PlayNation Test The World Ends with You -Final Remix-

The World Ends with You -Final Remix- - Das Leben ist nicht strange, sondern wunderschön

Von Yannick Arnon - Test vom 10.10.2018 - 15:00 Uhr
The World Ends with You -Final Remix- Screenshot

Zwischen mehreren AAA-Titeln, die in diesem Monat erscheinen, droht so mancher Titel unterzugehen. So auch The World Ends with You -Final Remix- für Nintendo Switch, eine aufgemotzte Umsetzung eines Action-Rollenspiels, welches ursprünglich 2007 für den Nintendo DS erschienen ist. Warum der Trip ins virtuelle Shibuya durchaus eure Aufmerksamkeit wert ist, erklären wir in unserem Test.

Niemand ist eine Insel

Soziale Kompetenz ist Neku ein Fremdwort, er ist der geborene Eigenbrötler und schlendert, genervt von den Menschen in seinem Umfeld, durch den Tokioter Stadtteil Shibuya. Plötzlich verändert sich die Welt um ihn, die Menschen in den Straßen scheinen ihn zu ignorieren und in seiner Hand liegt ein schwarzer Pin. Auf seinem Handy erscheint eine mysteriöse Nachricht. "Erreich 104. Du hast 60 Minuten. Scheiter und du wirst ausgelöscht. -Die Reaper". Was zunächst wie ein Kettenbrief aus den frühen 2000ern klingt, stellt sich nur allzu schnell als bitterer Ernst heraus, wie ein tickender Countdown in Nekus Handfläche beweist.

In The World Ends with You -Final Remix- findet ihr euch im Underground wieder, einer Art Parallelwelt, über die ihr zwar die reale Welt um euch herum seht, jedoch nicht von den Menschen in ihr wahrgenommen werdet. Über den Zeitraum einer Woche müsst ihr jeden Tag die von den Reapern gestellte Aufgabe erfüllen. Seid ihr erfolgreich, geht es mit dem nächsten Tag weiter. Einfach wird die Angelegenheit nicht, Barrieren versperren euch in der Oberwelt den Weg und monsterartige Kreaturen wollen euch ans Leder. Im ersten Kampf gegen die sogenannten Noise bleibt euch nichts weiter übrig, als die Beine in die Hand zu nehmen. Ihr müsst mit anderen Charakteren in der Spielwelt einen Pakt bilden und gemeinsam als Team antreten.

Attacken werden mittels eingesammelter Pins, genannt Psychs, ausgeführt. So kann Neku per Telekinese Objekte auf Gegner schubsen oder Feuerbälle aus seinen Händen schießen. Jedoch lassen sie sich nur begrenzt oft einsetzen, bevor sie eine kurze Cooldown-Phase benötigen. Gänzlich wehrlos seid ihr nicht, da ihr eurem Partner Befehle zum Angreifen geben dürft. Neue Psychs bedeuten neue Fähigkeiten, die ihr nach Belieben auswechseln könnt. Während der in Echtzeit laufenden Kämpfe müsst ihr gleichzeitig auch Neku steuern, um euch taktisch zu positionieren und gegnerischen Attacken auszuweichen.

Auf dem DS geschah das alles mit dem Stylus, auf der Switch wird das Action-RPG entweder per Pointer-Steuerung eines einzelnen Joy-Cons oder im Handheld-Betrieb über den Touchscreen gesteuert. Alle Innovation in Ehren, trotzdem kommt es zu ungewollten oder nicht richtig ausgeführten Aktionen in Kämpfen, wenn zum Beispiel Neku nicht zu einem ausweichenden Dash ansetzt, weil ihr nicht schnell genug über den Bildschirm gestrichen habt. Neben gelegentlichen Frustmomenten wird der ohnehin schon schwierige Einstieg dadurch noch ein Stückchen komplizierter.

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