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Apple - Datenschutzskandal

Von Marcel Walter - News vom 10.02.2012, 11:58 Uhr

Das App-Entwicklerstudio Path wurde aus Datenschutzgründen abgestraft, nachdem es zugegeben hatte, Adressbücher der Kunden auf ihre eigenen Server lädt und speichert. Inzwischen haben sie damit aufgehört, und die entsprechenden Daten gelöscht. Path sind da aber nicht die einzigen. Im Gegenteil es ist sogar eine gängige Praxis die Adressbücher der Kunden zu speichern.

Der Webblogger Dustin Curtis berichtet von dieser Praxis - die Allgemeinheit weiß nichts von der ganzen Sache, deswegen ist das Datenschutzproblem umso größer. Für Nutzer von Apple Geräten heißt das wohl, dass die eigenen Daten inzwischen auf vielen Servern von unterschiedlichen Entwicklerfirmen liegen dürfte. Angeblich werden solche Vertrauenswürdige Daten dafür genutzt, um die Funktionsweisen der Apps zu verbessern. Jedoch ist nicht klar, auf welche Art und Weise dies geschieht.

Curtis schrieb, dass er auf die Schnelle 15 Entwickler befragt habe und 13 erklärten, dass ihre Kontaktdatenbanken wohl mehrere Millionen Einträge haben. Einer der befragten Firmen soll angeblich sogar die Handynummer von Facebook-Chef Mark Zuckerburg und Microsoft-Gründer Bill Gates in ihrem Besitz haben. Diese Daten sind natürlich nicht dazu gedacht, veröffentlicht zu werden.

Warum Apple diese Praxis der Speicherung von Adressbüchern der Nutzern ohne deren Erlaubnis erlaubt ist unklar. Konkurrent Android macht das hingegen ganz anders. Denn dort braucht jede App eine explizite Erlaubnis des Nutzers um auf die lokalen Kontaktdaten zuzugreifen. Bei iOS sind alle anderen Datenquellen, die auch nur ansatzweise Privat sind geschützt. Zusätzlich gibt es eine Menge Einstellungsmöglichkeiten, die den Nutzer selbst entscheiden lassen, welche Apps Zugriff auf Ortungsdaten etc. haben. Deshalb ist es auch sehr verwunderlich, dass das Adressbuch überhaupt nicht geschützt wird.

Was außerdem sehr fragwürdig ist, warum die Entwickler trotz der Wahrscheinlichkeit, das es öffentliche Proteste geben wird, nach wie vor die Adressbücher ihrer Kunden auf ihre eigenen Server herunterladen. Das Entwicklerstudio Path nutzte die Adressdaten um "Freunde hinzuzufügen", sodass man seine Kontakte dazu einladen konnte, die Anwendung zu benutzen. Aber so wie es aussieht, überwiegen hier die Vorteile die Nachteile, denn immerhin werden die gesammelten Daten ja dazu verwendet, die Nutzererfahrung zu verbessern und zum anderen aber auch für virales Marketing um das Wachstum der Nutzerzahl für die App zu steigern.

Apple könnte durchaus verhindern, dass die sensiblen Daten einfach so weitergegeben werden können. Das ist ein massiver Vertrauensbruch. Die Nutzer vertrauen darauf, dass die Geräte ihre Daten geheim hält und nicht jede beliebige App Zugriff auf das Adressbuch haben kann.

Für Deutschland kann es viel größere Probleme geben, denn hier entsteht nach dem deutschem Datenschutzrecht eine Ordnungswidrigkeit der personenbezogenen Daten ohne die Einwilligung des Inhabers an Dritte. Wir als Anwender solch einer App sind ganz einfach raus, denn man gibt ja die Daten nicht bewusst weiter.

Wie diese Geschichte für Apple ausgeht ist bislang noch nicht bekannt. Man kann nur darauf hoffen, dass Apple endlich einen Schlussstrich zieht, und die Apps von Fremd-Entwicklern erst nach einer genauen Überprüfung im App Store freigibt.

Was haltet Ihr von der ganzen Sache? Ist Apple der Datenschutz der Nutzer egal? Eure Meinung möchten wir gerne in den Kommentaren dazu lesen.

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