PlayNation Test Death Stranding

Death Stranding - Test: Liefert Hideo Kojima den heißesten Anwärter auf das Spiel des Jahres?

Von Daniel Busch - Test vom 01.11.2019 - 08:01 Uhr
Death Stranding Screenshot
© Kojima Productions / Sony Interactive Entertainment

Das Social Strand System

Dennoch besitzt „Death Stranding“ einige Eigenheiten, die es besonders machen und in anderen Spielen nicht existieren. So liegt ein großer Fokus darauf, dass symbolische Brücken gebaut werden sollen. Das zeigt sich in vielen Bereichen des Spiels. NPCs der Spielwelt sollen miteinander vernetzt werden, um eine neue Gemeinschaft zu etablieren. Tatsächliche Brücken werden gebaut, um das Vorankommen zu erleichtern. Und ihr seid auch mit anderen Spielern unentwegt vernetzt. Gerade das Letztgenannte ist der große Unterschied: Diese „Brücken“ zwischen den Spielern.

Death Stranding
© Kojima Productions / Sony Interactive Entertainment

Das Spiel ist zwar als Singleplayer konzipiert, ihr bewältigt das Abenteuer jedoch nicht wirklich allein. Die Vernetzung mit anderen Spielern sorgt dafür, dass Bauwerke, die sie in ihren Spielwelten bauen, auch bei euch erscheinen können. Dadurch könnt ihr sie mitbenutzen und euer Abenteuer erleichtern. Genauso können Objekte, die ihr in der Spielwelt hinterlasst, ebenfalls bei anderen Spielern auftauchen. Ein anderes Beispiel sind Steinhaufen, die bei euch entstehen, wenn andere Spiele eine Rastpause einlegen.

Hideo Kojima bezeichnet sein Spiel daher als Social Strand System (oder eben Strand-Genre), da es eine soziale Komponente besitzt: Gegenseitige Unterstützung.

Wir können sogar Likes hinterlassen, um unseren Dank auszudrücken, wenn zum Beispiel eine Brücke über einen tiefen Fluss gebaut und uns damit ein großer Umweg erspart wurde. Genauso erhalten wir Likes von anderen Spielern, die unsere Konstruktionen nutzen. Diese Likes besitzen allerdings keinen spielerischen Nutzen. Spieler mit vielen Likes haben also keine Vorteile gegenüber anderen Spielern.

Death Stranding
© Kojima Productions / Sony Interactive Entertainment

Ist Death Stranding also eine vollkommen neue Art von Spiel?

Wie bereits erwähnt, erwartet euch im Grunde ein Action-Adventure in der Third-Person-Ansicht mit einer Open-World. Das sogenannte Strand-Genre zeigt sich insbesondere durch die Hinzunahme dieses Sozial-Aspekts, der die verschiedenen Spieler miteinander vernetzt. Es macht durchaus einen großen Teil des Spiels aus, für euch selbst gibt es jedoch keine großen spielerischen Änderungen.

Man könnte „Death Stranding“ auch als sehr spezielles Action-Adventure mit Sozial-Elementen bezeichnen. Euch erwartet demnach keine vollkommen neue Art von Gameplay, aber dennoch eine interessante Neuinterpretation des bestehenden Action-Adventure-Genres.

Death Stranding
© Kojima Productions / Sony Interactive Entertainment

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