboy.
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