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Death Stranding - Test: Liefert Hideo Kojima den heißesten Anwärter auf das Spiel des Jahres?

Von Daniel Busch - Test vom 01.11.2019 - 08:01 Uhr
Death Stranding Screenshot
© Kojima Productions / Sony Interactive Entertainment

Mit „Death Stranding“ meldet sich Hideo Kojima nach seinem Konami-Weggang und dem Abschluss seiner ikonischen „Metal Gear Solid“-Reihe wieder zurück. Diesmal setzt er uns ein Videospiel vor, dass die Gaming-Welt revolutionieren will. Wie er selbst sagt, soll „Death Stranding“ der Startpunkt für ein ganz neues Genre sein. Die ganzen Trailer, die uns in den letzten Jahren dazu begegnet sind, sorgten dabei jedoch für verwirrte Gesichter. Bis vor Kurzem war nicht klar, was für ein Spiel uns nun mit „Death Stranding“ überhaupt erwartet oder wie die Handlung aussieht. Was „Death Stranding“ wirklich taugt, klären wir im Test.

Auf der Mission, die ganze Menschheit zu verbinden

Sam Porter Bridges (gespielt von Norman Reedus) befindet sich auf einer Mission, um die isolierten Überreste der amerikanischen Bevölkerung wieder zu verbinden. Durch die Anbindung an ein chirales Netzwerk sollen symbolische Brücken gebaut werden und eine neue Gesellschaft namens United Cities of America (UCA) entstehen.

Dazu muss er quer durch das Land reisen, alle Siedlungen und Menschen aufsuchen und Botengänge für sie unternehmen.

Geisterhafte Präsenzen namens GDs sorgten für Chaos im Land, als sie vor Jahren das erste Mal erschienen, Menschen mit in die Totenwelt nahmen und die Umgebung durch Explosionen zerstörten. Noch immer weilen sie in den Gebieten um die Siedlungen herum, sodass es zu gefährlich für die Überlebenden wäre, einen Fuß nach draußen zu setzen.

Death Stranding Death Stranding Guide: Wie ist das Gameplay aufgebaut und was ist das Strand-Genre?

Zudem haben Terroristen sich zum Ziel gesetzt, die UCA zu bekämpfen, um unabhängig bleiben zu können. Dafür haben sie Amelie, die zukünftige Präsidentin der UCA, entführt. Sam muss sie also aus ihren Fängen befreien.

Death Stranding
© Kojima Productions / Sony Interactive Entertainment

Cineastisches Erlebnis

Death Stranding legt einen großen Fokus auf die Handlung und so erwarten uns – wie von Kojima gewohnt – zahlreiche Cutscenes. Für die Visualisierung seiner clever geschriebenen Story hat Kojima zahlreiche Hollywood-Größen wie Norman Reedus, Mads Mikkelsen und Guillermo del Toro versammelt. So entsteht häufig der Eindruck, einen von Kojima gedrehten Sci-Fi-Film zu schauen.

Euch erwarten gut gelegte Spannungsbögen und Plot-Twists, die inmitten von übernatürlichen Wesen und weltweiten Katastrophen einen einzelnen Mann in den Mittelpunkt stellen, der das Schicksal einer ganzen Zivilisation auf seinen Schultern tragen muss. Das sorgt für eine drückende Endzeit-Atmosphäre. Apropos übernatürliche Wesen: Euch werden zahlreiche WTF-Momente im Laufe der Geschichte begegnen. Und das geht schon zu Beginn los, wenn euch, wie in einem Horror-Film, die ersten GDs auflauern oder eine monströse Gestalt inmitten eines Sturms, in dem Meerestiere und Gesteinsbrocken emporfliegen, gegenübersteht.

Death Stranding
© Kojima Productions / Sony Interactive Entertainment

Die Einflechtung vieler Symbole in die Handlung lässt die Geschehnisse allerdings nicht selten recht wirr erscheinen. Das geschieht gerade zum Ende der Handlung hin. Über einige Szenen muss man daher durchaus zweimal nachdenken. Erwartet also kein „Popcorn-Kino“.

Für die musikalische Untermalung hat sich Hideo Kojima die Unterstützung von verschiedenen begabten Musikern herangezogen, die bei Sony unter Vertrag stehen. Allein die Tatsache, dass während eurer Reise über eine weitläufige Bergkette die Klänge von Low Roar einspielen, sorgt für eine unvergleichliche Atmosphäre.

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