PlayNation Test Trials Rising

Trials Rising - Test: Nur Fliegen ist schöner

Von Philipp Briel - Test vom 25.02.2019 - 12:06 Uhr
Trials Rising Screenshot
© Ubisoft

Es gibt sie noch, die Spiele mit klassischem Arcade-Charakter, die uns unweigerlich länger an den Bildschirm fesseln als wir es eigentlich vorhatten. Trials Rising ist eines dieser Spiele. In unserem Test entpuppt sich der vierte Hauptteil als bislang bester Ableger.

„Nur noch ein Versuch – Ein Trials-Spieler um zwei Uhr morgens.“ Selten war ein Hinweis im Ladebildschirm trauriger und wahrer zugleich. Trials Rising macht süchtig. Regelmäßig ertappen wir uns dabei, verdutzt auf die Uhr zu schauen: Aus der geplanten Stunde mit dem Motorrad-Plattformer sind wieder einmal mehrere Stunden Spielzeit geworden!

Diese Faszination bezieht Trials Rising vor allem aus seinen simplen Spielmechaniken. Die Aufgabe ist klar definiert: Wir sitzen auf einem Motocross-Bike und müssen die Ziellinie erreichen. Sonst nichts. Keine Waffen, keine Tricks, kein Schnickschnack – Trials Rising besinnt sich auf die Wurzeln der Reihe zurück, die mit Trials HD im Jahr 2009 einen echten Boom ausgelöst hat.

Alles was wir dafür brauchen ist eine Taste zum Beschleunigen und eine Taste zum Bremsen. Mit dem Analogstick richten wir unser Gespann so aus, dass es auch wieder auf den Rädern landet und das war es auch schon. Das wäre an und für sich jetzt nicht so wahnsinnig motivierend, hätte Trials Rising nicht diesen klassischen Arcade-Charakter. Je nachdem wie schnell wir eine Strecke meistern, belohnt uns das Spiel mit einer Bronze-, Silber- oder Goldmedaille und mal ehrlich: Wer gibt sich denn bitte mit Silber zufrieden? Nein, wir sind erst zufrieden, wenn wir Gold in der Tasche haben.

© Ubisoft

Um die Erde mit Trials Rising

Kernstück des Spiels ist natürlich der Karrieremodus, in dem wir in Veranstaltungen rund um den Erdball an den Start gehen. Los geht es in den USA, in denen uns die leichten Strecken zunächst einmal mit den grundlegenden Spielmechaniken vertraut machen.

Mit dem Ziel, ohne Unfall und unbeschadet das Ziel zu erreichen, geht es auch schon los. Wir rasen durch den Yellowstone-Nationalpark oder mitten durch die Kulisse eines Science-Fiction-Blockbusters in Hollywood. Wir heizen über Rampen, meistern Sprünge sowie Loopings und stellen unweigerlich fest, dass dieses Unterfangen kniffliger ist als es auf dem Papier klingt.

Eine kurze Unachtsamkeit und unser Fahrer landet mit der Schnauze im Dreck. Per Knopfdruck starten wir am letzten Checkpoint erneut, allerdings ohne Chancen auf die Goldmedaille. Wer ganz vorne in der Bestenliste stehen will, muss ohne Crash durchkommen und  dabei auch noch schnell sein – das ist mitunter gar nicht so einfach. Also starten wir erneut. Und nochmal. Und nochmal. „Man jetzt klappt’s aber“ denken wir uns… und richten unser Bike minimal falsch aus. Also wieder von vorne.

© Ubisoft

Dabei gelingt es Trials Rising wie kaum einem anderen Spiel uns trotz mehrfacher Neustarts bei Laune zu halten. Das liegt zum einen am wirklich herausragenden Streckendesign, zum anderen aber daran, dass keine der Pisten länger als zwei Minuten dauert. Wenn wir einen Unfall bauen, ist das immer ganz alleine unsere Schuld. Spielmechaniken, Bugs oder Fehler, die in das Gameplay eingreifen, gibt es erfreulicherweise nicht.

Aber Trials Rising lebt auch vom (freundschaftlichen) Wettbewerb. Selbst im Einzelspielermodus sind wir, eine aktive Internetverbindung vorausgesetzt, immer gegen die Geister anderer Spieler unterwegs. Der Wettstreit gegen die Bestzeiten seiner Freunde ist eben deutlich motivierender als irgendwelche KI-Fahrer zu besiegen. Was gibt es schöneres als seinem Kumpel auf einer Piste eine ganze Sekunde abzuluchsen?

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