„Mortal Shell 2“ steht kurz vor dem regulären Release, Besitzer der teureren Devout Edition dürfen allerdings schon jetzt loslegen. Passend zum Start des Vorabzugangs ist auch das internationale Testembargo gefallen. Die ersten Wertungen zeichnen ein erfreulich eindeutiges Bild: Cold Symmetry ist offenbar ein deutlich besserer Nachfolger gelungen.
Das erste „Mortal Shell“ konnte sich 2020 vor allem mit seiner düsteren Atmosphäre und dem ungewöhnlichen Hüllen-System eine kleine, aber treue Fangemeinde aufbauen. An die großen Vorbilder von FromSoftware kam das Soulslike damals jedoch nicht ganz heran.
Für den Nachfolger hat Cold Symmetry die ursprüngliche Idee deshalb deutlich ausgebaut. „Mortal Shell 2“ bietet eine offenere Spielwelt, mehr Möglichkeiten bei der Charakterentwicklung und ein aggressiveres Kampfsystem, das vollständig ohne klassische Ausdaueranzeige auskommt.
Doch haben sich diese Änderungen bezahlt gemacht? Die internationalen Tester beantworten diese Frage überwiegend mit einem klaren Ja.
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Mortal Shell 2 erreicht einen Metascore von 83 Punkten
Auf Metacritic steht „Mortal Shell 2“ aktuell bei einem Metascore von 83 Punkten. Grundlage sind zum Zeitpunkt dieser Meldung 30 internationale Rezensionen der PC-Version.
Die Verteilung fällt dabei ausgesprochen positiv aus:
- 26 positive Rezensionen
- 4 gemischte Rezensionen
- keine negative Rezension
Damit werden 87 Prozent der erfassten Kritiken als positiv eingestuft. Einen User-Score gibt es derzeit noch nicht, da die reguläre Veröffentlichung erst am 20. August 2026 erfolgt. Da in den kommenden Tagen weitere Tests hinzukommen dürften, kann sich der Metascore noch verändern. Die aktuellen Zahlen findet ihr direkt in der Wertungsübersicht bei Metacritic.
Im direkten Vergleich mit dem Vorgänger ist das ein deutlicher Fortschritt. Das erste „Mortal Shell“ erreichte seinerzeit lediglich einen Metascore von 76 Punkten.
Größer, schneller und deutlich selbstbewusster
Ein wiederkehrender Punkt in den Reviews ist, dass Cold Symmetry nicht einfach nur ein größeres „Mortal Shell“ entwickelt hat. Stattdessen sollen die Stärken des Originals gezielt ausgebaut und viele frühere Schwächen beseitigt worden sein.
Besonders häufig loben die Tester das überarbeitete Kampfsystem. Weil Angriffe nicht länger an eine gewöhnliche Ausdauerleiste gekoppelt sind, dürfen Spieler wesentlich offensiver vorgehen. Das soll die Auseinandersetzungen schneller und dynamischer machen, ohne den für das Genre typischen Anspruch vollständig aufzugeben.
Eine wichtige Rolle spielt erneut das namensgebende Shell-System. Als geheimnisvolles Wesen übernimmt der Spieler die Körper gefallener Krieger. Jede dieser Hüllen besitzt eigene Fähigkeiten und unterstützt einen bestimmten Spielstil. Im Nachfolger stehen acht unterschiedliche Shells zur Verfügung, die sich durch Waffen, Fähigkeiten und Verbesserungen zusätzlich anpassen lassen.
Game Rant vergibt beispielsweise 90 von 100 Punkten und bezeichnet den Nachfolger als genau das Spiel, auf das Fans des Originals gehofft hätten. Besonders positiv fällt auf, dass Cold Symmetry nicht einfach dieselben Mechaniken in eine größere Welt verpflanzt habe. Vielmehr seien funktionierende Ideen weiterentwickelt und problematische Bereiche des Vorgängers überarbeitet worden. Den vollständigen Test findet ihr bei Game Rant.
Die offene Welt belohnt neugierige Spieler
Neben den Kämpfen gehört die neue Spielwelt zu den am häufigsten genannten Stärken. Cold Symmetry beschreibt sie als offen, miteinander verbunden und bewusst kompakt. Sie soll dem Spieler genügend Freiheiten lassen, ohne ihn mit einer riesigen, aber weitgehend leeren Karte zu erschlagen.
Viele Kritiker loben die zahlreichen Geheimnisse, versteckten Wege und optionalen Dungeons. Wer neugierig abseits des offensichtlichen Pfades unterwegs ist, soll regelmäßig mit neuen Waffen, Shells oder anderen Entdeckungen belohnt werden.
GamesRadar vergibt 80 Punkte und spricht von einem ambitionierteren sowie zugänglicheren Nachfolger. Gelobt werden vor allem das höhere Spieltempo und die zahlreichen Ideen, die in der offenen Welt versteckt wurden. An „Elden Ring“ reiche „Mortal Shell 2“ zwar nicht heran, dennoch gehöre es zu den stärksten Soulslikes der vergangenen Jahre. Die gesamte Einschätzung gibt es in der Review von GamesRadar.
Auch IGN bewertet den Wechsel zu einem größeren Action-Rollenspiel grundsätzlich positiv. Insbesondere die aktive Erkundung, die unterschiedlichen Shell-Fähigkeiten und die erweiterte Charakterentwicklung sollen für Motivation sorgen.
Diese Probleme nennen die Kritiker
Ganz ohne Schwächen kommt „Mortal Shell 2“ allerdings nicht davon. Mehrere Magazine berichten von Problemen bei der Orientierung. Die offenere Welt sieht demnach zwar beeindruckend aus, kann aufgrund ihrer verwinkelten Struktur aber schnell unübersichtlich werden.
Weitere Kritikpunkte betreffen:
- gelegentliche Kameraprobleme,
- spürbare Schwierigkeitsspitzen,
- teilweise unausgewogene Waffen- und Shell-Kombinationen,
- repetitive Abschnitte in einigen Dungeons,
- ein begrenztes Gegneraufgebot,
- kleinere Bugs und technische Probleme,
- ein stellenweise langsames Erzähltempo.
Einige Tester bemängeln außerdem, dass gut optimierte Charakter-Builds gegen Ende zu mächtig werden können. Dadurch verlieren manche späten Herausforderungen offenbar einen Teil ihres ursprünglich vorgesehenen Anspruchs.
Besonders kritisch urteilt The Wand Report mit 60 Punkten. Dort wird dem Spiel vorgeworfen, zu viele Mechaniken miteinander verbinden zu wollen. Wenn die einzelnen Systeme ineinandergreifen, könne das Ergebnis zwar überzeugen – dies geschehe aus Sicht des Magazins jedoch nicht häufig genug.
Damit bildet die 60er-Wertung aktuell das Schlusslicht. Komplett negative Rezensionen sind auf Metacritic bislang dennoch nicht vertreten.
Internationale Wertungen zu Mortal Shell 2
Hier findet ihr eine Auswahl der bisher veröffentlichten Bewertungen:
- COGconnected – 90
- Gamers Heroes – 90
- SteamDeckHQ – 90
- Game Rant – 90
- Hardcore Gamer – 90
- Screen Rant – 90
- The Outerhaven – 90
- Giant Bomb – 90
- Shacknews – 90
- GamingBolt – 90
- CGMagazine – 85
- Games.ch – 85
- Vandal – 85
- GameStar – 84
- GamesRadar – 80
- IGN – 80
- GameSpot – 80
- Jeuxvideo.com – 80
- SpazioGames – 80
- IGN Portugal – 80
- Combo Infinito – 75
- Game8 – 74
- Console Creatures – 70
- PCGamesN – 70
- The Wand Report – 60
Die Auflistung zeigt, dass sich viele Publikationen im Bereich zwischen 80 und 90 Punkten bewegen. Selbst zurückhaltendere Tests erkennen meist die Stärken des Kampfsystems und der düsteren Welt an, kritisieren aber fehlenden Feinschliff oder Probleme bei Balance und Navigation.
Wann erscheint Mortal Shell 2?
„Mortal Shell 2“ erscheint regulär am 20. August 2026 für PC, PS5 und Xbox Series X|S. Die Standard Edition kostet 49,99 Euro.
Wer die Devout Edition vorbestellt hat, erhält bis zu 72 Stunden früher Zugriff und kann dementsprechend bereits seit dem 17. August spielen. Die 59,99 Euro teure Digitalausgabe enthält zusätzlich ein Obsidian-Skin-Set für alle acht spielbaren Shells.
Das erhoffte Soulslike-Highlight?
Nach den ersten internationalen Tests spricht vieles dafür, dass Cold Symmetry mit „Mortal Shell 2“ ein überzeugender Nachfolger gelungen ist. Das Studio hält an der düsteren Identität und dem charakteristischen Shell-System des Originals fest, erweitert die Formel aber um eine offenere Welt und deutlich offensivere Kämpfe.
Ganz an der Spitze des Genres landet das Spiel nach Ansicht der meisten Tester zwar nicht. Dafür fehlen offenbar noch etwas Feinschliff, eine bessere Orientierung und eine durchgehend ausgewogene Progression. Mit einem Metascore von 83 Punkten positioniert sich „Mortal Shell 2“ dennoch als eines der bislang stärkeren Soulslikes des Jahres.
Vor allem Spieler, denen das erste „Mortal Shell“ grundsätzlich gefiel, die sich aber mehr Umfang und spielerische Tiefe gewünscht hatten, dürften hier genau den erhofften Nachfolger bekommen.





