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„Wir dachten, die Stimmung könnte nicht weiter sinken“: Doom-Studio kritisiert Xbox-Führung

Bei Xbox werden erneut Stellen gestrichen und Studios neu geordnet. Microsoft hat den Abbau von 268 Arbeitsplätzen bestätigt, Playground Games und Turn 10 werden zusammengelegt, und das nächste große Halo entsteht unter der Leitung eines neuen Activision-Teams. Wie sich diese Entscheidungen innerhalb der Studios anfühlen, schildert nun eine Person, die derzeit bei Doom-Entwickler id Software arbeitet.

Gegenüber dem US-Magazin Aftermath äußerte sich die Person anonym, weil sie nicht öffentlich für das Studio sprechen darf. Ihre Beschreibung fällt deutlich aus: „Es geht immer noch sehr chaotisch zu“, lautet eine ihrer Aussagen, hier und im Folgenden aus dem Englischen übersetzt. Zwar habe die Führung versucht, mit den Studios zu kommunizieren. Die Botschaften seien aus ihrer Sicht aber weiterhin von Konzernfloskeln geprägt.

Höhere Gewinne, ehrgeizige Ziele und schlechte Stimmung

Vor allem die Richtung, in die Xbox nach den Entlassungen steuern soll, sei für die befragte Person nicht erkennbar. „Ich glaube immer noch nicht, dass sie eine klare Vorstellung von der Zukunft haben“, sagte sie Aftermath. Als einzige konkrete Vorgabe sei angekommen, dass die Studios mehr Gewinn erzielen sollen – und zwar sofort.

Zugleich würden ehrgeizige Ziele gesetzt, die nach Einschätzung der Person schon vor dem Stellenabbau unrealistisch gewesen wären. Ihre Aussage über die Stimmung bei Xbox ist ebenso scharf: „Wir denken immer wieder, dass die Moral nicht noch weiter sinken kann. Aber die offensichtliche Inkompetenz des Xbox-Managements drückt sie irgendwie jedes Mal noch tiefer.“

Das sind Aussagen einer anonymen Person aus id Software, keine Stellungnahme des Studios oder ein belegter Überblick über sämtliche Xbox-Teams. Sie geben aber einen seltenen Einblick, wie ein Beschäftigter die Vorgaben und die Kommunikation nach den jüngsten Einschnitten erlebt.

Für id Software ist die Unsicherheit nicht neu

Bei id Software hatten die Entlassungen bereits im Sommer Spuren hinterlassen. Nach Angaben aus behördlichen Unterlagen waren dort 136 Beschäftigte betroffen. Später berichteten Quellen aus dem Umfeld des Studios, dass sich unter den Entlassenen auch zahlreiche langjährige Doom-Entwickler befanden. Die jetzt geäußerte Kritik knüpft an frühere Berichte über fehlende Klarheit zur Zukunft des Teams an.

Seitdem ist der Umbau der Xbox-Sparte weitergegangen. Über die Zusammenlegung von Playground Games und Turn 10 sowie die neue Zuordnung von Obsidian haben wir ebenso berichtet wie über den Wechsel beim nächsten Halo und den erneuten Stellenabbau. Die Aussage aus id Software zeigt nun die andere Seite dieser Entscheidungen: Für die Menschen, die weiter an den Spielen arbeiten, ist mit der Bekanntgabe einer neuen Studiostruktur offenbar noch nicht geklärt, was künftig von ihnen erwartet wird.

Öffnet in einem neuen Tab

Nora zockt schon länger als sie laufen kann – zumindest behauptet sie das gerne. Ob mitten in einer Zombie-Apokalypse oder beim Looten in verlassenen Hochhäusern: Wenn es knallt, kracht oder Gänsehaut macht, ist sie dabei. Ihr Markenzeichen? Eine große Klappe, ein noch größeres Herz für Indie-Games – und eine ungesunde Obsession mit roten Lederjacken und Desert Eagles. Wenn sie nicht gerade dem Endboss eins überbrät, schreibt sie charmant-chaotische Reviews, in denen mehr Persönlichkeit steckt als in manchem NPC.

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