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GTA 6 ersetzt das Ehrensystem durch ein ungewöhnliches Verbrecherprofil

In Red Dead Redemption 2 entscheiden gute und schlechte Taten darüber, wie ehrenhaft Arthur Morgan von seiner Umwelt wahrgenommen wird. GTA 6 soll ebenfalls auf ein System reagieren, das euren Spielstil bewertet – allerdings mit einem entscheidenden Unterschied: In Leonida müsst ihr kein guter Mensch, sondern ein möglichst guter Verbrecher sein.

Die neue Mechanik trägt offenbar die Bezeichnung „Criminal Profile“, zu Deutsch etwa „Verbrecherprofil“. Sie bewertet, wie professionell Jason und Lucia bei ihren kriminellen Aktivitäten vorgehen.

Die Informationen stammen vom YouTuber TGG, der Rockstar North besuchen und dort fast drei Stunden ungeschnittenes Gameplay verfolgen durfte. Selbst spielen konnte er GTA 6 dabei nicht. Vorgeführt wurde das Spiel unter anderem von Rob Nelson, Co-Studioleiter und Entwicklungschef bei Rockstar Games.

Saubere Verbrechen verbessern das Profil

Wie funktioniert das Verbrecherprofil in GTA 6? Anders als das Ehrensystem aus Red Dead Redemption 2 bewertet die Mechanik offenbar nicht, ob ihr grundsätzlich Gutes oder Böses tut. Stattdessen soll entscheidend sein, wie kontrolliert und effizient ihr Verbrechen begeht.

Als Beispiel nennt TGG einen Überfall auf ein Geschäft. Wer schnell wieder verschwindet und dabei niemanden tötet, verbessert demnach sein Verbrecherprofil. Unnötige Gewalt, wahllose Morde oder besonders grausame Handlungen sollen den Wert dagegen verschlechtern.

Rockstar scheint damit unterschiedliche Spielweisen nicht einfach in „gut“ und „böse“ einzuteilen. Ein hohes Profil steht vielmehr für einen überlegten und professionellen Kriminellen, während ein niedriger Wert einen zunehmend rücksichtslosen Spielstil widerspiegelt.

Eine klassische Anzeige, die sich nach jeder Handlung sichtbar nach oben oder unten bewegt, soll es nicht geben. Stattdessen besitzen Jason und Lucia laut TGG jeweils einen eigenen Bereich im Spielmenü, in dem ihr Verbrecherprofil angezeigt wird. Dort soll sich außerdem der aktuelle Stand ihrer Beziehung nachvollziehen lassen.

Extrem brutales Verhalten hat dauerhafte Folgen

Besonders ungewöhnlich ist ein möglicher Punkt ohne Wiederkehr. Sinkt das Verbrecherprofil weit genug ab, soll das zugehörige Symbol zerbrechen. Danach lässt sich der Wert innerhalb dieses Spieldurchlaufs angeblich nicht mehr verbessern.

Das bedeutet allerdings nicht zwangsläufig, dass ein solcher Spielstand gescheitert ist. Vielmehr könnte GTA 6 dauerhaft berücksichtigen, dass sich Jason oder Lucia zu einem besonders skrupellosen Kriminellen entwickelt haben. Welche konkreten Auswirkungen das Profil auf Missionen, Dialoge, Figuren oder die Handlung besitzt, ist bislang nicht vollständig bekannt.

Wichtig ist außerdem die Herkunft der Angaben: TGG nahm zwar an einer von Rockstar organisierten Präsentation teil und beruft sich teilweise direkt auf Rob Nelson. Rockstar selbst hat die Bezeichnung „Criminal Profile“ und sämtliche Einzelheiten des Systems bislang jedoch nicht in einer eigenen Ankündigung ausführlich erklärt. Änderungen bis zur Veröffentlichung bleiben daher möglich.

GTA 6 erscheint am 19. November 2026 für PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Eine PC-Version wurde bislang nicht angekündigt.

Schreiberling, Spieleentdecker, praktizierender Perfektionist und Mann fürs Grobe. Außerdem laufender Freizeit-Hobbit, der Katzen liebt. – Hunde gehen auch. „Auch sonst eigentlich ganz ok“.

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