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Riesiger Steam-Erfolg: Indie-Spiel verkauft sich 20 Millionen Mal in nur zwei Monaten

„Meccha Chameleon“ entwickelt sich zu einem der größten Überraschungserfolge des Jahres. Das von lediglich zwei Personen entwickelte Versteckspiel hat innerhalb von 63 Tagen mehr als 20 Millionen Exemplare verkauft und ist bislang ausschließlich für den PC erhältlich.

Während große Produktionen mit gewaltigen Budgets um die Aufmerksamkeit der Spieler kämpfen, erobert ein kleines Indie-Spiel die Steam-Charts. Wie Entwickler Lemorion bekannt gegeben hat, wurde „Meccha Chameleon“ mittlerweile mehr als 20 Millionen Mal verkauft.

Der Meilenstein wurde nur rund zwei Monate nach der Veröffentlichung erreicht. „Meccha Chameleon“ erschien am 9. Juni 2026 auf Steam und wird dort für 5,99 Euro beziehungsweise 5,99 US-Dollar angeboten.

Meccha Chameleon knackt einen Rekord nach dem anderen

Schon kurz nach der Veröffentlichung zeichnete sich der außergewöhnliche Erfolg ab. Innerhalb von zwei Tagen wurden 500.000 Exemplare verkauft. Nach vier Tagen stand der Zähler bereits bei einer Million Verkäufen.

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Anschließend beschleunigte sich das Wachstum weiter:

  • 500.000 Verkäufe nach zwei Tagen
  • eine Million Verkäufe nach vier Tagen
  • sieben Millionen Verkäufe nach zwölf Tagen
  • zehn Millionen Verkäufe bis zum 26. Juni
  • 15 Millionen Verkäufe Anfang Juli
  • 20 Millionen Verkäufe nach 63 Tagen

Damit wurden seit dem Launch durchschnittlich rund 317.000 Exemplare pro Tag verkauft. Selbst für eine große Produktion eines etablierten Publishers wäre eine solche Geschwindigkeit bemerkenswert.

Noch außergewöhnlicher wird der Erfolg durch die Größe des Entwicklerteams. „Meccha Chameleon“ entstand innerhalb von ungefähr zwei Monaten und wurde von den beiden japanischen Entwicklern Lemorion und Haganeiro umgesetzt.

Was ist Meccha Chameleon?

Bei „Meccha Chameleon“ handelt es sich um ein Online-Mehrspieler-Spiel, das Verstecken mit einer ungewöhnlichen Tarnmechanik verbindet. Die Teilnehmer werden auf zwei Gruppen verteilt: Sucher und versteckte Spieler.

Die Versteckten steuern zunächst vollständig weiße Figuren. Diese lassen sich direkt bemalen, um ihre Farben und Muster an Wände, Böden oder Gegenstände der jeweiligen Umgebung anzupassen. Zusätzlich müssen die Spieler eine geeignete Position und Pose finden, damit ihre Tarnung möglichst überzeugend wirkt.

Die Sucher müssen sämtliche versteckten Figuren entdecken, bevor die Zeit abläuft. Anders als bei klassischen Prop-Hunt-Modi verwandeln sich die Spieler dabei nicht in Gegenstände, sondern versuchen, optisch mit der Umgebung zu verschmelzen.

Gerade diese einfach verständliche Mechanik sorgt für zahlreiche kuriose Situationen und eignet sich gut für Livestreams sowie kurze Videos in sozialen Netzwerken. Streamer und andere Content Creator gelten deshalb als wichtiger Faktor für die schnelle Verbreitung des Spiels.

Erfolg trotz überschaubarem Verkaufspreis

Der niedrige Preis dürfte die hohe Zahl verkaufter Exemplare begünstigt haben. Trotzdem ist der Erfolg in dieser Größenordnung keineswegs selbstverständlich. Auf Steam erscheinen regelmäßig Hunderte kleinere Produktionen, von denen nur ein Bruchteil ein größeres Publikum erreicht.

Bei 20 Millionen Verkäufen und einem regulären US-Preis von 5,99 Dollar ergibt sich rechnerisch ein Bruttoumsatz von knapp 120 Millionen Dollar. Dieser Wert entspricht allerdings nicht den tatsächlichen Einnahmen der Entwickler. Regionale Preise, der reduzierte Einführungspreis, Rückerstattungen, Steuern und Valves Umsatzbeteiligung müssen davon abgezogen werden.

Auch bei den Spielern kommt das Versteckspiel gut an. Auf Steam liegen inzwischen mehr als 73.000 Nutzerrezensionen vor, von denen rund 87 Prozent positiv ausfallen. Damit besitzt „Meccha Chameleon“ insgesamt die Bewertung „sehr positiv“.

Zum Vergleich: Andere erfolgreiche Indie-Spiele benötigten häufig mehrere Jahre und Veröffentlichungen auf zahlreichen Plattformen, um ähnliche Verkaufszahlen zu erreichen. „Meccha Chameleon“ hat die Marke von 20 Millionen dagegen allein auf Steam und innerhalb von lediglich 63 Tagen geknackt.

Nora M.

Nora zockt schon länger als sie laufen kann – zumindest behauptet sie das gerne. Ob mitten in einer Zombie-Apokalypse oder beim Looten in verlassenen Hochhäusern: Wenn es knallt, kracht oder Gänsehaut macht, ist sie dabei. Ihr Markenzeichen? Eine große Klappe, ein noch größeres Herz für Indie-Games – und eine ungesunde Obsession mit roten Lederjacken und Desert Eagles. Wenn sie nicht gerade dem Endboss eins überbrät, schreibt sie charmant-chaotische Reviews, in denen mehr Persönlichkeit steckt als in manchem NPC.
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