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GTA 6: Rund 80 Stunden Spielzeit – doch die Zahl braucht Kontext

Wie viel Spielzeit bietet „GTA 6“? Eine neue Aussage von Rockstar North liefert darauf erstmals eine vorsichtige Antwort. Rob Nelson benötigte für einen eigenen Spieldurchlauf rund 80 Stunden. Darin enthalten waren die vollständige Hauptgeschichte sowie ausgewählte optionale Ziele, die Auswirkungen auf die Handlung besitzen.

Die Angabe stammt aus einer umfangreichen Vorschau der New York Times. Nelson leitet Rockstar North gemeinsam mit Aaron Garbut und konnte das Spiel bereits im Februar vollständig durchspielen.

Rund 80 Stunden für einen Entwicklerdurchlauf

Nelsons Durchlauf umfasste nach Angaben der New York Times die Hauptgeschichte und einige optionale Ziele mit erzählerischen Konsequenzen. Der Entwickler versuchte demnach nicht, sämtliche Nebenaktivitäten, Minispiele und Geheimnisse in Leonida abzuschließen.

Trotzdem lässt sich aus der genannten Zahl nicht ableiten, dass die reine Kampagne von „GTA 6“ genau 80 Stunden dauert. Das persönliche Spieltempo eines Entwicklers ist nicht zwangsläufig mit dem eines normalen Spielers vergleichbar.

Nelson kennt Missionen, Mechaniken und die Spielwelt bereits aus der Entwicklung. Wahrscheinlich musste er deshalb weder lange nach Lösungen suchen noch sich vollständig neu orientieren. Gleichzeitig könnte er Szenen, Dialoge und bestimmte Abläufe für interne Prüfungen ausführlicher betrachtet haben.

Rockstar nennt bislang keine offizielle durchschnittliche Spielzeit.

Optionale Ziele beeinflussen offenbar die Geschichte

Besonders interessant ist ein anderer Teil der Aussage: Einige optionale Ziele sollen Konsequenzen für die Handlung besitzen. Nebenmissionen könnten damit stärker in die Geschichte eingebunden sein als in früheren Teilen der Reihe.

Wie weit diese Auswirkungen reichen, bleibt offen. Denkbar wären zusätzliche Dialoge, veränderte Beziehungen, alternative Missionsverläufe oder unterschiedliche Reaktionen wichtiger Figuren.

Rockstar hatte bereits erklärt, dass die Entscheidungen der Spieler tiefere Konsequenzen als das Ehrensystem aus „Red Dead Redemption 2“ besitzen sollen. Auch das Verhalten gegenüber Jason und Lucia wirkt sich auf ihre Beziehung aus.

Spieler müssen beispielsweise Zeit miteinander verbringen, Nachrichten beantworten und gemeinsame Aktivitäten unternehmen, wenn sie die romantische Verbindung zwischen den beiden aufrechterhalten möchten. Die Hauptfiguren bleiben zwar Partner, können sich abhängig vom Spielstil aber unterschiedlich nahe sein.

Story und Open World sollen ineinandergreifen

Rockstar möchte die Grenzen zwischen Hauptmissionen und freier Erkundung weniger sichtbar machen. Spieler sollen nicht ständig erkennen, wann ein geskripteter Abschnitt beginnt oder ein spontanes Ereignis endet.

Eine harmlose Einkaufstour könnte dadurch in einen Überfall, eine Verfolgungsjagd oder eine unerwartete Begegnung übergehen. Die offene Welt reagiert auf das Verhalten von Jason und Lucia und soll neue Situationen dynamisch miteinander verbinden.

Nelson beschreibt mögliche Tagesabläufe, die zunächst völlig friedlich beginnen: Die Figuren können aufstehen, duschen, sich anziehen, etwas essen und anschließend trainieren gehen. Danach könnten Spieler Personen treffen, die Umgebung erkunden oder spontan ein Geschäft überfallen.

Diese Freiheit dürfte dafür sorgen, dass die tatsächliche Spielzeit stark variiert. Wer sich hauptsächlich auf die Geschichte konzentriert, wird Leonida vermutlich deutlich schneller durchqueren als jemand, der regelmäßig trainiert, taucht, angelt oder zufälligen Ereignissen nachgeht.

Leonida bietet zahlreiche Nebenaktivitäten

Der Extended Look zeigte bereits einen Teil der Beschäftigungen abseits der Kampagne. Jason und Lucia können unter anderem Basketball spielen, tauchen, angeln, Kajak und Jetski fahren oder mit einem Airboat die Sümpfe erkunden.

Weitere Berichte nennen Fitnessstudios, Poolbillard, Monstertruck-Rennen und die Suche nach Unterwasserschätzen. Auch Geschäfte, Restaurants, Nachtclubs und soziale Aktivitäten sollen eine größere Rolle spielen.

Hinzu kommt die bislang größte offene Welt von Rockstar. Das Studio gibt an, dass die gesamte Karte ungefähr dreimal so groß wie das spielbare Gebiet von „Red Dead Redemption 2“ ausfällt. Allein Vice City soll etwa doppelt so groß wie Los Santos aus „GTA 5“ sein.

Wer die Spielwelt vollständig erkunden und möglichst viele Aktivitäten absolvieren möchte, dürfte daher deutlich länger als Nelsons 80 Stunden beschäftigt sein.

Keine bestätigte Länge der Hauptgeschichte

Verschiedene Berichte bezeichnen „GTA 6“ bereits als das Rockstar-Spiel mit der längsten Geschichte. Eine solche Bestätigung liegt derzeit allerdings nicht vor.

Die bekannten 80 Stunden stehen für einen einzelnen Durchlauf, der die Kampagne und eine unbekannte Anzahl optionaler Ziele enthielt. Rockstar hat weder die reine Storydauer genannt noch einen direkten Vergleich mit „GTA 5“ oder „Red Dead Redemption 2“ veröffentlicht.

Die Angabe vermittelt dennoch einen ersten Eindruck vom Umfang. Selbst ein mit dem Spiel vertrauter Entwickler benötigte mehrere Dutzend Stunden, ohne dabei sämtliche Inhalte abzuschließen.

„GTA 6“ erscheint am 19. November 2026 für PS5 und Xbox Series X/S. Eine PC-Version wurde bislang nicht angekündigt.

Wie umfangreich sollte die Geschichte von „GTA 6“ für euch sein? Freut ihr euch über ein mögliches 80-Stunden-Abenteuer oder bevorzugt ihr eine kürzere und konzentriertere Kampagne? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare.

Schreiberling, Spieleentdecker, praktizierender Perfektionist und Mann fürs Grobe. Außerdem laufender Freizeit-Hobbit, der Katzen liebt. – Hunde gehen auch. „Auch sonst eigentlich ganz ok“.

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