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Claude Opus 5.5 ist da: Anthropic verspricht stärkere KI für weniger Geld

Wer mit Claude programmiert oder längere Projekte bearbeitet, bekommt ein neues Modell zur Auswahl: Anthropic hat am 22. September Claude Opus 5.5 veröffentlicht. Nach Angaben des Unternehmens soll es viele Aufgaben auf dem Niveau des bislang leistungsstärkeren Claude Fable 5.1 erledigen, dabei aber deutlich günstiger sein als sein direkter Vorgänger Opus 5.

Für Nutzer ist vor allem interessant, wo die Verbesserungen ankommen sollen. Anthropic nennt umfangreiche Arbeiten an bestehenden Codebasen, die Bedienung von Software und die Auswertung großer Informationsmengen. Auch die Antworten sollen verständlicher und weniger ausschweifend ausfallen.

Was Opus 5.5 besser können soll

Bei Entwicklungsaufgaben hebt Anthropic die Arbeit über viele Dateien und längere Zeiträume hervor. In einem vom Unternehmen beschriebenen Test überprüfte und korrigierte Opus 5.5 eine Codebasis mit 200.000 Zeilen in weniger als drei Stunden. Opus 5 benötigte für dieselbe Aufgabe laut Anthropic mehr als 20 Stunden.

Wie viel Zeit Opus 5.5 bei anderen Projekten spart, dürfte stark von der Aufgabe abhängen. Gerade bei Änderungen an großen Codebasen müssen Entwickler die Ergebnisse anschließend prüfen und testen.

Auch für andere Arbeiten beansprucht Anthropic Fortschritte. Dazu gehören das Recherchieren, das Auswerten von Dokumenten und das Erstellen verständlicher Berichte. Beim Schreiben habe das Unternehmen insbesondere die Rückmeldung aufgegriffen, dass Opus 5 teils umständlich und zu ausführlich antwortete. Ob die neue Fassung im Alltag überzeugender formuliert, dürfte sich leichter selbst prüfen lassen als ein komplexer Leistungsbenchmark.

Preis und Verfügbarkeit

Über die Programmierschnittstelle kostet Opus 5.5 4 US-Dollar pro Million Eingabe-Tokens und 20 US-Dollar pro Million Ausgabe-Tokens. Bei Opus 5 waren es 5 beziehungsweise 25 US-Dollar. Der reine Tokenpreis sinkt damit um 20 Prozent. Weil das neue Modell laut Anthropic für viele Aufgaben außerdem weniger Tokens benötigt, beziffert das Unternehmen die gesamten Kosten typischer Arbeitsabläufe auf rund 40 Prozent weniger.

Für Abonnenten kündigt Anthropic zugleich höhere Nutzungslimits in den Tarifen Pro, Max, Team und bestimmten Enterprise-Angeboten an. Opus 5.5 ist bereits über Claude und die Entwicklerplattform verfügbar; Anthropic nennt außerdem AWS, Google Cloud und Microsoft Azure.

Warum Anthropic die Sicherheit besonders betont

Mit Opus 5.5 führt Anthropic zusätzliche Schutzmaßnahmen für sensible Bereiche wie Cybersicherheit und Biologie ein. Bestimmte Anfragen werden an andere Claude-Modelle weitergeleitet. Für geprüfte Fachleute sind erweiterte Zugänge vorgesehen.

Das Unternehmen berichtet zudem über externe Tests vor der Veröffentlichung und über bessere Ergebnisse in eigenen Verhaltenstests. Zugleich räumt Anthropic ein, dass solche Prüfungen nicht jedes mögliche Fehlverhalten beim späteren Einsatz erfassen können.

Für Spieler hat Opus 5.5 keine unmittelbar angekündigte neue Funktion. Interessant ist die Entwicklung dennoch für die Spielebranche: Programmierung, technische Wartung und die Arbeit mit großen Projekten gehören zu den Bereichen, für die Anthropic das Modell ausdrücklich verbessert haben will. Wie gut es sich dabei in echten Entwicklungsabläufen schlägt, müssen unabhängige Praxistests zeigen.

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Schreiberling, Spieleentdecker, praktizierender Perfektionist und Mann fürs Grobe. Außerdem laufender Freizeit-Hobbit, der Katzen liebt. – Hunde gehen auch. „Auch sonst eigentlich ganz ok“.

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