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Red Dead Online - Ohne Passiv-Modus ist der Multiplayer sehr frustrierend

Von Patrik Hasberg - News vom 02.12.2018, 11:35 Uhr
Red Dead Online Screenshot
© Rockstar Games

Derzeit kann der Online-Modus von Red Dead Redemption 2 noch sehr frustrierend ausfallen. Grund dafür ist das neue Parley & Feud-System, das von den meisten Spielern einfach ausgehebelt werden kann. Wie dieses System funktioniert und welche Lösungen es für dafür gibt, klären wir in unserem News-Artikel.

Die ersten 45 Minuten in Red Dead Online werdet ihr von dem Spiel noch stiefmütterlich an die Hand genommen. Selbst wenn ihr die Steuerung und das allgemeine Gameplay bereits aus Red Dead Redemption 2 herunterbeten könnt, erhaltet ihr die wichtigsten Tipps noch einmal innerhalb der Intro-Mission erklärt. Anschließend werdet ihr in die riesige und raue Spielwelt geworfen, die auf der Karte von Red Dead 2 basiert und direkt vollständig für alle Spieler geöffnet ist.

Früh fallen diverse Parallelen zu GTA Online auf, schließlich verbirgt sich auch hinter Red Dead Online Entwickler Rockstar Games. Alleine das mag für die meisten Spieler bereits eine Garantie dafür sein, dass der Titel hält, was er verspricht. Während Red Dead Redemption 2 nahezu fehlerfrei und auf Hochglanz poliert auf den Markt kam, ist Red Dead Online seit wenigen Tagen innerhalb einer Open Beta spielbar. Das heißt nichts anderes, als das der Online-Modus in den nächsten Wochen und Monaten noch gehörig erweitert werden soll. Außerdem betonen die Entwickler, dass noch längst nicht alles perfekt läuft und viele Dinge noch getestet werden müssen. Dafür verlief der Start von Red Dead Online aber schon einmal deutlich glatter als es bei GTA Online seinderzeit der Fall war.

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Die ständige Angst vor Griefern

Wir haben uns den Multiplayer ebenfalls ganz genau angeschaut und sind dabei auf ein großes Problem gestoßen, dass derzeit ganz gehörig den Spielspaß zerstören kann. Denn anders als in GTA Online gibt es derzeit keinen Passiv-Modus. Kaum wurden wir aus der Intro-Mission entlassen und näherten uns der ersten größeren Stadt, beförderte ein Kopfschuss unseren mit viel Mühe erstellen Charakter auch schon wieder in Jenseits. Es folgten weitere frustrierende Momente und unzählige unnötige Tode.

Parley & Feud

Anstatt des erwähnten Passiv-Modus gibt es in Red Dead Online dafür ein System namens "Parley & Feud". Dieses soll dafür sorgen, dass kein Frust aufkommt und Spieler nicht ständig von anderen Spielern getötet werden. Wenn ihr viermal hintereinander von einem Spieler getötet werdet, dann erhaltet ihr die entsprechende Option für Parley oder Feud.

Mit Parley könnt ihr weitere Angriffe auf euch erst einmal unterbinden, indem es eine Sperre für 10 Minuten gibt. Innerhalb dieser Zeitspanne könnt ihr von dem anderen Spieler nicht getötet werden. Offenbar möchten die Entwickler damit erreichen, dass über den Chat mit dem jeweiligen Spieler kommuniziert und die Auseindersetzung mit Wörtern geklärt wird.

Entscheidet ihr euch für die zweite Option namens Feud, wird ein Duell zwischen euch und dem Spieler gestartet, der euch viermal hintereinander getötet hat. Innerhalb von drei Minuten kämpft ihr in einem privaten Deathmatch gegeneinander, während die Kills von beiden Spielern gezählt werden. Zwar gibt es derzeit am Ende des Duells keine Belohnung für den Sieger, dennoch soll ein klarer Sieg aufzeigen, wer der bessere Cowboy ist.

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Die toxische Community

An sich klingt das neue System gut und Rockstar hat sich anlässlich der teils sehr toxischen Community aus GTA Online und unzähligen Grifern, die anderen Spielern regelmäßig den Spaß verderben, einige Gedanken gemacht.

Der aktuelle Stand ist jedoch noch unbefriedigend, da das System von den meisten Spielern schlicht nicht angenommen wird. In Städten herrscht regelmäßig Chaos, Schüsse peitschen durch die Straßen und unschuldige Spieler geraten in unfreiwillige Gefechte.

"Parley & Feud" wird von Spielern, die auf PvP-Gefechte aus sind, immer wieder ausgehebelt. Beispielshalber bleiben diese privaten Duellen einfach fern oder verfolgen andere Spieler so lange, bis die Sperre von zehn Minuten abgelaufen sind.

Tipps und Tricks für die Zukunft

Der beste Tipp ist derzeit wohl einen eigenen Trupp bzw. eine Gang aus bis zu sieben Spielern zu erstellen und die Spielwelt gemeinsam zu erkunden. Feindliche Spieler werden sich dann lieber zweimal überlegen, einen Angriff zu starten.

Auf Reddit wünschen sich Nutzer, dass Spieler mit hoher Ehre auf der Karte nicht als weißer Punkt angezeigt werden. Dadurch würden sie kein ganz so leichtes Ziel abgeben. Außerdem wird gefordert, dass Killer nach und nach ein riesiges Kopfgeld sammeln, wodurch andere Spieler einen hohen Anreiz hätten, diese gezielt zu jagen und auszuschalten. Schließlich sind die hohen Kosten ein weiteres Problem in Red Dead Online. Da würde ein hohes Kopfgeld gleich doppelt so verlockend ausfallen.

Ebenfalls eine sehr gute Idee, die Rockstar aber wohl nicht umsetzen wird, ist ein Gefängnisaufenthalt für kriminelle Cowboys. Diese müssten dann in Echtzeitminuten auf ihre Freiheit warten und dabei beispielshalber gemeinnützige Arbeit verrichten, wie es auch in Red Dead Redemption 2 im Lager der Gang der Fall ist. Die wohl einfachste Lösung wäre aber wohl einen ähnlichen Passiv-Modus wie in GTA Online zu integrieren.

Ein wenig Ruhe vor anderen Spielern könnt ihr euch übrigens in eurem Lager gönnen, wenn ihr die weiße Flagge hisst. Dann seid ihr vor jeglichen Angriffen geschützt. Holt ihr diese über das Spielermenü ein, seid ihr wieder angreifbar und müsst 30 Sekunden warten, ehe ihr die Flagge erneut hissen könnt.

Wie sind eure derzeitigen Erfahrungen mit Red Dead Online? Schreibt uns gerne eure Meinung in die Kommentare unterhalb dieser Zeilen.

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© Rockstar Games

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