PlayNation Test Final Fantasy VIII

Final Fantasy VIII - Remastered im Test: Es ist wie früher und doch ganz anders

Von Jasmin Peukert - Test vom 03.09.2019 - 11:51 Uhr
Final Fantasy VIII Screenshot
© Square Enix

20 Jahre ist es her seit der 8. Teil der „Final Fantasy“-Reihe erschien. Im Mittelpunkt steht Squall Leonhart, der seine Ausbildung zum SeeD abschließt und mithilfe seiner Mitstreiter verschiedene Aufträge erfüllt. In der Remastered-Version kommt das Gefühl der Nostalgie auf. Es ist wie früher und doch ganz anders.

Die Geschichte von Final Fantasy 8 ist immer noch dieselbe wie im Original, sie spielt in einer Welt, in der eine uralte Macht über Generationen hinweg weitergegeben wird. Der Frieden wird bedroht, als die böse Hexe Edea die Herrschaft über das Reich Galbadia erlangt. Squall und seine Verbündeten schließen sich für den Kampf gegen sie zusammen und damit haben wir einen grundlegenden Story-Rahmen. 

„Final Fantasy 8“ brach zum Release im Jahre 1999 mit vielen Traditionen der Rollenspielreihe. Zauber wurden nicht mehr erlernt, sondern gezogen, als zentrales Spielelement kamen die Guardian Forces (G.F.) hinzu und sein Geld erhielt der Spieler durch einen festen Sold. Die Kampfparty bestand weiterhin aus maximal drei Charakteren, alle in menschlicher Form. Daran hat sich auch bei der Ramastered-Version nichts geändert.

Das Hauptaugenmerk liegt auf der verbesserten Grafik

Das Spiel beginnt wie früher mit einem emotionalen und ereignisreichen Video, das euch auf die sehr eigene und fantasiereiche Welt von „Final Fantasy 8“ einstimmt. Der Kampf zwischen Cifer und Squall reißt den Spieler mit, worauf sich bereits in den ersten Minuten Sympathien und Antipathien entwickeln.

Dann ist der große Moment gekommen – der, bei dem das Herz einen kurzen Hüpfer macht. Nach dem Intro findet sich Squall im Krankenzimmer des Balamb Gardens wieder. Hier fallen bereits die technischen Verbesserungen der Remastered-Fassung ins Auge. Im Vergleich zum Original fallen Charaktere deutlich detaillierter aus, was dem Spielspaß zugutekommt.

Screenshot aus Final Fantasy 8 Remastered
© Square Enix / PlayCentral-Bildmontage

Durch die nun menschlicheren Züge der Charaktere fühlt man sich gleich noch stärker mit ihnen verbunden. Doch nicht nur sie erhielten ein grafisches Update, auch Feinde, die G.F.s und Objekte wurden verfeinert und sehen nun besser aus als je zuvor.

Ein fleißiger Kampf-Assistent

„Final Fantasy 8 Remastered“ bietet zahlreiche Verbesserungen. Einige davon sind grafischer Natur, während andere sogar das Spiel erleichtern. Alle, die „Final Fantasy 8“ bereits als Originalfassung gespielt haben, kennen das: die Kämpfe beginnen gleich und ziehen sich häufig in die Länge.

Als zusätzliches Extra könnt ihr nun allerdings den Kampf-Assistenten einschalten. Dieser maximiert euren HP- und ATB-Balken und ihr könnt jederzeit eure Limit-Breaks auslösen.

Doch die Kämpfe sind keinesfalls nutzlos. Durch sie erhält der Charakter schließlich Erfahrungspunkte und verschiedenste Items. Seien es Tränke oder wertvolles Material, das ihr für das Verbessern der Waffen und Ähnlichem benötigt. Durch den Booster werden eure Attacken temporär stärker, wodurch die Kämpfe schneller vorüber sind. Doch durch die verbliebenen Animationen fühlt es sich nicht so an, als würde man etwas überspringen. Schließlich möchte man das Spiel doch genießen.

FF8 Remastered
© Square Enix / PlayCentral-Bildmontage

Keine Zufallskämpfe und eine Geschwindigkeitssteigerung

In den meisten Rollenspielen heißt es immer wieder, „geh dort hin“ oder „hol jenes“. Bereitwillig macht sich der Spieler auf den Weg – oft ohne überhaupt eine andere Wahl zu haben. Zu oft handelt es sich dabei um Aufgaben, die erledigt werden müssen, um in der Geschichte des jeweiligen Spiels weiterzukommen. Und was ist, wenn man sich einfach auf die Hauptstory konzentrieren möchte und keine Lust darauf hat, in Zufallskämpfe verwickelt zu werden?

In „Final Fantasy 8 Remastered“ gibt es eine neue Option, um genau dies zu verhindern. Kein Grund mehr akribisch darauf zu achten, ja nicht den Weg zu verlassen, oder in verschiedensten Gebieten Angst haben zu müssen, jederzeit Gegnern über den Weg zu laufen. Durchaus zeitsparend und angenehm, wenn man gerade nicht auf die Erfahrung angewiesen ist.

Wenn man sich nun doch dazu entscheidet, alle Kämpfe, die einem geboten werden, mitzunehmen, ist eine weitere neue Funktion sehr praktisch. Im Remaster ist es nun möglich, einen Geschwindigkeitsschub zu nutzen. Mit diesem werden alle Szenen, Kämpfe und Bewegungen in 3-facher Geschwindigkeit abgespielt. Alles erhält so einen witzigen Touch und man kann, vor allem in Kämpfen, ordentlich Zeit sparen.

Screenshot Final Fantasy 8 Remastered
© Square Enix / PlayCentral-Bildmontage

Features, bei denen man genau überlegen sollte, ob man sie nutzt

Zur Steam-Version von „Final Fantasy 8 Remastered“ kommen weitere Features hinzu. Neben der Möglichkeit, Kämpfen zu entgehen und an Geschwindigkeit zuzulegen, hat man die Option, zwischen weiteren Features zu wählen. Hier ist allerdings Vorsicht geboten und man sollte sich genau überlegen, ob man sie wirklich nutzt, denn einige können nicht rückgängig gemacht werden und haben Auswirkungen auf das weitere Spiel sowie auf mögliche Errungenschaften.

Wenn euch das nichts ausmacht, könnt ihr folgende Dinge auswählen:

  • Ihr besitzt alle Items, mit wenigen Ausnahmen
  • Ihr schaltet alle Abilitys für erhaltene G.F.s frei
  • Alle Level für erhaltene G.F.s werden aufs Maximum gesetzt
  • Ihr habt die maximale Summe an Gil
  • Alle gelagerten Magien werden aufs Maximum gesetzt
  • Alle Spezial-Techniken sind freigeschaltet
  • Ihr besitzt die maximale Anzahl an Karten, mit wenigen Ausnahmen

WEITER ZU SEITE 2

SEITENAUSWAHL

KOMMENTARE