PlayNation Test Mega Man X Legacy Collection

Mega Man X Legacy Collection - X-zellente Spiele in mittelprächtiger Umsetzung

Von Yannick Arnon - Test vom 02.08.2018 - 13:56 Uhr
Mega Man X Legacy Collection Screenshot

Durch die bisherigen Legacy Collections auf den Re-Release-Geschmack gekommen, hat Capcom zwei weitere klassische Sammlungen für alle gängigen Systeme veröffentlicht, dieses Mal wird Mega Man X wiederbelebt. Und obwohl die X-Reihe höhere Höhen (und in der späteren Hälfte tiefere Tiefen) als die Classic-Serie besitzt, sind es vor allem Mäkel bei der Umsetzung, welche die Mega Man X Legacy Collection den Must-Have-Status kosten.

X, X, Baby!

Mega Man X Legacy Collection deckt Mega Man X1-4 ab, während die restlichen Spiele in Mega Man X Legacy Collection 2 zu finden sind. Auch in der vage datierten Zukunft im Jahre 21XX herrscht immer noch Bedarf an heldenhaften Robotern in Blau. Diese Rolle wird von X ausgefüllt, der am weitesten fortgeschrittenen und letzten Schöpfung von Dr. Light. Und seine Fähigkeiten werden dringend benötigt, denn der Roboter Sigma führt seinesgleichen in eine Revolte gegen die Menschheit.

Die Storyline mag düsterer geworden sein, ansonsten gibt es reichlich Parallelen zur Classic-Reihe. X ist ein Naturtalent im Springen und Schießen, kann die Fähigkeiten besiegter Bossgegner kopieren und anderen Bossen somit mehr Schaden als mit seiner konventionellen Bewaffnung zufügen, während Sigma und die Mavericks Dr. Wily und die Robot Master ersetzen.

Mit Mega Man X, das 1993 fürs SNES erschien, gelang es Capcom, dem allmählich stagnierenden Jump'n'Shoot-Gameplay frischen Wind zu geben, in dem vor allem das Tempo angezogen wurde. Maßgeblich dafür ist die Dash-Fähigkeit, auf die ihr nach Erhalt des Upgrades für die Beine von X zugreifen könnt. Dank des Walljumps lassen sich Wände durch kontinuierliches Abspringen wieder erklimmen, sodass ihr beim Fallen in den Abgrund nicht sofort ein Leben verliert.

Vier Kapseln mit Erweiterungen für euren Körper sind in den Levels versteckt, die euch z.B. Waffen von Bossgegnern als aufgeladenen Schuss feuern lassen oder den erlittenen Schaden reduzieren. Die Suche nach Rüstungsteilen und sonstigen Upgrades bringt ein Element von Backtracking ins Spiel, das zum genauen Untersuchen der Levels und dem Experimentieren mit verschiedenen Waffen anspornt. Besonders fleißige Sammler werden mit einem Spezialmove belohnt, den insbesondere Prügelspiel-Fans kennen dürften.

Weiter geht es mit Mega Man X2, in dem acht neue Mavericks und neue Upgrades auf euch warten. Mit den X-Hunters kommen drei optionale Bosskämpfe hinzu, die den weiteren Verlauf der Story beeinflussen, wenn ihr sie vor Beendigung der regulären Levels besiegt habt. X2 geht sparsam mit Innovationen um, hält trotzdem das hohe Niveau des Vorgängers. Zu schwanken beginnt die spielerische Qualität erst mit Mega Man X3, das in der Legacy Collection als SNES-Version enthalten ist, welche als Modul heute ein begehrtes Sammlerobjekt ist.

Es existieren Umsetzungen von X3 für CD-basierte Systeme, die über kurze Anime-Sequenzen und umarrangierte Soundtracks und Effekte verfügen, welche hier natürlich fehlen. Man merkt dem Titel das Outsourcing an ein anderes Entwicklerstudio an: Der Schwierigkeitsgrad wirkt unausgeglichener, die Waffen uninspirierter und der Soundtrack klingt sehr eintönig. Dafür ist erstmals Xs Kumpel Zero spielbar, wenn auch nur in sehr begrenztem Umfang. Vor einem Bosskampf wechselt ihr automatisch wieder zu X und verliert ihr mit Zero ein Leben, bleibt er für den Rest des Spiels gesperrt.

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