PlayNation Test Battlefield 5

Battlefield 5 - Mit kleinen Neuerungen auf den Serien-Thron

Von Philipp Briel - Test vom 14.11.2018 - 14:59 Uhr
Battlefield 5 Screenshot

Beeindruckende Grafik mit Abstrichen

Auch die technische Umsetzung von Battlefield 5 steht dem Spielgefühl in nichts nach. Hier und da müssen wir leichte Clipping-Fehler oder Grafik-Patzer in Kauf nehmen. Ab und zu bleiben Waffen in der Luft stehen oder Soldaten fliegen nach einer Explosion meterweit durch die Luft, doch den hervorragenden Gesamteindruck schmäler diese kleinen Fehler nur minimal.

Negativ fallen zudem vereinzelte spät nachladende Texturen oder unschöne Schatten und gelegentliche Glitches auf.

Wirkliche Gamebreaker-Bugs sind uns während des Tests jedenfalls nicht aufgefallen, die meisten Fehler sind ausschließlich kosmetischer Natur. Hier hat DICE nach der Beta und mit dem umfangreichen Day-One-Patch wirklich ganze Arbeit geleistet.

Lediglich bei einigen Spawnpunkten müssen die Entwickler unbedingt noch nachbessern. Wird unsere Basis von Feinden überrannt, lässt uns das Spiel nicht selten direkt vor einem Feind erneut in den Kampf eingreifen, was unsere Lebenszeit natürlich deutlich verkürzt und stellenweise frustriert.

Battlefield 5 sieht schlicht bombastisch aus. Was die Frostbite-Engine hier auf den Bildschirm zaubert, ist atemberaubend und all das, obwohl sich 64 menschliche Spieler auf dem Schlachtfeld tummeln.

Das Zusammenspiel aus enorm detailreichen Umgebungen, wunderschönen Effekten und beeindruckenden Details sorgt für eine stimmige Atmosphäre. Besonders die Feuereffekte und Explosionen sehen beeindruckend aus. Abgerundet wird der gelungene Gesamteindruck durch hübsche Details wie realistische Spiegelungen im Wasser, Fußabdrücke im Matsch oder plötzlich einsetzende Schneestürme, die uns die Sicht rauben.

Trotz etlicher Details, einem wahren Effektfeuerwerk und Explosionen soweit das Auge reicht kann der Shooter die angepeilten 60 FPS fast konstant halten – zumindest auf PlayStation 4 Pro und Xbox One X. Die älteren Varianten der beiden Konsolen müssen teilweise herbe Framedrops in Kauf nehmen.

Unspielbar wird der Shooter dabei zwar nicht, der Unterschied zwischen 60 FPS und 40 FPS ist in einer brenzlichen Situation wohl aber spürbar. Auch in Sachen Texturqualität und Sichtweite müssen die Standardmodelle der beiden Konsolen Abstriche in Kauf nehmen.

Besonderes Lob gebührt allerdings den überarbeiteten Animationen. War es bislang noch so, dass sich jede Spielfigur gleich über eine Karte bewegt, kommt es nun mitunter vor, dass vor uns ein Soldat stolpert oder ausrutscht. Ein kleines, aber feines Detail, welches zur gelungenen Atmosphäre beiträgt.

Da gibt’s was auf die Ohren

Apropos Lob: Die Vertonung von Battlefield 5 ist über jeden Zweifel erhaben. Das beginnt bei den kräftigen Waffensounds und wuchtigen Effekten – seit jeher ein Aushängeschild der Reihe, doch diesmal haben sich die Entwickler selbst übertroffen.

Selbst die Entfernung spielt bei den Waffensounds oder Schreien der Soldaten eine Rolle, jedes Gewehr klingt anders. So schafft die Vertonung eine enorm dichte Atmosphäre, die uns tatsächlich das Gefühl gibt, mitten in einer gewaltigen Schlacht zu stehen.

Nicht unerwähnt bleiben darf zudem der herausragende Soundtrack des Spiels, der sich größtenteils aus Remixen bekannter Battlefield-Themes zusammensetzt und sehr gut zum Spielgeschehen passt. Vor allem in den skandinavischen Karten und Missionen gibt uns der Shooter allerdings gänzlich ungewohnte Klänge zu hören, die fast an den Soundtrack aus dem Herrn der Ringe erinnern und sofort für Gänsehaut sorgen.

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