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Spielekultur - Bundesminister Dobrindt sieht Videospiele als Kulturgut

Von Dustin Martin - News vom 26.07.2014, 18:20 Uhr
Spielekultur Screenshot

Die Diskussion um die Kultur der Videospiele, ob man sie als Kunst bezeichnen darf oder nicht – sie ist noch nicht vorbei. In einem Interview mit Alexander Dobrindt (CSU), der als Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur in Deutschland auch für die Gaming-Branche verantwortlich ist, spricht er über das Computerspiel und dessen Rolle in der Politik.

Computerspiele sind nur Spielereien, etwas für Kinder und spätpubertäre Erwachsene – so sah man die Videospiel-Branche jahrelang. Dass sie jemals aus der Nische herauskommt und zu einem der größten digitalen Märkte der Welt aufsteigt, das dachte damals niemand. Heute sind Computerspiele alles andere als nur Spielereien, sie werden in der Gesellschaft akzeptiert und geliebt.

Die Politik schenkte den Spielen bis vor Kurzem keine große Aufmerksamkeit, neben Branchentreffs und einer jährlichen Lan-Party im Bundestag gab es nichts Nennenswertes aus den Reihen der Repräsentanten. Inzwischen verschwindet jedoch auch dieser Zustand und die wirtschaftliche und kulturelle Wichtigkeit der Computerspiele wurde erkannt.

„Die Potenziale werden zunehmend erkannt“

„Das Computerspiel ist ein Kulturgut und die Computerspielbranche spielt als Innovationstreiber eine wichtige Rolle“, sagt Alexander Dobrindt (CSU) im Interview mit dem „Kontakter“. Er ist als Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur für das Gaming in Deutschland verantwortlich. „Wir wollen die Chancen auf Innovation, Fortschritt und neue Beschäftigung nutzen, die in der Spielebranche stecken und Deutschland zum führenden digitalen Standort in Europa ausbauen.“

Auf die Frage, welche Pläne die Bundesregierung für die Förderung der Videospiele in Deutschland habe, antwortet Dobrindt mit dem Deutschen Computerspielpreis, den er mittlerweile mit dem Deutschen Filmpreis auf eine Ebene stellt: „Die Potenziale werden zunehmend erkannt und geschätzt. Ich werde auf jeden Fall weiterhin die Branche durch den Deutschen Computerspielpreis fördern.“

Deutscher Computerspielpreis als Förderung „guter Arbeit“

Die Preisverleihung sei ihm wichtig, da die „gute Arbeit der Branche einer größeren Öffentlichkeit“ bekannt werde, aber auch um die deutschen Entwickler zu unterstützen. In diesem Jahr wurden insgesamt 385.000 Euro Preisgelder zur Verfügung gestellt, der Deutsche Filmpreis als höchstdotierter deutscher Kulturpreis mit 2,955 Mio. Euro.

In seiner Eröffnungsrede sagte Dobrindt, in seiner Generation war Mario Kart beliebt gewesen, er selbst habe das gern gespielt. Da durfte diese abschließende Frage des Interviewers natürlich nicht fehlen: „Was war Ihr Favorit im Einsatz gegen die Konkurrenz: Schildkrötenpanzer oder Bananenschale?“ – „Ganz klar der Schildkrötenpanzer.“

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