Kurz vor dem Release von The Blood of Dawnwalker sind die internationalen Tests veröffentlicht worden – und das Debüt von Rebel Wolves kommt bei den Kritikern überwiegend sehr gut an. Das düstere Action-Rollenspiel der ehemaligen Witcher-Entwickler landet bei den großen Bewertungsplattformen im klar positiven Bereich und erhält von mehreren Magazinen sogar Wertungen von 90 Punkten oder mehr.
Auf Metacritic kommt die PS5-Version aktuell auf einen Metascore von 83 Punkten. Von insgesamt 34 erfassten Kritiken fallen 31 positiv und zwei gemischt aus, negative Reviews gibt es bislang keine. Damit sind rund 94 Prozent der berücksichtigten Bewertungen positiv.
Auch bei OpenCritic ergibt sich ein ähnliches Bild. Dort liegt The Blood of Dawnwalker derzeit bei einem Durchschnitt von 84 Punkten, während 88 Prozent der Kritiker eine Empfehlung aussprechen. Aktuell fließen 43 Reviews in den Durchschnitt ein.
Die Werte können sich mit weiteren Tests in den kommenden Tagen natürlich noch verändern.
IGN vergibt 9 von 10 Punkten
Besonders positiv fällt das Urteil von IGN aus. Die Redaktion vergibt 9 von 10 Punkten und zählt The Blood of Dawnwalker zu den stärksten Open-World-Rollenspielen des Jahres.
Gelobt werden vor allem die vielen interessanten Ideen, die gut geschriebenen Charaktere und die Entscheidungsfreiheit. Das Spiel setzt stark darauf, Konsequenzen aus den Handlungen des Spielers entstehen zu lassen und Missionen auf unterschiedliche Weise verlaufen zu lassen.
Auch das ungewöhnliche Zusammenspiel aus menschlicher und vampirischer Seite von Protagonist Coen gehört zu den Elementen, mit denen sich das Rollenspiel von klassischen Fantasy-Abenteuern abheben möchte.
PC Gamer sieht starke Ideen, aber nicht jede wird konsequent genutzt
PC Gamer bewertet das Rollenspiel ebenfalls positiv und hebt vor allem die düstere Atmosphäre und die eigenen Ideen hervor.
Der Test beschreibt The Blood of Dawnwalker als Horror-Rollenspiel mit interessanten Ansätzen, merkt aber zugleich an, dass Rebel Wolves nicht jede dieser Ideen konsequent bis zum Ende ausreizt. Besonders das zentrale Zeitkonzept wirkt nach Ansicht der Redaktion weniger einschneidend, als es zunächst erscheint.
Trotzdem wird deutlich, dass das Spiel nicht einfach nur versucht, The Witcher 3 mit Vampiren nachzubauen. Gerade die Kombination aus Entscheidungen, Zeitmanagement und unterschiedlichen Fähigkeiten bei Tag und Nacht verleiht Dawnwalker eine eigene Identität.
VGC lobt die kompaktere Open World
VGC vergibt 4 von 5 Punkten und lobt insbesondere die fokussierte Struktur der offenen Spielwelt.
Statt eine riesige Karte mit möglichst vielen Aktivitäten zu füllen, konzentriert sich Rebel Wolves auf eine vergleichsweise kompakte Welt mit eng miteinander verbundenen Quests. Dadurch entstehe weniger Leerlauf, während einzelne Orte und Geschichten stärker im Gedächtnis bleiben.
Kritik gibt es dagegen an der technischen Umsetzung. Im PS5-Test traten unter anderem eine schwankende Bildrate und verschiedene Bugs auf. VGC bezeichnet den Launch-Build deshalb als technisch noch etwas unfertig.
GameSpot sieht enormes Potenzial
Auch GameSpot gehört zu den größeren internationalen Redaktionen, die The Blood of Dawnwalker positiv bewerten. Dort gibt es 8 von 10 Punkten.
Besonders hervorgehoben werden die ambitionierte Rollenspielstruktur, das Worldbuilding und die Qualität der Texte. Nicht jede Mechanik erreiche ihr volles Potenzial, insgesamt hinterlasse das Spiel aber den Eindruck eines Rollenspiels, in dessen Welt man sich sehr leicht verlieren könne.
Bereits in einem früheren Hands-on hatte GameSpot insbesondere das Konsequenzsystem hervorgehoben. Entscheidungen können nicht nur Dialoge verändern, sondern auch dazu führen, dass Charaktere sterben oder Quests völlig anders verlaufen.
Große Spannweite von 70 bis 100 Punkten
Die internationale Wertungsspanne fällt bislang recht breit aus. An der Spitze steht MonsterVine mit 100 Punkten. Die Redaktion bezeichnet The Blood of Dawnwalker als eines der beeindruckendsten Spiele dieser Konsolengeneration und lobt Welt, Geschichte und Kampfsystem.
Direkt dahinter folgen CGMagazine mit 95 Punkten sowie mehrere Magazine mit 90er-Wertungen.
Dazu gehören unter anderem:
- MonsterVine: 100/100
- CGMagazine: 95/100
- 4P.de: 90/100
- IGN: 90/100
- Gamereactor UK: 90/100
- GAMINGbible: 90/100
- Wccftech: 90/100
- GamingBolt: 90/100
- Gamesurf: 90/100
- Indigo GEEK: 90/100
- Loot Level Chill: 90/100
- XGN: 85/100
- GamePro Germany: 85/100
- GamersRD: 84/100
- HardZone: 84/100
- PSX Brasil: 84/100
- GameSpot: 80/100
- VGC: 80/100
- TheSixthAxis: 80/100
- Screen Rant: 80/100
- Noisy Pixel: 80/100
- GIGA: 80/100
- Console Creatures: 80/100
- Checkpoint Gaming: 80/100
- Digitally Downloaded: 80/100
- TierraGamer: 80/100
- Uagna.it: 80/100
- TrueGaming: 75/100
- Meristation: 75/100
- Game Informer: 70/100
- Push Square: 70/100
Die Auswahl zeigt ziemlich gut, dass es bislang keinen echten Verriss gibt. Selbst die kritischeren Tests bewegen sich noch im Bereich von 70 Punkten.
Entscheidungen und Zeitmanagement gehören zu den größten Stärken
Ein Thema zieht sich durch besonders viele Tests: The Blood of Dawnwalker gibt Entscheidungen ungewöhnlich viel Gewicht.
Coen hat insgesamt 30 Ingame-Tage Zeit, seine Familie zu retten. Die Uhr läuft dabei nicht permanent ab. Stattdessen verbrauchen bestimmte Missionen und wichtige Handlungen Zeiteinheiten. Freies Erkunden kostet dagegen grundsätzlich keine wertvolle Zeit.
Dadurch entsteht ein System, bei dem Spieler priorisieren müssen, welchen Geschichten und Charakteren sie ihre begrenzte Zeit widmen.
Schon vor Release wurde dieser Ansatz von Game Informer als eines der wichtigsten Alleinstellungsmerkmale hervorgehoben. Das Studio versucht bewusst, Spieler nicht jede Quest eines Durchgangs erledigen zu lassen, sondern Entscheidungen und verpassten Möglichkeiten mehr Gewicht zu geben.
Auch in den Tests wird dieser Ansatz häufig positiv bewertet. Gleichzeitig gibt es Kritik daran, dass der Zeitdruck in der Praxis teilweise weniger einschneidend ausfällt, als das Konzept zunächst vermuten lässt.
Technik ist der häufigste Kritikpunkt
Während Geschichte, Entscheidungen und Atmosphäre fast durchgehend gelobt werden, zeichnet sich bei der Technik ein deutlich gemischteres Bild ab.
Mehrere Tests berichten über:
- Performance-Probleme
- schwankende Bildraten
- Bugs
- teilweise hakelige Animationen
- Probleme bei Kamera und Navigation
- stellenweise repetitive Gegner
Gerade VGC nennt die Performance ausdrücklich als Schwachpunkt der getesteten PS5-Version.
Andere Redaktionen bewerten die technische Umsetzung deutlich positiver. Das erklärt teilweise auch die recht breite Spanne zwischen 70 und 100 Punkten.
Starkes Debüt für Rebel Wolves
Unterm Strich zeichnet sich damit ein ziemlich klares Bild ab: The Blood of Dawnwalker ist kein perfektes Rollenspiel, aber ein sehr starkes Debüt.
Auf Metacritic stehen aktuell 83 Punkte bei 34 PS5-Reviews, auf OpenCritic 84 Punkte und 88 Prozent Empfehlungen aus 43 Tests. Vor allem die ambitionierte Narrative Sandbox, Entscheidungen mit Konsequenzen, Atmosphäre und Worldbuilding werden häufig gelobt.
Technische Probleme und einige nicht vollständig ausgereizte Systeme verhindern bei manchen Redaktionen höhere Wertungen. Insgesamt gehört das Vampir-RPG aber bereits jetzt zu den besser bewerteten großen Rollenspielen des Jahres.
The Blood of Dawnwalker erscheint am 3. September 2026 für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Die internationale Testphase ist bereits angelaufen, sodass sich die Durchschnittswertungen bis zum Release noch etwas verändern können.

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