Erst im Juni stellte Ninja Theory sein nächstes Spiel vor: Senua, ein neues Action-Adventure mit der Heldin der Hellblade-Reihe. Nun ist die Zukunft des Studios ungewiss. Microsoft wollte Ninja Theory im Zuge des Xbox-Umbaus abgeben, doch zwei Vereinbarungen sind gescheitert. Deshalb beginnt ein Verfahren mit den Beschäftigten über eine mögliche Schließung.
Beschlossen ist die Schließung noch nicht. Xbox-Manager Matt Booty schreibt in seiner Mitteilung an die Belegschaft, Microsoft prüfe weiterhin andere Möglichkeiten. Welche Vereinbarungen gescheitert sind, mit wem verhandelt wurde und wann eine Entscheidung fällt, lässt das Unternehmen offen.
Ein neues Senua-Spiel befindet sich in Entwicklung
Gerade die Ankündigung von Senua macht die Nachricht für Spieler besonders schwer einzuordnen. Das Spiel setzt die Geschichte der Figur nach Senua’s Saga: Hellblade II fort, soll sich aber deutlich anders spielen. Studioleiter Dom Matthews beschrieb es im Juni als Action-Adventure mit mehr Erkundung, Rätseln und Möglichkeiten im Kampf. Deshalb trägt es auch nicht den Namen Hellblade III.
Nach damaligen Angaben arbeitete das gesamte Studio mit rund 85 Beschäftigten an dem Projekt. Ninja Theory hatte dafür die weitere Arbeit am zuvor angekündigten Horrorspiel Project Mara eingestellt.
Was die nun angekündigten Gespräche über eine mögliche Studioschließung für Senua bedeuten, sagt Microsoft nicht. Weder eine Einstellung des Spiels noch eine Weiterentwicklung durch ein anderes Team wurde bekannt gegeben.
Microsoft hatte eine Abgabe des Studios geplant
Ninja Theory gehört seit 2018 zu Microsoft. In dieser Zeit veröffentlichte das Studio Senua’s Saga: Hellblade II, das 2024 zunächst für Xbox und PC erschien. Eine erweiterte Fassung kam 2025 auch für die PlayStation 5 heraus.
Im Rahmen des aktuellen Umbaus trennt sich Microsoft von mehreren Entwicklerteams. Compulsion Games und Double Fine gingen bereits wieder in die Unabhängigkeit; auch Undead Labs hat den Wechsel vollzogen. Für Ninja Theory hatte Microsoft offenbar ebenfalls eine Lösung außerhalb des Konzerns gesucht. Nach dem Scheitern zweier Vereinbarungen steht nun jedoch die mögliche Schließung im Raum.
Der Umbau der Xbox-Studios umfasst zugleich weitere Stellenstreichungen und neue Zuständigkeiten für bekannte Marken. Allein mit der jüngsten Runde fallen 268 Stellen bei Halo Studios, anderen First-Party-Teams sowie in zentralen Bereichen weg. Wie viele Beschäftigte bei Ninja Theory betroffen sein könnten, hat Microsoft nicht mitgeteilt. Für das Studio und sein neues Senua-Spiel bleibt damit vorerst offen, wie es weitergeht.
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