Die erste PlayStation gehört für viele Spieler zu den prägendsten Konsolen überhaupt. Mehr als 30 Jahre nach ihrem ursprünglichen Erscheinen gibt es den grauen Klassiker nun auch als LEGO-Modell. Ich habe die 1.911 Teile zusammengesetzt und mir angeschaut, wie gut die Nachbildung gelungen ist und welche Überraschungen sich im Inneren verstecken.
Mit der ersten PlayStation hat Sony 1994 den Grundstein für eine der erfolgreichsten Konsolenmarken gelegt. Wer damals mit Spielen wie Gran Turismo, Tekken, Tomb Raider oder Ape Escape aufgewachsen ist, dürfte sich noch gut an das graue Gehäuse, den runden CD-Deckel und den unverwechselbaren Startbildschirm erinnern.
Genau dieses Gefühl möchte LEGO mit seinem PlayStation-Set zurückbringen. Für 159,99 Euro bekommt ihr einen Bausatz mit 1.911 Teilen, aus denen die ursprüngliche Konsole samt Controller entsteht. Dabei geht es nicht nur darum, das Gehäuse möglichst originalgetreu nachzubauen. Im Inneren warten auch zwei kleine Dioramen, die an bekannte PlayStation-Spiele erinnern.
Ich habe das Set mittlerweile vollständig aufgebaut. Und gerade die versteckten Details machen die LEGO-PlayStation für mich deutlich interessanter, als ich zunächst erwartet hätte.

Fast so groß wie die echte PlayStation
Besonders gut gefällt mir, wie nah das fertige Modell optisch an der ursprünglichen PlayStation ist. Die graue Farbgebung passt, die Proportionen wirken stimmig und viele Details der echten Konsole wurden mit LEGO-Steinen nachgebildet.
Interessant ist dabei der Größenvergleich. Denn die LEGO-Version ist keineswegs eine stark verkleinerte Miniatur, sondern kommt den Abmessungen des Originals erstaunlich nahe.
| Abmessungen | Originale PS1 | LEGO-PlayStation |
|---|---|---|
| Breite | 27 cm | 26 cm |
| Tiefe | 18,8 cm | 19 cm |
| Höhe | 6 cm | ca. 6 cm |
| Gewicht | ca. 1,5 kg | ca. 2,3 kg |
Die LEGO-Konsole ist somit nur einen Zentimeter schmaler und sogar zwei Millimeter tiefer als das Original. Bei der Höhe gibt es praktisch keinen Unterschied. Besonders überraschend ist das Gewicht: Mit rund 2,3 Kilogramm bringt das fertige Modell mehr auf die Waage als die echte PlayStation.

Auf dem Schreibtisch oder im Regal nimmt die LEGO-Version deshalb nahezu denselben Platz ein wie die damalige Konsole. Wer noch eine originale PS1 besitzt, könnte beide problemlos nebeneinanderstellen.

Ein Controller und jede Menge bekannte Details
Natürlich darf auch der klassische PlayStation-Controller nicht fehlen. LEGO hat sich dabei für das ursprüngliche Modell ohne Analogsticks entschieden, das bereits zum Start der Konsole erhältlich war.
Neben dem Steuerkreuz und den vier bekannten Symboltasten wurden auch die Schultertasten nachgebildet. Der Controller lässt sich über ein Kabel mit der LEGO-Konsole verbinden. Spielen kann man damit selbstverständlich nicht, aber als Teil der Nachbildung gehört er einfach dazu.
Auch die Konsole selbst bietet einige bewegliche Elemente. Die Power- und Open-Tasten besitzen mechanische Funktionen. Besonders schön ist der CD-Deckel, der sich wie beim Original öffnen lässt.

Solche Kleinigkeiten sind für mich wichtig, weil sie aus einer reinen Nachbildung ein Modell machen, das man sich auch nach dem Aufbau gerne noch einmal genauer anschaut.
Die LEGO-PlayStation ist schließlich kein funktionsfähiger Emulator und auch keine Konsole mit eingebauter Elektronik. Ihr bekommt ein Ausstellungsstück, das möglichst viele Erinnerungen an die ursprüngliche Hardware wecken soll.

Zwei versteckte Dioramen zu Gran Turismo und Ape Escape
Mein persönliches Highlight sind allerdings die beiden kleinen Dioramen, die sich im Inneren der Konsole verstecken. Sie lassen sich herausziehen und bei Bedarf sogar vollständig entnehmen, um sie separat auszustellen.

Das erste Diorama ist eine Hommage an Gran Turismo, das 1997 für die ursprüngliche PlayStation erschien. Statt einfach nur ein Bild oder Logo des Rennspiels zu verwenden, hat LEGO eine kleine Rennstrecke gebaut. Darauf befinden sich winzige Autos, die an die frühen Tage der Rennspielreihe erinnern.
Gerade die Miniaturfahrzeuge und die kleine Strecke gefallen mir gut. Sie sind ein schöner Kontrast zum ansonsten recht schlichten grauen Gehäuse.

Das zweite Diorama widmet sich Ape Escape aus dem Jahr 1999. Hier erwartet euch eine kleine Insellandschaft mit einem der bekannten Affen. Besonders nett ist die Möglichkeit, die Leuchte am Helm des Affen zwischen Rot und Blau auszutauschen.
Beide Dioramen lassen sich mit verschiedenen Elementen anpassen. Sie sind nicht besonders groß, aber genau das macht ihren Reiz aus. Im geschlossenen Zustand würde man überhaupt nicht vermuten, dass sich solche kleinen Spielszenen im Inneren der Konsole befinden.
Für mich sind das die schönsten Überraschungen des gesamten Sets. Sie lockern den Aufbau auf und erinnern daran, dass die PlayStation vor allem durch ihre Spiele zu einer so beliebten Konsole wurde.

Ohne diese beiden Dioramen wäre das fertige Modell vor allem eine hübsche Nachbildung des grauen Originals. Mit ihnen bekommt es eine zusätzliche spielerische Komponente.
1.911 Teile: Für wen lohnt sich der Aufbau?
Mit insgesamt 1.911 Teilen richtet sich die LEGO-PlayStation vor allem an erwachsene Fans und Sammler. LEGO empfiehlt das Set ab 18 Jahren.
Der Reiz liegt für mich weniger darin, möglichst schnell ein fertiges Modell vor mir stehen zu haben. Vielmehr entsteht Stück für Stück eine Konsole, die man aus der eigenen Gaming-Vergangenheit kennt.
Besonders interessant ist dabei, wie LEGO die verschiedenen Formen der PlayStation mit vergleichsweise einfachen Bausteinen nachbildet. Das Original besitzt schließlich einige Rundungen und charakteristische Übergänge, die sich nicht ohne Weiteres mit rechteckigen Steinen umsetzen lassen.

Die Mischung aus äußerem Gehäuse, mechanischen Funktionen und den beiden Dioramen sorgt dafür, dass der Bausatz mehr bietet als nur das Zusammensetzen einer grauen Hülle.
Nach dem Aufbau steht jedenfalls ein Modell vor euch, das auch ohne Verpackung sofort als erste PlayStation zu erkennen ist.
Was kostet die LEGO-PlayStation?
Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 159,99 Euro. Dafür bekommt ihr das vollständige Modell der Konsole, den passenden Controller und die beiden versteckten Spieldioramen.
Das ist natürlich kein kleiner Betrag für ein LEGO-Set, das nach dem Aufbau hauptsächlich als Dekoration dient.
Auf der anderen Seite richtet sich das Modell an eine ziemlich klare Zielgruppe: Menschen, die mit der ersten PlayStation aufgewachsen sind und sich ein Stück dieser Gaming-Geschichte ins Regal stellen möchten.

Wer vor allem möglichst viele Funktionen für sein Geld erwartet, dürfte mit der LEGO-PlayStation weniger anfangen können. Wer dagegen Freude an detaillierten Nachbildungen bekannter Gaming-Hardware hat, bekommt hier ein ungewöhnliches Sammlerstück.
Mein Fazit: Mehr als nur eine graue LEGO-Konsole
Die LEGO-PlayStation gefällt mir vor allem deshalb, weil sie sich nicht ausschließlich auf das bekannte Äußere der Konsole verlässt.
Natürlich ist die Nachbildung des Originals der wichtigste Bestandteil. Das graue Gehäuse, der klassische Controller und die beweglichen Tasten sorgen dafür, dass man die Konsole sofort wiedererkennt.
Die eigentlichen Highlights sind für mich aber die beiden Dioramen zu Gran Turismo und Ape Escape. Gerade diese versteckten Spielszenen verleihen dem Modell einen eigenen Charakter und machen es interessanter als eine reine LEGO-Kopie der Hardware.
Mit 159,99 Euro ist das Set nicht günstig. Wer allerdings eine besondere Verbindung zur ersten PlayStation hat und gerne LEGO-Modelle baut, dürfte daran viel Freude haben.
Bei mir hat die LEGO-PlayStation jedenfalls genau das geschafft, was ich mir von einem solchen Set erhoffe: Sie erinnert an die Anfangszeit von Sony im Konsolengeschäft und sieht gleichzeitig einfach ziemlich schick aus.
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