PlayNation Test Zelda: Link's Awakening

Zelda: Link's Awakening - Remake im Test: Die Neuinszenierung eines traumhaften Abenteuers

Von Daniel Busch - Test vom 19.09.2019 - 14:00 Uhr
Zelda: Link's Awakening Screenshot
© Nintendo

Das erste Handheld-Abenteuer unseres Helden Link ist bereits über 25 Jahre alt und erschien für den guten alten Game Boy. Nun bekommen wir auf der Nintendo Switch eine Neuinszenierung des Titels „The Legend of Zelda: Link’s Awakening“ geboten. Ob sich das Remake lohnt, klären wir im Test.

Die generelle Handlung von The Legend of Zelda: Link's Awakening kennen wir bereits seit dem Original für den Game Boy. Link erleidet auf hoher See Schiffbruch und wird ohnmächtig an den Strand einer Insel angespült. Das Mädchen Marin findet ihn und gewährt ihm Unterschlupf. Von da aus starten wir direkt ins Abenteuer und erkunden das wundersame Eiland.

Gestrandet auf einer wundersamen Insel

Links Ziel ist es, die Insel wieder zu verlassen, doch laut den Einwohnern der Insel befindet sich nichts als Wasser außerhalb des Eilandes. Der einzige Ausweg scheint das Erwecken des Windfischs zu sein – eine mächtige Gottheit. Dies schaffen wir mit acht Instrumenten, die sich in Verließen auf der Insel befinden.

„The Legend of Zelda: Link’s Awakening“ ist als ein Action-Adventure konzipiert. Nach und nach suchen wir also diese Dungeons auf, stellen uns den Gefahren in Form von Monstern und lösen diverse Rätsel. Am Anfang starten wir mit Schild und Schwert. In den Dungeons gefundene Items helfen uns zusätzlich bei diesem Unterfangen und ermöglichen darüber hinaus, weitere Teile der Insel zu erreichen.

Dieses Spielkonzept funktionierte schon beim Game Boy-Original und sorgte für zahlreiche Traumwertungen. Bis heute gilt das Spiel als einer der besten Zelda-Ableger und wird von Fans wegen seiner zauberhaften Geschichte und seines sehr klassischen Ansatzes des Zelda-Spielkonzeptes geschätzt. Was also macht das aktuelle Remake anders? Und macht es überhaupt alles besser?

The Legend of Zelda: Link's Awakening
© Nintendo

Zelda-Klassiker in ganz neuem Gewand

In dieser Neuinszenierung des Zelda-Klassikers können wir uns über zahlreiche große und kleine Verbesserungen freuen. Was wortwörtlich sofort ins Auge fällt, ist der neue Grafikstil. Das Original präsentierte sich noch in grau-grüner Pixeloptik. Die DX-Version für den Game Boy Color versorgte das Spiel zwar mit Farben, aber nun bekommen wir einen brandneuen Look für das Abenteuer geboten, der zur heutigen Zeit passt. Richtige 3D-Modelle und HD-Texturen lassen die Insel und ihre Bewohner in neuem Glanz erstrahlen.

Selbst Kleinigkeiten wie Glanzeffekte oder die schöne Wasseroberfläche wissen zu beeindrucken. Die Liebe zum Detail kommt aber erst richtig in den Häusern der Inselbewohner zur Geltung. Im Original sah alles noch sehr langweilig, trist und gleich aus. Nintendo und Grezzo haben sich jedoch bemüht, detailreiche und unterschiedlichste Innendekorationen für die Inselbewohner zu kreieren.

The Legend of Zelda: Link's Awakening
© Nintendo

Trotz der von Grund auf neu gestalteten Optik bleibt das Nostalgiegefühl dennoch erhalten. Das Grundgerüst der Spielwelt mit all seinen prägnanten Ecken und Kanten (es war immerhin ein Game Boy-Spiel) ist trotzdem geblieben. An der Architektur der Oberwelt und Dungeons wurde beinahe nichts verändert. Ihr werdet beim Spielen wirklich alle Orte direkt wiedererkennen, solltet ihr das Original gespielt haben. Natürlich können neue Fans ebenso in das Abenteuer einsteigen. Vorkenntnisse sind gar nicht nötig.

Dafür solltet ihr euch allerdings mit dem Diorama-Look arrangieren. Dieser dürfte nicht allen gefallen. Link sieht aus wie eine kleine, pummelige Action-Figur mit Kulleraugen. Wie sehr hätte ich mir gewünscht, dass das ganze Spiel im Look der toll animierten Intro-Sequenz aussieht. Dennoch muss ich zugeben, dass der Grafikstil durchaus zum Abenteuer passt. Es handelt sich immerhin um eine kleine, zauberhafte Geschichte mit wundersamen Charakteren und nicht um ein epochales Abenteuer, wie es The Legend of Zelda: Breath of the Wild zum Beispiel ist. Die Grafik eines „The Legend of Zelda“-Spiels erfindet sich bei fast jedem Ableger neu – so auch hier.

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