PlayNation Test Team Sonic Racing

Team Sonic Racing - Teamwork als Schlüssel zum Erfolg

Von Markus Rohringer - Test vom 17.05.2019 - 15:00 Uhr
Team Sonic Racing Screenshot
© Sega

Wer im Bereich der Fun-Racer mitmischen will, der kommt am direkten Vergleich mit Genre-Primus „Mario Kart 8“ kaum vorbei. Ein Duell, das man als Herausforderer eigentlich nicht gewinnen kann. Es sei denn, man versucht mittels Innovation ein Alleinstellungsmerkmal zu schaffen. Das hat sich vermutlich auch Entwickler Sumo Digital gedacht und setzt daher bei „Team Sonic Racing“ voll auf das Element des Teamspiels. Ob das kooperative Gameplay eine Bereicherung für das Genre darstellt oder doch nur ein Marketing-Gag ist, klären wir in unserem Test.

Sumo Digital kann bereits reichlich Erfahrung und ansehnliche Vorgänger vorweisen: Sowohl „Sonic & Sega All-Stars Racing“ als auch „Sonic & All-Stars Racing Transformed“ stammen vom englischen Entwickler. Doch statt sich auf alten Lorbeeren auszuruhen, wird mit Team Sonic Racing das virtuelle Rad zwar nicht neu erfunden, aber doch überraschend innovativ ergänzt. Zentrales Spielelement ist der Team-Modus, bei dem ihr als Dreiergespann gegen bis zu drei andere Teams antretet. Fehlende Mitspieler werden dabei durch CPU-Kumpanen ersetzt, wobei selbstredend der größte Spaß mit menschlichen Mitstreitern aufkommt.

Im Team-Modus werden die Wertungen aller drei Fahrer nach jedem Rennen zusammengezählt. Eine tolle Individualleistung ist dabei relativ wertlos, solange eure Teammitglieder nicht ähnlich erfolgreich abschneiden. Was diesen Modus allerdings tatsächlich so besonders macht, ist, dass sich der Teamgedanke nicht nur in der Rennwertung widerspiegelt, sondern dieser auch das Gameplay auf der Strecke massiv beeinflusst.

So hinterlässt beispielsweise der Bestplatzierte eures Teams eine goldene Spur, die euch einen deutlichen Boost gibt, wenn ihr den Windschatten verlasst. Dadurch könnt ihr euch im Idealfall ständig gegenseitig nach vorne katapultieren. Das erfordert aber entsprechendes Teamplay, Absprache und Vertrauen, denn wenn euch euer Vordermann mit seiner Spur in den Abgrund oder in den Treibsand schickt, leidet das komplette Team darunter.

© Sega

Kein „Toll, ein anderer macht’s!“

Als weitere mögliche Team-Aktion könnt ihr Kameraden, die etwa durch einen Abschuss zum Stillstand gekommen sind, ordentlich anschieben, wenn ihr an ihnen vorbeizieht. Oder aber ihr verteilt eingesammelte Power-Ups, die hier Wisps heißen, an eure Teammitglieder, weil diese sie in ihrer derzeitigen Situation besser gebrauchen können. All diese Team-Aktionen füllen die Team-Leiste, bis ein besonders effektiver Megaturbo gezündet werden kann. Selbst hier hilft es, sich abzusprechen, denn je mehr Teammitglieder ihn gleichzeitig aktivieren, desto länger hält er an.

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So sehr der Team-Modus mit guten Freunden auch Spaß macht, weist das Konzept dennoch auch Schwächen auf. Die CPU-Partner sind nur mäßig zuverlässig und Dreierteams entsprechen womöglich nicht unbedingt der alltäglichen Couch-Session-Realität. Online mit Zufallspartnern zu spielen könnte ohne funktionierende Absprache und bei Differenzen in den Fahrfähigkeiten schnell zu Frust führen.

Im Rennen gegen CPU-Teams hat sich zudem gezeigt, dass das fahrerische Niveau unter den einzelnen Teams stets klar verteilt ist. Innerhalb eines Grand Prix ist es immer dasselbe CPU-Team, das am Treppchen steht. Zu zweit mussten wir daher beide stets um den Sieg mitfahren, um die schwankenden Leistungen unseres CPU-Partners aufzufangen und eine Chance auf den Gesamtsieg zu haben. Alternativ könnt ihr aber natürlich auch im klassischen Einzelmodus eure Rennen bestreiten.

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