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Google Stadia - Erste Technik-Tests geben Aufschluss über Latenz und Bildqualität

Von Philipp Briel - News vom 22.03.2019, 10:37 Uhr
Google Stadia Screenshot
© Google

Auf der GDC 2019 präsentierte Google mit dem Streaming-Dienst „Stadia“ seine Vorstellung der Zukunft des Gamings. Damit soll das Streamen von Spielen zum Start in einer 4K-Auflösung möglich sein. Wie es um die Latenz und Bildqualität steht, haben die Kollegen von Digital Foundry in einer ersten Analyse herausgefunden.

Am Dienstagabend ließ Internet-Riese Google auf der GDC die Bombe platzen, indem man mit Stadia die eigene Vision für die Zukunft der Spielebranche der Öffentlichkeit präsentierte. Doch wie steht es eigentlich um die Latenz und Bildqualität des Streaming-Service?

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Digital Foundry analysiert Google Stadia

Mit innovativen Features konnte „Google Stadia“ bereits die Zuschauer des Livestreams begeistern, immerhin kommt der Streaming-Service ohne zusätzliche Kosten für eine Konsole oder einen Highend-PC aus.

Doch Spiele aus der Cloud müssen ein ganz anderes Problem bewältigen, zu dem sich das Unternehmen bislang nicht geäußert hat. Neben der Latenz, also der Verzögerung beim Senden und Empfangen der Eingaben, ließ uns Google auch über die Bildqualität im Unklaren. Die Kollegen von Digital Foundry konnten bereits Hand an „Stadia“ legen und erste offene Fragen klären.

Bereits im Rahmen des Beta-Tests im Oktober konnte Assassin’s Creed Odyssey in 1080p-Auflösung bei 30 FPS wiedergegeben werden. Auch die jetzt präsentierte Fassung wird noch immer in Full-HD aufgelöst.

Dabei wurde dem Tester jedoch versichert, dass es sich dabei um eine neuere Version des Streaming-Service handle. Mithilfe einer Highspeed-Kamera mit 240 FPS konnte der Tester die Eingabeverzögerung überprüfen und kam zu dem Ergebnis, dass diese trotz unterschiedlicher Testbedingungen bei der aktuellen Version von „Stadia“ geringer ausfällt.

Im Rahmen des Tests konnte Digital Foundry eine Eingabeverzögerung von 166 Millisekunden messen, während es im Beta-Test noch 200 Millisekunden waren. Bei einer simuliert schwachen Internetverbindung mit nur 15 Mbit/s steigt der Wert auf 188 Millisekunden an.

Das klingt zunächst einmal nach viel, relativiert sich aber im Hinblick auf andere Versionen von „Assassin’s Creed: Odyssey“, dessen Eingabe ohnehin für seine Verzögerung bekannt ist. So beträgt die Eingabeverzögerung auf dem PC bei 30 FPS 133 Millisekunden, während es auf der Xbox One X 166 Millisekunden sind.

Der Input-Lag von Google Stadia im Vergleich von Digital Foundry.
© Digital Foundry

Google Stadia: 60 FPS bringen Vorteil

„Stadia“ führt also zumindest in diesem Spiel unsere Eingaben genauso schnell (oder langsam) aus, wie die aktuell leistungsfähigste Konsole. Erhöht man auf dem PC die Bildrate auf 60 FPS, verringert sich auch die Latenz auf 100 Millisekunden.

Immerhin hat der Konzern versprochen, zum noch für 2019 geplanten Start von „Stadia“ die Bildrate auf 60 FPS anzuheben, weshalb die Latenz in der finalen Version nochmal niedriger ausfallen könnte.

Deutlich mehr Probleme sieht Digital Foundry allerdings bei der Bildqualität, die derzeit noch eine starke Artefaktbildung aufweist. Besonders bei schnellen Bewegungen sei der Unterschied im Vergleich zu PC und Konsole derzeit stark zu sehen.

Bei kleineren Bildschirmen und langsameren Spielen sei der Unterschied zu lokal laufenden Spielen kaum ersichtlich, aber gerade große Fernseher und schnelle Actionspiele hätten laut Digital Foundry derzeit mit Problemen zu kämpfen.

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Allerdings habe sich die Bildqualität seit den Beta-Tests spürbar verbessert und da „Stadia“ noch immer nicht in finaler Form vorliegt, gelten weitere Verbesserungen zum Launch als äußerst wahrscheinlich.

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