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Kurioses - Förster ersteigert ehemalige Bundeswehr-Notebooks und findet darauf eine Anleitung für Raketenwerfer

Von Patrik Hasberg - News vom 07.07.2019, 14:28 Uhr
Kurioses Screenshot
Symbolbild © Pixabay

Ein oberbayerischer Förster hatte 2018 über die Auktionsplattform Ebay vier ehemalige Notebook der Bundeswehr ersteigert. Auf einem Gerät befand sich noch das Betriebssystem samt sensibler Daten.

Stellt euch vor, ihr ersteigert im Internet ein Notebook und findet darauf die Daten des Vorbesitzers. Genau dies ist einem Förster aus Oberbayern passiert, der 2018 auf Ebay vier gebrauchte Notebooks der Bundeswehr ersteigert hatte, die über das Verwertungsunternehmen des Bundes (Vebeg) angeboten wurden.

Mit den Inhalten, die der Förster auf der Festplatte auf einem der Geräte fand, hatte er mit Sicherheit nicht gerechnet. Schließlich befand sich darauf die komplette Betriebsanleitung des Raketenwerfers Mars, die eigentlich nicht für Jedermann (nur für den Dienstgebrauch) einsehbar sein dürfte und deshalb als Verschlusssache eingestuft wurde.

Im März 2019 hatte sich der verdutzte Käufer, der die älteren Geräte aufgrund ihre Widerstandfähigkeit im Wald einsetzen wollte, bei dem Bundeministerium gemeldet, um die Dokumente zurückzugeben.

Daraufhin bekam er eine Antwort, in der ihm der Fehler erklärt wurde. Eigentlich sollten Notebooks von der Bundeswehr mit vertraulichen Daten über einen Code verfügen, wodurch die Vebeg weiß, wie sie mit den entsprechenden Geräten umzugehen hat. In diesem Fall hätte die Festplatte aus dem Gerät entfernt und vernichtet werden müssen. Doch anscheinend wurde ein falscher Code verwendet, weshalb das Notebook schließlich an seinen neuen Besitzer verkauft wurde.

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Benutzernamen und Passwort waren identisch

Dieser hatte übrigens keine großen Probleme, um auf die sensiblen Daten zuzugreifen, da der letzte Benutzer noch gespeichert und das Passwort mit dem Benutzernamen identisch war. Sonderlich zufrieden dürfte die Bundeswehr mit dieser Sicherheitseinstellung sicherlich nicht sein.

Laut dem Verteidigungsministerium sollen aus der Beschreibung des Raketenwerfers „keine kritischen Erkenntnisse abgeleitet werden“ können.

Bereits 2016 sei laut der Bundeswehr ein Rechner mit ungelöschter Festplatte über die Verwertungsgesellschaft verkauft worden. Unklar ist jedoch, ob sich darauf ebenfalls vertrauliche Daten befanden.

Symbolbild © Pixabay

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