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PS6 könnte richtig teuer werden: Allein der Speicher soll über 680 Dollar kosten

Bei der PlayStation 6 könnten bereits zwei Komponentengruppen einen gewaltigen Teil der Herstellungskosten ausmachen. Nach Angaben des Hardware-Insiders KeplerL2 kosten Arbeitsspeicher und NAND-Flash zusammen derzeit mehr als 680 US-Dollar pro Konsole. Prozessor, Grafiktechnik und die übrige Hardware kämen noch hinzu.

Ein günstiger PS6-Startpreis wird zur schwierigen Rechnung

Die Aussage stammt aus einer Diskussion im NeoGAF-Forum. Dort hatte ein Nutzer argumentiert, Sony könnte die PS6 mit Subventionen möglicherweise für 680 Dollar auf den Markt bringen. KeplerL2 hielt dagegen, dass bereits RAM und NAND allein über dieser Summe lägen.

Gemeint sind der Arbeitsspeicher und die Flash-Speicherchips für den SSD-Speicher. Für eine vollständige Konsole werden zusätzlich unter anderem der zentrale Chip mit CPU und GPU, Mainboard, Kühlung, Netzteil und Gehäuse benötigt. Auch Montage und Transport müssen in der Kalkulation berücksichtigt werden.

Die genannte Summe würde Sony entsprechend wenig Spielraum für einen günstigen Verkaufspreis lassen. Ein Preis in der Nähe dieser Speicherrechnung wäre unter den behaupteten Kosten nur möglich, wenn das Unternehmen erhebliche weitere Kosten selbst trägt oder sich die Einkaufspreise bis zur Produktion deutlich verändern.

KeplerL2 nennt in seinem Beitrag allerdings keine Aufteilung nach RAM und NAND oder die zugrunde gelegten Speicherkapazitäten. Die 680 Dollar sind seine Kostenangabe, aus der sich noch kein konkreter Ladenpreis ableiten lässt.

KI-Rechenzentren halten den Speichermarkt unter Druck

Den Hintergrund liefert ein weiterhin angespannter Speichermarkt. Laut einer Analyse von TrendForce vom 30. September bevorzugen Hersteller bei der Verteilung wichtiger Fertigungskapazitäten besonders profitable Serverprodukte. Die hohe Nachfrage aus dem KI-Bereich hält dadurch auch den Kostendruck auf andere Speichersegmente aufrecht.

Für das vierte Quartal 2026 erwartet TrendForce bei konventionellem DRAM einen weiteren Anstieg der Vertragspreise um 10 bis 15 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Bei NAND-Flash prognostizieren die Marktforscher 15 bis 20 Prozent. Auch Grafikspeicher bleibt demnach von begrenzten Produktionskapazitäten und steigenden Preisen betroffen.

Das erschwert die Planung einer neuen Konsolengeneration: Mehr Leistung und eine größere Speicherausstattung müssen mit einem Preis zusammenpassen, zu dem möglichst viele Spieler einsteigen können.

Sony beschäftigt sich bereits mit den Folgen

Sony selbst hat den Einfluss der Speicherpreise auf kommende Konsolen bereits öffentlich angesprochen. In der offiziellen Zusammenfassung einer Investoren-Fragerunde vom 8. Mai 2026 erklärte der Konzern, steigende Speicherpreise erhöhten die Material- und Herstellungskosten. Würden diese Kosten über höhere Verkaufspreise weitergegeben, könne das die Verbreitung der Konsolen erheblich beeinträchtigen.

Sony ging damals davon aus, dass Speicherpreise und die angespannte Versorgungslage bis 2027 ein Thema bleiben. Deshalb prüfe das Unternehmen Einsparungen bei anderen Hardwarebestandteilen, unterschiedliche Verkaufsstrategien und mögliche Anpassungen des Geschäftsmodells. Über diese Aussagen zu PS6-Preis, Release und Speicherkrise haben wir bereits berichtet.

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Schreiberling, Spieleentdecker, praktizierender Perfektionist und Mann fürs Grobe. Außerdem laufender Freizeit-Hobbit, der Katzen liebt. – Hunde gehen auch. „Auch sonst eigentlich ganz ok“.

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