PLAYCENTRAL TESTS Metro Exodus

Metro Exodus Enhanced Edition im Test: Mit Raytracing durch die Endzeit

Von Andreas Bertits - Test vom 11.05.2021 12:15 Uhr
Metro Exodus
© Koch Media

Schon zum Release im Februar 2019 konnte 4A Games’ Shooter Metro Exodus mit einer fantastischen Grafik überzeugen. Nun erschien am 6. Mai 2021 die „Metro Exodus Enhanced Edition“, welche optisch noch eine Schippe draufsetzen will. Wir haben uns die neue Version auf dem PC angeschaut und verraten euch, wie gut sie geworden ist. Machen Raytracing und DLSS wirklich einen Unterschied und profitiert die Atmosphäre davon? Wir verraten es euch.

Metro bleibt Metro

Woran erkennt ein Spiele-Redakteur, dass ein neuer Titel vermutlich richtig gut ist? Er kommt ins Schwitzen, weil ihm vor lauter Spielen beinahe entgangen wäre, den Test zu schreiben. So geschehen bei der „Metro Exodus Enhanced Edition“. Zunächst mal vorab: „Metro Exodus“ ist auch mit der Enhanced Edition noch das Spiel, das ihr schon seit zwei Jahren kennt. Für alle, die bisher mit dem Kauf gewartet haben, hier eine Zusammenfassung des Spiels:

Ihr übernehmt wie in den beiden Vorgängern „Metro 2033“ und „Metro Last Light“ wieder die Rolle von Artjom, der nach einem Atomkrieg in der Moskauer Metro lebt, der anscheinend letzten Bastion der Menschheit – zumindest in Russland. Das Land ist verwüstet, in Moskau herrscht ein ewiger Winter. Es ist nicht möglich, lange an der Oberfläche zu überleben. Doch auch im Untergrund lauern zahlreiche Gefahren auf Artjom und seine Freunde. Darunter blutrünstige Mutanten.

Metro Exodus EE Monster
Die Monster in Metro Exodus © Koch Media/Deep Silver

Artjom hat jedoch ein Signal empfangen und will diesem nachgehen. Gibt es außerhalb von Moskau noch mehr Überlebende? Mit seiner Ehefrau und Freunden wagt er es. Er kapert einen Zug und macht sich mit diesem auf die Reise quer durchs Land hin zu einem sagenumwobenen, sicheren Ort. Unterwegs warten allerdings zahlreiche Gefahren auf die Gruppe. Neben Mutanten sind es unter anderem auch religiöse Fanatiker und Kannibalen, die Artjom ans Leder wollen.

„Metro Exodus“ spielt im Gegensatz zu den Vorgängern größtenteils an der mehr oder weniger frischen Luft. Ihr erkundet große, weitläufige Gebiete, in denen ihr euch in schnellen und actionreichen Shooter-Gefechten gegen Monster und feindliche Menschen wehrt. Dabei sammelt ihr bessere Waffen und Munition auf und müsst darauf achten, an verseuchten Orten eure Maske aufzusetzen, deren Filter ihr hin und wieder wechseln müsst.

„Metro Exodus“ überzeugt nicht nur mit der Action, sondern vor allem durch seine Inszenierung. Der Shooter spielt sich wie ein Kinofilm. Ständig passiert Neues, was euch vor den Monitor fesselt. Darunter der Kampf gegen den monströsen Zarenfisch, eine der coolsten Begegnungen im Spiel.

Ein umwerfend hübsches Spiel sieht nun noch besser aus

Die „Metro Exodus Enhanced Edition“ lässt euch im Grunde dasselbe Spiel noch einmal erleben. Inklusive aller DLCs, welche euch einige Zusatzabenteuer bieten. Vom Gameplay und der Story her hat sich nichts verändert. Die Enhanced Edition ist allerdings ein eigenständiges Produkt, das allen kostenlos zur Verfügung gestellt wird, die das Original schon besitzen. Ihr müsst euch die EE allerdings neu herunterladen, ein Update gibt es nicht.

Es ist zwingend darauf zu achten, dass die „Metro Exodus Enhanced Edition“ nur mit Grafikkarten läuft, die Raytracing unterstützen. Wer solche eine Karte nicht besitzt, der muss weiter die reguläre Fassung spielen. Möchtet ihr eure Savegames aus der „alten“ Version übernehmen, so ist das zwar möglich, ihr müsst aber jedes freigeschaltete Kapitel von vorne beginnen. Ihr könnt also keinen Spielstand laden, den ihr mitten im Kapitel angefertigt habt.

Metro Exodus Beleuchtung 2
Die Beleuchtung in Metro Exodus © Koch Media/Deep Silver

Optisch kann „Metro Exodus“ in der Enhanced Edition voll überzeugen. Die Reflexionen auf spiegelnden oder nassen Oberflächen wirken absolut realitätsnah, die Schatten und die Beleuchtung kommen der Realität ebenfalls sehr nahe. Bei einige Szenen der Landschaft könnte man auf den ersten Blick meinen, es handle sich um eine Fotografie eines echten Orts.

Besonders an dunklen Orten wie Lagerhäusern oder Untergrundanlagen kommt die Raytracing-Beleuchtung besonders gut zur Geltung. Wenn hier und da durch Löcher in Wänden oder Decken Lichtstrahlen in den Raum fallen, könnte man sich von diesem Anblick durchaus ablenken lassen – was man aufgrund der drohenden Gefahren besser nicht tun sollte. Auch Sonnenstrahlen oder die Taschenlampe erzeugen eine beeindruckende Atmosphäre. So gut müssen Spiele im Jahr 2021 aussehen. Spielerische Auswirkungen hat Raytracing zwar keine, die Atmosphäre von „Metro Exodus“ wertet die Technologie aber deutlich auf.

Metro Exodus EE Beleuchtung
Die Landschaften können fotorealistisch wirken © Koch Media/Deep Silver

DLSS 2.0 sorgt für flüssiges Gameplay

Hinzu kommt die Unterstützung von Nvidias DLSS 2.0. Da Raytracing recht leistungsintensiv ist, sorgt DLSS 2.0 durch KI-Upscaling der Auflösung dafür, dass ihr trotz der neuen, realitätsnahen Beleuchtung und Reflexionen flüssig spielen könnt. Ohne DLSS 2.0 sinken die fps des Shooters spürbar ab und er spielt sich nicht mehr so flüssig. Einen optischen Unterschied in den Details seht ihr nur dann, wenn ihr ganz genau hinschaut und den direkten Vergleich der Szene ohne DLSS habt. Es handelt sich aber nur um minimale Unterschiede.

Was nun aufgrund der realitätsnahen Raytracing-Beleuchtung aber auffällt, sind die teilweise nicht so detailreichen Texturen oder kantigen Modelle beispielsweise bei Felsen. Je realistischer manche Aspekte der Grafik eines Spiels werden, desto mehr fallen die Dinge auf, die nicht ganz so gut aussehen. Das tut dem Spielspaß aber keinen Abbruch.

Fazit

„Metro Exodus“ macht auf dem PC auch in der Enhanced Edition richtig viel Spaß, erzählt dieselbe spannende Story wie das Original und sieht nun auch noch etwas besser aus. Wer jetzt einstigen will und eine Raytracing-fähige Grafikkarte mit DLSS 2.0-Support hat, der sollte unbedingt zur EE greifen.

Allerdings ist schon eine starke Grafikkarte nötig, um mit den neuen Effekten flüssig spielen zu können. Wer das kann, der erlebt einen Shooter, der zeigt, wie viel Raytracing bringen kann und wie sehr es die Atmosphäre von Spielen aufwertet.

Das Spiel selbst überzeugt auch heute, zwei Jahre nach Release noch dank der kinoreifen Inszenierung und der spannenden Story. Da setzt die „Metro Exodus Enhanced Edition“ mit der besseren Grafik im Grunde noch die Kirsche auf das Sahnehäubchen.

ProContra
+ Fantastische Beleuchtung mit realitätsnahen Reflexionen– Raytracing braucht sehr viel Leistung
+ DLSS 2.0 bringt sehr viel– Schwache Texturen fallen mehr auf
+ Noch immer derselbe, gute Shooter– Spiel muss komplett neu heruntergeladen werden

Rollenspieler durch und durch, egal ob online oder offline. Familienmensch und Fantasy-Fan, der auch gerne mal den Kochlöffel schwingt und nach ausgiebigen Spiele-Sessions gerne lange Spaziergänge mit Frau, Kindern und Hund unternimmt.
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