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Elon Musk kauft Twitter für 44 Milliarden US-Dollar – Für mehr Meinungsfreiheit?

Von Janine Eddiks - News vom 26.04.2022 16:25 Uhr
Elon Musk kauft Twitter
© Twitter/ PlayCentral Montage

Es ist noch gar nicht lang her, dass Elon Musk sich mit dem Kauf von 9,2 Prozent zum größten Aktionär der Plattform Twitter gemacht hat. Entgegen der Erwartungen hat es der Milliardär und Gründer von Tesla nicht dabei belassen – jetzt gehört ihm bald Twitter Inc. für satte 44 Milliarden US-Dollar. Was hat er mit der Plattform vor und was sagt er selbst dazu?

Kauf ermöglicht durch belastbare Finanzierungszusage

Es ist tatsächlich passiert: Elon Musk konnte einen Deal mit Twitter Inc. vereinbaren, bei dem er das Unternehmen für 54,20 US-Dollar pro Aktie aufkauft. Danach soll die Aktie von der Börse genommen werden.

Insgesamt kommt er damit auf ungefähr 44 Milliarden Dollar, welche Musk zur Hälfte aus seinem eigenen Vermögen und zur anderen Hälfte aus Krediten und der Beleihung seiner Tesla-Aktien aufbringen möchte, wie zum Beispiel die Tagesschau berichtet.

Für die Führung des Unternehmens mag dies ein schlechtes Zeichen sein. Elon Musk soll mehrfach öffentlich erklärt haben, dass er den Führungskräften nicht vertraue, was schon fast dafür spreche, dass der Vorstandschef Parag Agrawal nicht länger in seiner Stellung bleiben werde.

Grundsätzlich bestehe unter den Mitarbeitern die Sorge, dass das Unternehmen den Firmensitz nach Texas in die Nähe von Tesla verlagern könnte und dadurch viele Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren.

Selbst der Vorstandsvorsitzende könne nicht sagen, wie es mit Twitter weitergehen werde, nachdem Musk die Führung übernommen hat.

Was hat Elon Musk mit Twitter vor?

Elon Musk kauft Twitter und die große Frage ist nun: Warum eigentlich? In dem Ausschnitt eines Interviews, den Musk auf Twitter postete, gibt er selbst die Antwort.

Er wolle Twitter besser machen als jemals zuvor. Das soziale Netzwerk habe ein enormes Potenzial, welches er in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen und der Community erschließen wolle.

Ein großer Punkt auf seiner Agenda an Änderungen ist die Meinungsfreiheit. Dazu sagt Musk:

„Die freie Meinungsäußerung ist die Grundlage einer funktionierenden Demokratie und Twitter ist der digitale Marktplatz, auf dem über wichtige Themen für die Zukunft der Menschheit diskutiert wird.“

Zusätzlich habe Elon Musk vor, die Quellcodes der Twitter-Algorithmen öffentlich zu machen, „um das Vertrauen zu fördern“ und Spam-Bots zu bekämpfen, sowie alle Menschen zu authentifizieren.

TwitterElon Musk kauft Twitter-Anteil und macht sich zum größten Aktionär der Plattform

Besonders der Part, in dem es um die Authentifizierung aller Menschen geht, sorgt für Unbehagen in der Twitter-Community. In vielen Kommentaren drückt sich die Unsicherheit darüber aus, ob man dies nun eher beängstigend oder gut finden soll und wie Elon Musk so etwas moralisch, sowie technisch durchsetzen möchte.

Dass gerade die Antworten auf einen Kommentar gelöscht wurden, welcher genau diese Frage stellt, ist nicht nur auffällig, sondern steht auch im Gegensatz zu Musks eigener Aussage zur Meinungsfreiheit. Besonders da er selbst zuvor twitterte:

Hier klicken, um den Inhalt von Twitter anzuzeigen.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von Twitter.

„Ich hoffe, dass sogar meine schlimmste Kritik auf Twitter bleibt, denn das ist es, was Meinungsfreiheit bedeutet.“

Aber was genau heißt Meinungsfreiheit für Elon Musk? Schließlich ist er selbst nicht gerade dafür bekannt sich auf diesem sozialen Netzwerk Freunde zu machen und hatte schon oft Probleme wegen seiner offensichtlich beleidigenden Tweets.

Und was passiert mit Nutzern, die wegen ihrer extremen Meinung gesperrt wurden? Ein Beispiel dafür wäre der ehemalige US-Präsident Donald Trump, dessen Accounts Anfang letzten Jahres sowohl von Twitter, als auch von Facebook gesperrt wurden.

Auf all diese Fragen werden wir vermutlich noch früh genug eine Antwort bekommen und es ist nicht unwahrscheinlich, dass wir sie von Elon Musk persönlich bekommen. Über Twitter.

Entdeckt gern dunkle Unterwasserwelten, kämpft gegen viel zu große Monster oder taucht in verstörenden Indie-Horror ab. Für alles zu haben, was Gänsehaut-Atmosphäre schafft. Schmust und spielt ansonsten neben Tastatur und Kaffee auch gern mit den Katzen.
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