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PS5-Exploit im Hypervisor – Sony zahlt 50.000 Dollar für KI-Fund

Sony hat einem PS5-Modder eine Prämie von 50.000 Dollar für das private Melden einer schwerwiegenden Sicherheitslücke gezahlt. Das öffentliche HackerOne-Profil des unter Jordy beziehungsweise 2tonejordy auftretenden Sicherheitsforschers führt einen gelösten PlayStation-Bericht samt Belohnung auf. Die Umrechnung basiert auf dem EZB-Referenzkurs vom 26. Oktober 2026.

Besonders brisant ist die Methode hinter dem Fund. Jordy erklärte in einem Originalinterview, generative KI bei der Suche nach der Schwachstelle eingesetzt zu haben. Die Lücke befand sich im Hypervisor der PS5, also in einer besonders geschützten Systemebene, die den Zugriff auf Hardware und Speicher kontrolliert.

LLM hilft bei der Suche nach dem PS5-Exploit

Nach den vorliegenden Angaben betraf der gemeldete Fehler die PS5-Firmware-Versionen 13.60 bis 14.00. Über eine passende Exploit-Kette ließ sich tiefgreifender Zugriff auf die Konsole erlangen, wodurch unter anderem Linux auf kompatiblen Systemen gestartet werden kann.

Jordy war allerdings nicht der Erste, der auf den Fehler stieß. Der Google-Sicherheitsforscher Andy Nguyen, in der Homebrew-Szene als theflow0 bekannt, soll die Schwachstelle bereits 2025 entdeckt und zunächst geheim gehalten haben. Auch das öffentliche Projekt Byepervisor Reborn nennt theflow0 als ursprünglichen Entdecker und hält fest, dass später weitere Personen mithilfe großer Sprachmodelle auf denselben Fehler kamen.

Genau diese Entwicklung beeinflusste laut Jordy seine Entscheidung. Nachdem ein weiterer Forscher die Lücke ebenfalls mit KI-Unterstützung gefunden hatte, ging er davon aus, dass eine längere Geheimhaltung kaum möglich sein würde. Hinzu kam seine persönliche Situation, da seine Mutter nach eigenen Angaben unheilbar erkrankt ist und ihm die Prämie mehr Zeit mit seiner Familie ermöglicht.

GTA 6 verschärft den Konflikt in der Homebrew-Szene

In Teilen der PS5-Modding-Community sorgte die Meldung an Sony dennoch für heftige Kritik. Nguyen wollte die Schwachstelle dem Bericht zufolge mindestens bis zur Veröffentlichung von GTA 6 zurückhalten. Das Rockstar-Spiel erscheint offiziell am 19. November 2026 für PS5 und Xbox Series X/S.

Das Kalkül dahinter war, eine PS5 am Veröffentlichungstag auf die benötigte aktuelle Firmware bringen zu können, ohne dabei den Zugang zu Linux zu verlieren. Nutzer hätten dann zwischen dem regulären PlayStation-System für GTA 6 und einer Linux-Installation wechseln können. Durch die private Offenlegung erhielt Sony jedoch die Gelegenheit, die Schwachstelle mit einem Systemupdate zu schließen.

Linux auf der PS5 ist damit nicht grundsätzlich vom Tisch. Ein aktueller PS5-Linux-Loader unterstützt bereits mehrere ältere Firmware-Versionen aus den Reihen 11.xx und 13.xx. Auf einer PS5 Pro mit Firmware 13.60 wurde damit ebenfalls ein Ubuntu-Desktop gestartet.

KI verändert die Konsolen-Sicherheitsforschung

Der Fall zeigt, wie stark generative KI die Suche nach Sicherheitslücken beschleunigen kann. Ein Sprachmodell ersetzt zwar weder technisches Verständnis noch die Entwicklung einer vollständigen Exploit-Kette, kann aber beim Analysieren großer Code-Mengen und beim Erkennen verdächtiger Strukturen helfen.

Damit wird es schwieriger, wertvolle Schwachstellen über Monate geheim zu halten. Sobald mehrere Forscher mit ähnlichen KI-Werkzeugen dieselben Angriffspunkte entdecken, wächst der Druck, einen Fund entweder öffentlich zu machen oder über ein Bug-Bounty-Programm zu melden. Für Sony bedeutet das einen schnelleren Wettlauf zwischen Homebrew-Entwicklern, Sicherheitsforschern und neuen PS5-Systemupdates.

Öffnet in einem neuen Tab

Miriam schreibt bei PlayCentral über alles, was blinkt, lootet oder EXP gibt. Wenn sie nicht gerade über neue Releases berichtet, verliert sie sich wahrscheinlich in einem Open-World-RPG – auf der ewigen Suche nach dem einen Sidequest, den sie noch nicht abgeschlossen hat. Kaffee ist ihr Buff, Gaming ihr Endgame.

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