Mit GTA 6 sind gewaltige Erwartungen verbunden. Doch selbst bei einem solchen Großprojekt überzeugt nicht jedes Detail auf Anhieb. Der frühere Rockstar-Entwickler Mike York sieht nach dem Extended Look mehrere Punkte, an denen das Studio noch nachbessern könnte.
Seine Einwände reichen von der Benutzeroberfläche über Gesichtsanimationen bis zu Hauptfigur Jason. Gleichzeitig fällt sein Gesamturteil deutlich positiver aus, als diese Kritik zunächst vermuten lässt. Grundlage ist ein Interview mit TechRadar.
Waffenrad und Minimap passen für ihn nicht zum übrigen Spiel
York empfindet Waffenrad und Minimap als veraltet. Die Gestaltung der Oberfläche passe für ihn nicht zum restlichen Auftritt. Änderungen vor Veröffentlichung hält er für möglich, stellt aber infrage, ob Rockstar angesichts anderer Aufgaben noch daran arbeitet.
Dabei lohnt sich die Unterscheidung zwischen Gestaltung und Funktion: Eine vertraute Anzeige kann Spielern die Orientierung erleichtern, auch wenn sie optisch wenig Neues bietet. Umgekehrt muss ein modernerer Look nicht automatisch die Bedienung verbessern. Ob sich Waffenwahl und Navigation gut anfühlen, wird sich erst beim eigenen Spielen zeigen.
Bei den Gesichtern vermutet York technische Kompromisse
Auch einzelne Gesichtsanimationen überzeugen ihn nicht. Als mögliche Erklärung nennt er den Rechenaufwand besonders detaillierter Gesichter innerhalb einer komplexen Spielwelt.
Das ist seine technische Einschätzung anhand des Videos. Daraus lässt sich weder ableiten, welches Animationsverfahren Rockstar tatsächlich verwendet, noch ob entsprechende Grenzen unvermeidbar sind.
Für die Beurteilung des fertigen Spiels wird zudem mehr zählen als eine einzelne Nahaufnahme: Entscheidend ist auch, wie Mimik, Körperbewegungen und Dialoge im Zusammenspiel wirken.
Jason erinnert ihn an einen Terminator
Bei Jason wünscht sich York mehr Persönlichkeit. Dessen Auftreten wirkt auf ihn bislang zu emotionsarm; er vergleicht ihn mit einem „Terminator“. Als Gegenbeispiel nennt er den wortgewandteren Niko Bellic. Lucia könnte aus seiner Sicht den lebhafteren Gegenpol bilden.
Gerade diese Beziehung ist für Rockstars Geschichte zentral. Laut der offiziellen Spielbeschreibung geraten Jason und Lucia nach einem schiefgelaufenen Überfall in eine kriminelle Verschwörung, die sich durch Leonida zieht. Um zu überleben, müssen sie sich stärker denn je aufeinander verlassen.
Ein zurückhaltender Jason könnte in dieser Konstellation durchaus funktionieren. Ob hinter seinem bisherigen Auftreten eine interessante Figur steckt, muss allerdings die vollständige Geschichte zeigen.
Trotz Einwänden erwartet er einen langlebigen Hit
York lobt ausdrücklich Beleuchtung, Haardarstellung und Detailgrad. Insgesamt erwartet er einen Titel, der ähnlich lange relevant bleibt wie GTA 5.
Seine Kritik richtet sich somit gegen konkrete Elemente der Vorschau. Sie ist kein Urteil darüber, dass GTA 6 insgesamt technisch hinterherhinke oder spielerisch enttäuschen werde.
Rockstar nennt weiterhin den 19. November 2026 als Veröffentlichungstermin für PS5 und Xbox Series X|S. Bis dahin bleibt offen, welche Details sich gegenüber dem gezeigten Material noch verändern.
Wie seht ihr das: Gehören Waffenrad und Minimap grundlegend überarbeitet, oder ist euch die vertraute Bedienung lieber? Und welchen Eindruck hat Jason bisher bei euch hinterlassen?
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