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Zentia: Zentia im Test: Mehr als ein Grinder?

Von Redaktion PlayCentral - News vom 09.01.2011 10:01 Uhr

Mit Zentia erscheint, nach so manchen Veröffentlichungen, ein weiteres Online-Rollenspiel aus dem Hause des chinesischen Entwicklers ChangYou. Genügend Erfahrung mit der Materie sollte aus diesem Grunde bei dem zuständigen Team mit Sicherheit vorhanden sein. Ob diese jedoch genügt, um ein tolles Spiel auf den Markt zu bringen und mit diesem auch die Massen in Europa zu verzaubern, gilt es zu klären. Eine Antwort bietet der Artikel unseres Redakteurs Lars Werner, der Zentia ausgiebig getestet hat.

Von den Lords zerrissen …

Als solide Grundlage besitzt Zentia natürlich eine ausgereifte Geschichte. Diese rückt beim Spielen allerdings eher in den Hintergrund. Der alten Legende zufolge beginnt Zentias Geschichte mit den drei Ur-Lords Demonor, Motralor und Supremor. Diese lebten Jahrtausende lang gemeinsam in  einer Zeit der Harmonie im Einklang. Eine solch lange Periode des puren Friedens hält aber bekanntlich meist nicht ewig – und schon gar nicht in einem MMORPG. So gerieten die drei Meister in einen Streit. Schließlich schaffte es Demonor, der Herr der Dämonen, die Macht an sich zu reißen und brach die 81 Siegel, welche es ihm erlaubten, seine dämonischen Helfer in die Welt der Sterblichen zu entsenden. Eine verheerende Schlacht entbrannte und, wie zu erwarten, gewann Demonor. Fortan galt er als Herrscher über Pflanzen, Menschen und Tiere. In einem Akt der Verzweiflung entsandte man zweiundzwanzig mutige Sterbliche, um gegen das Böse anzutreten. An dieser Stelle greift der Spieler endlich in das Geschehen ein und muss sich beweisen.
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Zentia: Viele Charaktere – dennoch wenig Individualität!

Nichts als Eintönigkeit

Die Charaktererstellung des MMORPGs der chinesischen Macher fällt leider ziemlich mager aus. Zu Anfang kann sich der Spieler zwischen der Feuer- und der Wasserfraktion entscheiden. Daraufhin erscheint eine Auswahl an 22 vorgefertigten Charakteren zwischen welchen der Spieler wählt. Dabei reicht der Umfang an unterschiedlichen Looks vom kauzigen alten Mann bis hin zum Jungspund, die sich jedoch fast alle ähnlich sehen.

Die schwierigste Entscheidung fällt aufgrund der mageren Menge an Möglichkeiten daher erst beim darauf folgenden Schritt. Die Wahl der Klasse steht an und hier stehen acht Optionen zur Verfügung. Ob einem ein Wächter, Wärter, Magier, Zauberer, Krieger, Beschwörer, Stormlord oder ein dunkler Wiedergänger am meisten zuspricht, muss wohl jeder für sich wissen. Neue  Charaktere finden sich auch gleich im Tutorial, welches sich als nur wenig hilfreich erweist, wieder.

Erste Schritte

Die Einführung hält sich, im Gegensatz zu vielen anderen Spielen, zeitlich sehr im Rahmen. Schon nach den ersten Klicks fällt auf, dass die Steuerung ziemlich gewöhnungsbedürftig ist. Dreht man die Kamera im Laufen, so bewegt sich die Figur nicht automatisch mit und es muss nachkorrigiert werden, was gerade zu Anfang die Nerven sehr strapaziert. Nach ein paar weiteren Klicks ist die Kampfsteuerung erklärt. Bei diesem Punkt fällt auf, dass es zwar eine Taste zum Blocken gibt, diese jedoch eigentlich überflüssig ist und schnell in Vergessenheit gerät. Zum Ende des Tutorials fliegt der Charakter auf einem Kranich empor. Das Abenteuer kann beginnen.

Quests: abwechslungsreich, aber mühsam

Auf den ersten Blick macht Zentia nicht viel her. Doch schon beim Erfüllen erster Quests fällt auf, dass sich die Entwickler so ihre Gedanken gemacht haben. Gelegenheitsspieler erhalten für erfüllte Aufgaben eine ordentliche EP- Spritze und hängen so nur wenig hinterher. Außerdem sind die Quests abwechslungsreich gestaltet und in die Welt eingebunden. Hier erlebt man nicht nur das bekannte Verprügeln von Monstern –  auch das Fangen von Kreaturen kann zum Abschluss einer Aufgabe führen. Des Weiteren wartet ab und an ein Quiz auf den Spieler. Dieses gibt nicht nur Erfahrungspunkte, sondern trägt auch dazu bei, das Spiel besser zu verstehen. Doch ums Kämpfen kommt auf Dauer kein Spieler herum. Questen bedeutet oft auch viel lesen. Wer das nicht machen möchte, kann sich das Ziel markieren um die Mission zum Erfolg zu führen. Im Zuge dessen bleibt man jedoch schnell auf der Strecke und versteht den Lauf der Geschichte nicht auf Anhieb oder muss sich umständlich bei anderen Spielern durchfragen.

Kostüme statt Rüstungen?

Um den vielen Monstern ordentlich eins auf die Mütze geben zu können, besitzt der Spielcharakter einen Talisman, der es ihm erlaubt, bestimmte Fähigkeiten und Angriffe zu wirken. Beim Thema Rüstung tritt, besser spät als nie, ein Stückchen Individualität auf. Die schützenden Gewänder können entweder bei einem dafür vorgesehenen NPC gekauft werden oder sind als Vergütung für Quests zu bekommen. Zu Beginn teilen sich noch alle Rüstteile ein ziemlich gleiches Aussehen. Sie können später aber mit Kostümen überdeckt werden und bieten augenblicklich einen komplett neuen Look.

Komm schnapp sie dir!
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Kreaturen machen das Spielerlebnis wirklich besonders!

Ein ganz besonderes Augenmerk gilt den Kreaturen, die in Zentia durch die Wälder streifen. Diese sind nämlich der Eckpfeiler des MMORPGs. Gleich von Beginn an steht dem Spieler ein Helferlein zur Seite, welches sich mit ihm in Kämpfe stürzt. Nur ein paar Level später erhält der Gamer ein eigenes Haustier. Es kann auf viele verschiedene Arten trainiert werden und unterstützt mit wählbaren Fertigkeiten den Gamer im Gefecht. Ein besonderes Feature steht ebenfalls in Verbindung mit dem Pet. Per Knopfdruck läuft es zu einem markierten Ort und der Charakter folgt dem kleinen Kameraden. So werden die, teilweise sehr langen, Wege überbrückt und auf dem Weg kann beispielsweise die Beute aussortiert werden.

Ein weiterer Leckerbissen stellt das Fangen von Kreaturen dar, denn so ziemlich jedes bekämpfbare Wesen lässt sich mit dem erforderlichen Skill- Level unter Kontrolle bringen und fortan als Begleiter nutzen. Wem diese Fülle an Verbündeten nicht genug ist, der kann mit vorangeschrittenem Level auf mächtige Reittiere zurückgreifen. Diese nehmen nicht nur aktiv am Kampf teil, sondern dienen dem Spieler und eventuellen Teammitgliedern als Reittier. Als Leckerbissen für Einzelgänger erscheint Hilfe in Form von NPCs, die von Zeit zu Zeit einschreiten, wenn das Gefecht außer Kontrolle zu geraten droht.

Der Kampf gegen die Komplexität und andere Gamer

All diese Möglichkeiten stehen dem Spieler schon früh zur Verfügung. So wirkt das Spiel allerdings schnell überladen und man muss seine grauen Zellen anstrengen, um alles auf Anhieb zu behalten. Alleine das Trainieren der eigenen Tierchen stellt von Anfang an ein Problem dar, denn manches Haustier kann nur von dem dazugehörigen NPC betreut werden. Andere müssen wiederum über ein eigenes Menü auf Reise geschickt werden um stärker zu werden. Dies wird zusätzlich durch die Sprache erschwert, da Zentia bislang nur in englischer Fassung zu spielen ist. Gerade bei der Bedienung der verschiedenen Kreaturen werden teils gute Sprachkenntnisse vorausgesetzt.

Spieler, die nicht nur gegen Monster, sondern auch gegen andere Gamer antreten wollen, können beim Start des Spiels einen entsprechenden Server auswählen. Hier ist darauf zu achten, dass der erstellte Charakter nicht auf den PvE- Server übertragbar ist und dort von vorne begonnen werden muss. Außerdem ist auf dem PvP-Server Vorsicht geboten, denn Spieler, die andere aus heiterem Himmel angreifen, erwartet ein Gefängnis um für Ordnung zu sorgen.

In alter Manier

Für die heutige Zeit ist Zentia natürlich nicht der Grafikhit. Leicht eckige Baumkronen und äußerst schlicht gehaltene Texturen der Charaktere und anderer Objekte dominieren die Landschaft. Doch haben die Entwickler offensichtlich mehr darauf geachtet, dem Spiel durch Musik und einer gewissen Liebe zum Detail Leben einzuhauchen. Die Spielfiguren und die Welt selbst treffen das Flair asiatischer Märchen faszinierend gut. Pandabären, Kirschblütenbäume und überall fernöstliche Architektur lassen den Spieler zusammen mit ruhiger Musik tief in ein eigenes Abenteuer eindringen. Leider hapert es nicht allzu selten bei der Steuerung. Der Charakter bewegt sich nur langsam und sehr abgehackt durch die Wälder. Außerdem kann die Figur per Klick einen Ausweichsprung vollziehen, der allerdings fast genau so selten benötigt wird wie das Blocken. Doch bleibt das MMO kostenlos und so lassen sich kleinere Fehler verkraften.

65
Zentia im Test

Fazit und Wertung von Redaktion PlayCentral

Fazit

Alles in allem hat ChangYou ein interessantes Konzept geschaffen. Es hat seine ganz eigene Art, den Spieler an sich zu fesseln. Besonderen Spaß macht es, sich mit den unzähligen Kreaturen zu beschäftigen oder gemeinsam mit Freunden ins Kampfgeschehen einzutauchen. Leider hat das Spiel auch seine Mängel. So ist die Steuerung des Charakters ein purer Graus und Leute, die sich ein Feuerwerk von Texturen wünschen, werden schwer enttäuscht sein. Auch die englische Sprachausgabe bringt zu Anfang Tücken mit sich. Wer dennoch Geduld aufbringen kann, wird Zentia gerne spielen.

PvP-Spieler:

Zusätzlicher Server extra für PvP-Fans.

PvE-Spieler:

Viele Quests, Items und Pets. Der Überblick ist leicht zu verlieren.

Solospieler:

Gut geeignet, NPCs erscheinen teilweise bei Gefahr um zu helfen.

Gelegenheitsspieler:

Sie bekommen ausreichend Erfahrungspunkte bei erfüllten Quests und hängen nicht viel hinterher.

Technik:

Grafik nicht zeitgemäß, dennoch ansprechende Atmosphäre. Schlechte Steuerung.

Besondere Features:

Massig Kreaturen können gefangen und kontrolliert werden. NPCs helfen bei gegebener Zeit.

Pro

+Atmosphäre fesselt ungemein
+hervorragend für Teamplay geeignet
+interessante Hintergrundgeschichte
+einfaches Level-System

Contra

-Grafik nicht auf aktuellem Stand
-Story kommt viel zu selten vor
-magere Charaktersteuerung
-kurzes, nicht aufschlussreiches Tutorial
-viel lesen um das Spiel und seine Möglichkeiten zu verstehen
-Training der vielen Kreaturen ist gerade zu Anfang verwirrend und schwer nachzuvollziehen

News & Videos zu Zentia

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