PlayNation Test Super Smash Bros. Ultimate

Super Smash Bros. Ultimate - Test: Port oder kein Port, das ist hier die Frage

Von Yannick Arnon - Test vom 21.12.2018 - 18:37 Uhr
Super Smash Bros. Ultimate Screenshot
© Nintendo

Ein Spirit für jede Situation

Doch wenn Masahiro Sakurai uns etwas gibt, nimmt Masahiro Sakurai auch gleichzeitig etwas weg. In Ultimate gibt es keine freischaltbaren Trophäen. An ihre Stelle treten die Spirits, welche die Seelen von weiteren Videospiel-Charakteren repräsentieren. Diese stammen nicht nur aus Serien von Nintendo, sondern auch aus Marken von Drittherstellern. Spirits sind in zwei Kategorien eingeteilt: Primär und Support. Primär-Spirits werden in drei Unterkategorien aufgeteilt, die in einem Dreiecksverhältnis stehen. Verteidigung schlägt Angriff, Wurf schlägt Verteidigung, Angriff schlägt Wurf. Die Support-Spirits helfen euch mit nützlichen Effekten weiter, zum Beispiel indem ihr den Kampf als Riese startet oder gegen bestimmte Gefahren immun seid. Somit fungieren sie als Ersatz für die Ausrüstungsgegenstände, die es in den beiden früheren Teilen für 3DS und Wii U gab.

Wie diese Figuren zu Spirits wurden, wird in dem neuen Adventure-Modus "World of Light" erzählt. Ein neuer, mächtiger Schurke namens Galeem hat das gesamte Universum ausgelöscht, um eine Welt des Lichts zu erschaffen. Zwar konnte Kirby ihm entfliehen, doch alleine wird er nicht viel ausrichten können. Deswegen zieht ihr über eine Oberweltkarte, um Galeems Marionetten zu bekämpfen und so Schritt für Schritt eure Party mit weiteren Charakteren zu vergrößern. Spielerisch ersetzt der Modus die Event Matches und wirft euch in Kämpfe mit modifizierten Regeln, womit man den Spielen der jeweiligen Herkunft der Spirits Tribut zollt. Mit regelmäßigem Einsatz oder dem Verfüttern von Snacks levelt ihr eure Primär-Spirits auf, damit sie noch besser werden. Manche von ihnen verwandeln sich sogar, wenn sie ihr das Level-Maximum erreicht haben.

Beim Erkunden der Weltkarte verschlägt es euch auch in Dungeons und Bosskämpfe, gerade zu Beginn kann es zu Startschwierigkeiten kommen, wenn sich noch keine eurer Mains in eurer Party befinden oder Spirits mit benötigten Effekten fehlen. Manche der Fights, wie gegen die Spirits von Dr. Wily aus Mega Man oder The Boss aus Metal Gear Solid 3, können sich wie reine Schikane anfühlen, wenn ihr nicht die richtige Kombination aus Spirits und Charakter parat habt – ungeachtet des Schwierigkeitsgrads, den ihr zu Beginn gewählt habt. Zwar lassen sich auch vom Spiel automatisch Spirits zuweisen, jedoch bekommt ihr nicht immer eine optimale Auswahl und müsst dann wieder selbst kombinieren.

Auf einem Fertigkeitsbaum lassen sich eine Reihe von Buffs aktivieren, mit deren Hilfe ihr ab einem gewissen Punkt mit eurem Dream Team wie ein unaufhaltbarer Demigott über die Map zieht, wenn ihr eure Fertigkeitspunkte richtig investiert. Das Sammeln von Spirits und die Kämpfe sind das Herzstück dieses Modus, die eigentliche Story rückt schnell in den Hintergrund. Ausufernde CG-Cutscenes, wie im Story-Modus von Super Smash Bros. Brawl auf der Wii, sucht ihr vergeblich. Der Adventure-Modus besitzt ebenso keinen Multiplayer, dafür lassen sich Spirits auch in Versus-Kämpfen verwenden. Trotzdem macht es sehr viel Spaß, die Karte zu erkunden und zu sehen, welche Ideen die Entwickler für Spirits und die dazugehörigen Kämpfe hatten.

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