PlayNation Test Batman: The Enemy Within

Batman: The Enemy Within - Gerade noch die Kurve gekriegt

Von Yannick Arnon - Test vom 18.04.2018 - 09:17 Uhr
Batman: The Enemy Within Screenshot

Wie am Fließband liefert Telltale Games interaktive Stories im Episodenformat ab. Dieses Jahr ist Batman: The Enemy Within, die zweite Staffel mit der DC-Ikone in der Hauptrolle, zu Ende gegangen. In The Enemy Within bekommt es der Dark Knight mit mehr Schurken zu tun, als ein einzelner Superheld vertragen kann. Wie - und vor allem ob - er damit fertig wird, liegt an euch.

Schon in der ersten Staffel hat sich Telltale mehrere kreative Freiheiten erlaubt, insbesondere was die Eltern von Bruce Wayne betrifft. Zu dem Fallout der bisherigen Ereignisse kommen neue Bedrohungen hinzu. In der ersten Episode von Batman: The Enemy Within hält der Riddler Einzug in Gotham City. Mit ihm im Schlepptau eine mysteriöse Geheimbehörde unter der Führung der zwielichtigen Amanda Waller. Beide Parteien haben es auf Batman abgesehen - Warum das so ist, offenbart sich Stück für Stück im Verlauf der Handlung. In The Enemy Within tauchen deutlich mehr Superschurken auf, die der geneigte Fan bereits aus Comics und anderen Adaptionen kennt. Darin liegt auch schon die erste Verbesserung im Vergleich zur ersten Staffel, deren Schurkenriege eher klein ausfiel.

Mehr Cutscene als Adventure

Wenn ihr in den vergangenen Jahren schon einmal eine Telltale-Episode gespielt haben solltet, dann dürftet ihr auch mit dem Ablauf vertraut sein. Der Großteil des Spiels läuft halbautomatisch in Form von Dialogen und Zwischensequenzen ab, in denen ihr Antworten auswählt oder Quick-Time-Events absolviert. Direkte Kontrolle übernehmt ihr nur in wenigen Fällen, gefühlt seltener als in der ersten Season. Wirkliche Rätsel braucht ihr nicht zu erwarten, vielmehr müsst ihr alle interagierbaren Objekte abarbeiten und schon geht es mit der Handlung weiter. Auf Knopfdruck könnt ihr euch alle Hotspots auf dem Bildschirm anzeigen lassen, nötig habt ihr dies aber nicht, da die Lösung in der Regel nur schwer zu übersehen ist. Pro Episode werdet ihr knapp eine Stunde beschäftigt sein. Wenn ihr die Schauplätze etwas gründlicher untersuchen möchtet, kommen noch gut 15 bis 20 Minuten hinzu, Belohnungen gibt es dafür jedoch keine.

Habt ihr bereits die erste Staffel von Telltales Batman-Serie abgeschlossen, lassen sich zu Beginn die darin getroffenen Entscheidungen importieren. Am Anfang jeder Episode wird betont, dass eure Entscheidungen den Handlungsverlauf prägen sollen. Umso frustrierender ist es, wenn in der letzten Episode die verschiedenen Optionen wieder zu einem gemeinsamen Finale zusammen laufen. Auch wenn ihr euch noch so viel Mühe gegeben habt, einen bestimmten Charakter auf die richtige Bahn zu lenken. In Action-Sequenzen dürft ihr oftmals auswählen, was für ein Gadget oder was für eine Kampftechnik ihr einsetzen wollt. Dynamische Kämpfe, wie in den Arkham-Spielen, gibt es dadurch nicht. Trotzdem ein feiner Zug, da wir es hier im Kern mit einem Point & Click-Adventure zu tun haben.

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