Nach rund 20 Jahren Pause meldet sich Onimusha mit einem komplett neuen Hauptteil zurück. Kurz vor dem Release von Onimusha: Way of the Sword ist das Testembargo gefallen und die internationale Fachpresse bewertet Capcoms Rückkehr insgesamt ziemlich stark.
Auf Metacritic liegt die PS5-Version aktuell bei ungefähr 85 Punkten. Der Wert basiert inzwischen auf mehr als 80 Tests und kann sich mit weiteren Reviews noch leicht verändern.
Auch OpenCritic zeichnet ein ähnlich positives Bild. Dort fließen derzeit mehr als 80 Kritiken in den Durchschnitt ein. Besonders häufig werden das anspruchsvolle Kampfsystem, die Bosskämpfe und Capcoms Inszenierung gelobt.
Damit scheint Capcom der Neustart einer Serie gelungen zu sein, deren letzter neuer Hauptteil mit Onimusha: Dawn of Dreams bereits 2006 für die PlayStation 2 erschien.
IGN vergibt sogar die Höchstwertung
Besonders begeistert zeigt sich IGN. Dort erhält Onimusha: Way of the Sword die seltene Höchstwertung von 10 von 10 Punkten.
Im Mittelpunkt des Lobes steht vor allem das Kampfsystem. Musashi kann gegnerische Attacken parieren, ausweichen und mit den für Onimusha typischen Issen-Konterangriffen besonders mächtige Gegenschläge ausführen. Das Timing soll zwar anspruchsvoll sein, erfolgreiche Konter dafür aber entsprechend befriedigend ausfallen.
Auch viele andere Tests sehen die Kämpfe als größte Stärke des Spiels.
Push Square vergibt beispielsweise 9 von 10 Punkten und bezeichnet das Kampfsystem als eines der Highlights des aktuellen Capcom-Portfolios. Besonders die Bosskämpfe werden dort hervorgehoben.
PC Gamer lobt die Kämpfe, kritisiert aber das Tempo
Bei PC Gamer erhält Onimusha: Way of the Sword 83 von 100 Punkten.
Die Redaktion beschreibt das Kampfsystem als hervorragende Mischung aus klassischer Capcom-Action und schweren, körperlich wirkenden Schwertduellen. Kritik gibt es hingegen am Pacing: Gerade in Teilen der Kampagne werde das eigentlich hervorragende Actionspiel durch seine eigene Struktur ausgebremst.
Das deckt sich mit einem Kritikpunkt, der auch in mehreren anderen Tests auftaucht. Onimusha: Way of the Sword soll zwar keine klassische riesige Open World besitzen, trotzdem gibt es größere Areale, Nebenaufgaben und wiederkehrende Aktivitäten.
Gerade in der zweiten Hälfte empfinden einige Tester bestimmte Kämpfe und Missionsstrukturen als zu repetitiv.
Game Informer: Hervorragende Action mit einigen altmodischen Elementen
Game Informer vergibt 8 von 10 Punkten und kommt zu einem ähnlichen Ergebnis.
Gelobt werden die komplexen Kämpfe, bei denen stumpfes Button-Mashing kaum zum Erfolg führt. Neue Fähigkeiten werden über viele Spielstunden hinweg eingeführt, während die großen Bosskämpfe später praktisch als Prüfungen fungieren, bei denen das zuvor Gelernte angewendet werden muss.
Gleichzeitig kritisiert Game Informer einige Elemente, die sich überraschend altmodisch anfühlen. Dazu gehören wiederkehrende Dämonenarenen und mehrfach verwendete Gegner beziehungsweise Bosse. Gerade in der zweiten Hälfte könne das Abenteuer dadurch gestreckt wirken.
VGC gehört zu den deutlich kritischeren Stimmen
Dass nicht sämtliche Redaktionen vom Comeback gleichermaßen begeistert sind, zeigt VGC.
Dort gibt es lediglich 3 von 5 Punkten. Zwar wird ebenfalls ausdrücklich das starke Kampfsystem gelobt, insgesamt kritisiert die Redaktion aber Missionsdesign und Pacing.
VGC sieht in Way of the Sword ein Spiel mit hervorragenden Momenten, das gleichzeitig zu viele moderne Designideen beziehungsweise Füllinhalte übernommen habe, die nicht immer zum klassischen Onimusha-Konzept passen.
Damit gehört VGC derzeit zu den deutlich kritischeren internationalen Stimmen.
Zwischen 60 und 100 Punkten ist alles dabei
Die bisher veröffentlichten Tests zeigen eine vergleichsweise breite Wertungsspanne, auch wenn der Großteil klar im positiven Bereich liegt.
Eine größere Auswahl der internationalen Wertungen:
- IGN: 10/10
- Hey Poor Player: 10/10
- CD-Action: 9,5/10
- Loot Level Chill: 9,5/10
- COGconnected: 9,2/10
- Push Square: 9/10
- Forbes: 9/10
- Noisy Pixel: 9/10
- Screen Rant: 9/10
- Shacknews: 9/10
- PlayStation Universe: 9/10
- Critical Hits: 8,5/10
- PC Gamer: 83/100
- Game Informer: 8/10
- DualShockers: 8/10
- GamingBolt: 8/10
- CGMagazine: 8/10
- Giant Bomb: 4/5
- GameRant: 7/10
- GamesRadar+: 3,5/5
- VGC: 3/5
Die konkrete Durchschnittswertung kann sich in den kommenden Tagen noch verändern, sobald weitere Reviews in Metacritic und OpenCritic aufgenommen werden. Bereits jetzt ist allerdings ziemlich klar, dass das Comeback insgesamt deutlich positiv aufgenommen wird.
Das Kampfsystem ist fast überall die größte Stärke
Wenn es einen gemeinsamen Nenner in den meisten Tests gibt, dann ist es das Kampfsystem.
Capcom setzt nicht einfach auf möglichst schnelle Hack-and-Slash-Action. Gegnerische Angriffe müssen gelesen, abgewehrt und im richtigen Moment gekontert werden. Besonders die bekannten Issen-Angriffe belohnen präzises Timing.
Dazu kommen mehrere Oni-Waffen und Fähigkeiten, über die Musashis Kampfstil erweitert werden kann.
Auch die Bosskämpfe werden häufig als Highlights bezeichnet. Einige Tests sehen darin sogar einen der stärksten Aspekte des gesamten Spiels. Gleichzeitig gibt es Kritik daran, dass bestimmte Minibosse beziehungsweise Begegnungen später wiederholt werden.
Miyamoto Musashi kämpft sich durch ein dämonisches Kyoto
Inhaltlich versetzt Onimusha: Way of the Sword die Spieler in ein vom dämonischen Genma-Befall heimgesuchtes Kyoto der frühen Edo-Zeit.
Im Mittelpunkt steht eine fiktionalisierte Version des berühmten Schwertkämpfers Miyamoto Musashi. Nachdem er einen Oni-Handschuh erhält, kann er die Seelen besiegter Dämonen absorbieren und gegen immer mächtigere Genma antreten.
Die Spielwelt fällt dabei nicht als klassische Open World aus. Stattdessen erkundet Musashi mehrere größere, miteinander verbundene beziehungsweise wiederbesuchbare Areale.
Neben der Hauptgeschichte gibt es optionale Aufgaben, versteckte Gegenstände und Möglichkeiten, Waffen sowie Fähigkeiten zu verbessern. Gerade diese Struktur wird unterschiedlich bewertet: Einige Tester loben den Fokus gegenüber riesigen Open Worlds, andere empfinden Teile der Nebeninhalte als repetitiv.
Kritik an Wiederholungen und dem Pacing
Trotz der insgesamt hohen Wertungen tauchen einige Kritikpunkte wiederholt auf.
Dazu gehören:
- wiederverwendete Minibosse
- repetitive Nebenaktivitäten
- ein teilweise langsamer Einstieg
- spätere Abschnitte mit zu vielen Kampfarealen
- gelegentliche Kamera-Probleme
- stellenweise ungleichmäßiges Pacing
Game Informer kritisiert beispielsweise die häufig wiederkehrenden sogenannten Rifts, in denen Musashi Gegnerwellen bekämpfen muss. Diese Abschnitte würden später zunehmend ermüdend wirken.
PC Gamer sieht ebenfalls das Pacing als größten Gegner eines ansonsten hervorragenden Actionspiels.
Ein starkes Comeback nach 20 Jahren
Unterm Strich scheint Capcom die lange Pause der Serie gut überstanden zu haben.
Mit einem Metascore im mittleren 80er-Bereich und einem ähnlich starken Ergebnis auf OpenCritic startet Onimusha: Way of the Sword deutlich besser, als es bei einem Comeback nach zwei Jahrzehnten selbstverständlich gewesen wäre.
Besonders das Kampfsystem und die Bosskämpfe werden fast durchgehend gelobt. Die größten Meinungsverschiedenheiten entstehen dagegen bei der Frage, wie gut die längere Kampagne, Nebenaktivitäten und wiederholten Kampfbegegnungen zum klassischen Onimusha-Konzept passen.
Onimusha: Way of the Sword erscheint am 4. September 2026 für PlayStation 5, Xbox Series X|S, Nintendo Switch 2 und PC.

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