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Razer Kaira X für PlayStation 5 im Test – Klangstarkes Einsteigermodell für Konsolen-Gamer

Von Ulrich Wimmeroth - Special vom 29.11.2021 16:00 Uhr
Razer Kaira X for PlayStation
© Razer

Hardware-Gigant Razer erweitert seine Kaira Gaming-Headset-Reihe mit preisgünstigen X-Modellen für PlayStation und Xbox. Wir haben uns das kabelgebundene Kaira X für PlayStation im schmucken PS5-Design aufgesetzt und die verbauten 50 mm TriForce-Treiber einem ausführlichen Hörtest unterzogen. Können Klang, Komfort, Verarbeitung und Ausstattung überzeugen?

Technische Daten Razer Kaira X für PlayStation:

  • Frequenzgang: 20 Hz – 20 kHz
  • Impedanz: 32 Ω
  • Empfindlichkeit: 96 dBSPL / mW
  • Treibergröße: 50 mm
  • Treibertyp: Razer TriForce 
  • Ohrmuscheln: Ovale Ohrpolster
  • Durchmesser innere Ohrmuschel: Breite: 45 mm / Länge: 65 mm
  • Ohrmuschel-Material: Ultraweiche FlowKnit-Ohrpolster aus Memory-Schaumstoff
  • Verbindungstyp: Direkte Verbindung mit PlayStation / PC per 3,5-mm-Kabel
  • Kabellänge: 1,3 m 
  • Gewicht: 283 g
  • Mikrofon-Frequenzgang: 100 Hz – 10 kHz
  • Mikrofon Empfindlichkeit bei 1 KHz: -42 ± 3 dB
  • Kompatibilität: PlayStation, PC, Mac, Nintendo Switch und mobile Geräte
Razer Kaira X for PlayStation
© Razer

Lieferumfang, Verarbeitung und Komfort: Schlichtes Schmuckstück

Allzu viel Inhalt könnt ihr nicht erwarten, denn das Kaira X für PlayStation ist ein rein kabelgebundenes Gaming-Headset, welches mit einem fest montierten, und mit 1,3 m Kabellänge ordentlich dimensionierten sowie hochwertig stoffummantelten, Anschlusskabel geliefert wird. Auch das flexible Kardioiden-Mikrofon ist direkt mit dem Gehäuse verbunden und lässt sich nicht zu Transportzwecken abnehmen. Im Karton findet sich dementsprechend nur das sicher verpackte Headset, eine knappe Anleitung in Papierform und die unvermeidlichen Razer-Aufkleber. 

Unsere erste haptische Begegnung fällt wie erwartet aus: Bedingt durch den geringen Verkaufspreis wurden keine teuren Metallteile verbaut. Der Kopfhörerbügel mit dem plakativ eingravierten Razer-Schriftzug sowie die Ohrmuscheln und deren Halterungen sind vollständig aus einem hochwertig anmutenden Plastikmaterial geformt.

Ein kurzer Verwindungstest fällt positiv aus, gegenläufige Drehbewegungen werden von dem flexiblen Material anstandslos geschluckt und es sind auf Dauer keine Verformungen zu befürchten. Auch die Gelenke, an denen die Ohrmuscheln um 90 Grad nach Außen gedreht werden können, machen einen extrem stabilen Eindruck und lassen sich leichtgängig nutzen.

© Razer

Optisch punktet das Kaira X im schwarz-weißen PS5-Design sowie PlayStation-blauen Treiber-Stoffbezügen über der Innenseite der Ohrmuscheln, die für einen schicken Farbakzent sorgen. Der gute Ersteindruck setzt sich auch beim Aufsetzen fort, die weichen Flowknit-Ohrpolster aus Memory-Schaumstoff sowie die Polsterung des Kopfbandes sind auf Anhieb erfreulich bequem. Zusätzlich sorgen das geringe Eigengewicht von gerade einmal 280 Gramm und die fein justierbare Kopfbandeinstellung für den notwendigen Komfort auch bei langen Gaming-Sessions .

Anschluss, Bedienelemente und Mikrofon

Prinzipiell ist das Kaira X ein Multiplattform-Headset, das ihr an jedem Gerät mit 3,5 mm Klinkenbuchse anschließen könnt. Das funktioniert nicht nur an dem entsprechenden Eingang des DualShock-, respektive DualSense-Controllers einwandfrei, sondern auch an PC, Nintendo Switch oder mobilen Geräten, insofern diese noch über eine Kopfhörerbuchse verfügen.

An einer PS5 werden Audioausgabe und Mikrofon gleich nach dem Einstecken als Controller-Headset erkannt und es lässt sich 3D-Audio für Kopfhörer in den Systemeinstellungen aktivieren. Das solltet ihr auch unbedingt machen, die klanglichen Verbesserungen sind je nach Quelle durchaus bemerkenswert.

© PlayCentral.de

Die Ausstattung mit Bedienelementen ist spartanisch ausgefallen: Lediglich ein Lautstärkeregler sowie ein Mute-Schalter zum Stummschalten des Mikrofons hat Razer dem Einsteigermodell spendiert. Die Empfindlichkeit des Mikros regelt ihr über die Systemeinstellungen der PS5, ansonsten bleibt die Bedienung nur rudimentär, aber ausreichend im Spielbetrieb.

Das flexible Razer Hyperclear Kardioiden-Mikrofon ist mit einem Boom-Schutz aus Schaumstoff ausgestattet und erweist sich als hochwertig – keine Selbstverständlichkeit in den unteren Preiskategorien. Eure Stimme wird weitgehend naturgetreu übertragen und kommt verzerrungsfrei bei Online-Teamkameraden an, störende Nebengeräusche von den Seiten und von hinten werden effektiv gefiltert. Auch das oftmals bei billigen Mikros auftretende Hallen, bei dem eure Stimme klingt, als ob sie aus einem leeren Kellerraum käme, konnten wir glücklicherweise nicht feststellen.

Klasse Klangbild

Lassen wir jetzt mal die Razer TriForce-Treiber, die bereits in weiteren Headset-Modellen des Herstellers Verwendung fanden, zu Gehör kommen. Ein paar Runden „Call of Duty: Warzone“ und die gruselige Soundkulisse von „Resident Evil: Village“ sollen beweisen, ob wir, wie in der Werbung vollmundig versprochen, einerseits eine immersive Räumlichkeit und andererseits ein massiven Klangbild aus satten Bässen, ausgewogenen Mitten und glasklaren Höhen geliefert bekommen. Machen wir es kurz: Der Klang kann auf der ganzen Linie überzeugen

© Razer

Während unsere Trommelfelle unter den Tieftonangriffen eines Bombenhagels vibrierten, waren das Zischen knapp an unserem Kopf vorbeifliegender Projektile genau so gut wahrzunehmen, wie Sprache und Schritte. Auch bei leiseren Tönen erweist sich das Headset als Glücksgriff und die atmosphärisch dichte Klangkulisse eines „Resident Evil Village“ unterstreicht beeindruckend die Schocker-Fähigkeiten der Survival-Horror-Perle.

Das rundum zufriedenstellende Klangerlebnis wird durch eine gelungene Abmischung möglich, mit der Razer von Haus aus Tief-, Mittel- und Hochton-Bereiche deutlich differenziert aufeinander abgestimmt hat. Das beweist das Kaira X nicht nur bei Soundeffekt-intensiven Spielen unterschiedlicher Genres, sondern auch beim entspannten Hören von Musik, die in durchaus audiophiler Qualität wiedergegeben wird.

Fazit von Ulrich Wimmeroth

Wenn ihr auf der Suche nach einem preisgünstigen Gaming-Headset für eure PS4 oder PS5 seid, aber klanglich keine großen Kompromisse eingehen möchtet, dann ist das Razer Kaira X für PlayStation eine gute Wahl. Optisch passen die schmucken Ohrhörer im weißen PS5-Outfit mit blauen Akzenten perfekt zu Sonys Flaggschiff-Konsole und Razers leistungsstarke 50 mm TriForce-Treiber sorgen für ein wohlausgewogenes Klangspektrum mit satten Bässen und verzerrungsfreien Höhen, auch bei ordentlich aufgedrehtem Lautstärkeregler.

Ebenso gefällt das unidirektionale Kardioiden-Mikrofon, das im Test mit effektiver Rauschunterdrückung und deutlicher Sprachwiedergabe überzeugt. In der Preisklasse um 70 Euro gehört das Kaira X klar auf einen der Spitzenplätze und kann klanglich problemlos mit deutlich teureren Konkurrenz-Modellen mithalten.

Headsets, Festplatten oder Soundbars: Wenn es einen Stecker hat, ist es genau sein Ding. Schreibt bei PlayCentral.de über Spiele, PC- und Konsolenhardware. Nebenberuflich treusorgender Familienvater, der sich immer häufiger seinem Sohn in FIFA geschlagen geben muss.
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