PlayNation Test Die Sims 4

Die Sims 4 - Eingeschränkte Lebenssimulation für das Sofa

Von Andre Holt - Test vom 30.11.2017 - 18:44 Uhr
Die Sims 4 Screenshot

Steuerung ging nach hinten los

Aber wir ließen uns nicht entmutigen und begannen mit der Charaktererstellung. Diese läuft genauso gut ab, wie auf dem PC und bietet allerlei Anpassungsmöglichkeiten, um die eigenen Sims möglichst detailgetreu anzupassen. Doch bereits hier fällt leicht auf, dass die Steuerung nicht wirklich perfekt mit dem Controller von der Hand geht und eher hakelig wirkt.
Mit voller Überzeugung, dass dies dem Modus geschuldet ist und auch andere Spiele das nicht viel besser hinbekommen, machten wir uns auf und erwarben das erste Grundstück. Hier sollte also unser Grundstein für das neue Leben gesetzt werden. Hier sollte unser Häuschen stehen, das uns die nächste Zeit begleiten solle

Das Debakel mit der Steuerung zeigt sich jedoch hier erst in ganzer Pracht: Die Entwickler waren offenbar gewillt, eine möglichst angepasste Steuerung zu entwickeln und sorgten dadurch offenbar für größere Probleme. So schalten wir auf Tastendruck zwischen einer freien Bewegung mit dem Cursor und einem einzelnen Wechseln durch die unterschiedlichen Tabs. Zusätzlich steuern wir die Kamera mit dem linken Analogstick und die komplette Steuerung fühlt sich alles andere als eingängig an. Selbst nach einigen Spielstunden konnte sich nicht wirklich ein „Flow“ entwickeln und die Bedienung war weiterhin ein Krampf.

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Ruckler und grobe Grafiken

Das zieht sich leider nicht nur durch den Baumodus, sondern auch durch die normale Lebenssimulation, in der wir unsere Sims durch die Welt steuern, ihnen Aufgaben erteilen, ihre Zufriedenheit und ihr Überleben sichern. Einzig lobenswert ist hier die Möglichkeit, eines der einzelnen Bedürfnisse auszuwählen und dem Sim damit automatisch zu suggerieren, das er/sie daran arbeiten solle.

Bis zu diesem Punkt ist die Umsetzung also eher wenig gelungen und das zeigt sich auch auf der technischen Seite: Wir testeten die PlayStation 4-Version und erlebten hin und wieder unschöne Ruckler und das allgemeine Grafikbild wirkte stellenweise ziemlich verwaschen und grobkörnig. Ein angenehmes Spielen war somit nicht wirklich gegeben und ließ neidisch in Richtung des PC schielen.

Auf den Konsolen bereitet Die Sims 4 weiterhin grundsätzlich Spaß und bietet gerade für Leute, die ansonsten keinen Zugang zu einem PC haben, endlich die Möglichkeit, den Titel zu spielen, Trotzdem bleibt gerade bei erfahrenen Spielern ein fader Beigeschmack. Die teilweise fehlenden Inhalte, die hakelige Steuerung und die technischen Aspekte lassen unsere Bedürfnisse in den niedrigen Bereich sinken und wir fühlen uns, als hätten wir einen roten Kristall über dem Kopf. Eine Umsetzung im Stile von Die Sims 3 wäre wahrscheinlich besser gewesen, denn diese ließ sich besser steuern und wirkte im Allgemeinen weitaus optimierter und durchdachter. Sehr schade eigentlich.

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