PlayNation Test Anno 1800

Anno 1800 - Zurück zu den Wurzeln: Der neue Teil der Anno-Reihe im Test

Von Franziska Behner - Test vom 26.04.2019 - 17:46 Uhr
Anno 1800 Screenshot
© Ubisoft

Setzt die Segel, denn mit „Anno 1800“ startet ihr auf einer neuen Insel. Hier gibt es viel zu tun! Weit weg von dystopischen Szenarien reisen wir nun wieder in die Vergangenheit. Ob uns das gefällt, könnt ihr in unserem Test nachlesen.

Blue Byte macht mit Anno 1800 mehrere Schritte zurück. Dieses Spiel zeigt, dass das manchmal der einzig richtige Weg ist, um etwas Großartiges zu schaffen.

Die Industrielle Revolution beginnt

Wer nicht erst seit ein paar Tagen mit Videospielen in Kontakt ist, wird wahrscheinlich wissen: Bei der Anno-Reihe handelt es sich um Simulationsspiele, bei denen ihr eine florierende Stadt von Grund auf kreieren und regieren müsst. „Anno 1800“ ist der aktuellste Teil der Reihe und entführt euch in das 19. Jahrhundert. Hier schlüpft ihr in die Rolle einer selbst gewählten Figur und tretet das Erbe eures Vaters an. Aus einem einfachen Bauernhaus entwickeln sich Fabriken, während der technische Fortschritt immer weiter voranschreitet. Sogar in den Genuss von Kraftwerken und der ersten Eisenbahn werdet ihr im Laufe des Abenteuers kommen, das zunächst auf einer schönen Insel in Europa beginnt. Später verschlägt es euch außerdem nach Südamerika, wo neue Ressourcen, eine andere Vegetation und wertvolle Schätze nur darauf warten, von euch entdeckt zu werden.

© Ubisoft

Die letzten zwei Teile von Anno haben die Spieler in ein Zukunftsszenario geschickt, das mit allerlei Metallen und Schnickschnack bewältigt werden musste. Obwohl auch in diese Stücke der Saga viel Herzblut investiert wurde, kamen sie thematisch längst nicht so gut an wie die Vorgänger aus der Vergangenheit – in vielerlei Hinsicht. Aber auch mit dem Gameplay und dessen Neuerungen sind viele Spieler in unserem Umfeld nicht so richtig warm geworden, schmerzlich wurden die „alten Tage“ von Anno vermisst.

Blue Byte hat auf die Reaktionen und Meinungen der Fans gehört und sich mit „Anno 1800“ wieder in die Vergangenheit begeben und die alten Gameplay-Kamellen aus dem Keller geholt. Dazu zählt beispielsweise der Wusel-faktor, der ordentlich aufpoliert wurde und nun endlich wieder ein Teil von Anno ist. Ach, wie haben wir das vermisst! Für den Spielspaß und das Hineinfühlen in die Rolle als Herrscher sind die kleinen Figuren einfach unerlässlich. Es ist aufregend und befriedigend zugleich, wenn die ersten Waren produziert und dann entlang der von uns erschaffenen Wege zum Warenlager transportiert werden.

Anno 1800 Anno 1800 Nein, es wird keine Mikrotransaktionen geben

Manche Dinge werfen sich die Bewohner über die Schulter, für manch andere Herstellung eignet sich eher ein mit Pferden bespannter Wagen. Dabei kommt jedoch nicht jeder Bewohner für alle Jobs infrage. Mit einem 5-Klassen-System levelt ihr die einzelnen Menschen auf. Ein Mitglied des hohen Standes wird niemals Holz hacken, sowie ein Bauer keine Kraftwerke mit Arbeitskraft ausfüllen kann. Schreitet ihr weiter in der Kampagne voran und erkundet fremde Inseln, so werdet ihr auch in Kontakt mit der Eisenbahn kommen. Sie benötigt natürlich ein intaktes Schienennetz, sodass die Planung und Organisation der immer größer werdenden Stadt langsam wirklich zur Herausforderung wird.

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