PlayNation Test THIEF

THIEF - Solider Schleich-Klassiker mit Ecken und Kanten

Von Patrik Hasberg - Test vom 02.03.2014 - 16:48 Uhr
THIEF Screenshot

Also tun wir, wie uns geheißen und schleichen in unseren Leisetreter-Schuhen, die wir von Splinter Cell-Agent Sam Fisher geliehen bekommen haben, durch die düstere Stadt. Besonders gut gefallen hat uns während unserer Streifzüge die Grafik sowie die düstere Atmosphäre. Hübsch sind auch die Lichteffekte beispielshalber von Wachen, die ahnungslos mit Fackeln ihre Runden ziehen. Trotzdem nerven gelegentlich grobkörnige Partikeleffekte und matschige Texturen. Da haben sich die Jungs von Eidos Montreal wohl gedacht, dass dies in den finsteren Level nicht weiter auffallen würde. Ein wenig mehr Feinschliff hätten auch die Gesichter der NPCs vertragen können. Wobei die Lippenbewegung meist nicht zu der deutschen Synchronisation passt und so oft zu eher unfreiwillig komischen Momenten führt, dafür aber von den  emotionslosen Mimiken ablenkt.

Übrigens NPCs, die KI in Thief wird mit Sicherheit keinen Preis für besondere Leistungen gewinnen. Doch beginnen wir im Hauptmenü, denn nur da können wir den Schwierigkeitsgrad einstellen, später im Spiel haben wir dazu nämlich keine Möglichkeit mehr. Entscheiden dürfen wir uns zwischen Schurke, Dieb und Meister, wodurch Wachen aufmerksamer und Ressourcen teurer werden. Auf der letzten Stufe leert sich zudem die Fokusanzeige deutlich schneller und es ist uns verboten Zivilisten zu töten oder bewusstlos zu schlagen. Wer Thief an seine eigenen Vorstellungen anpassen möchte, der darf die Standardeinstellungen feinjustieren oder den Schwierigkeitsgrad früherer Spiele übernehmen. Absolute Veteranen und Vollprofis wählen übrigens „Ultimativer Dieb“, wodurch das Spiel bereits nach dem ersten Bildschirmtod vorbei ist. Zudem sind keine Upgrades, Knockouts oder Alarme der Wache zugelassen.

Doch auch auf der mittleren Stufe stellen die Gegner keine wirkliche Herausforderung dar. Wer mal genug vom ewigen Schleichen hat, der packt einfach seinen Schlagstock aus und wirft sich gemeinsam mit Garrett in den Nahkampf. Besonders eindrucksvoll oder gut umgesetzt wirken solche Nahkämpfe allerdings nicht. Wobei man fairerweise auch sagen muss, dass Thief natürlich nicht auf Nahkämpfe ausgelegt ist und es meist mehrere Wege und Vorgehensweisen gibt, solchen Auseinandersetzungen aus dem Weg zu gehen.

Leises Vorgehen zahlt sich aber sowieso viel eher aus. So bekommen wir gegen Ende einer jeden Mission eine Statistik präsentiert und werden in einen von drei Rängen  eingeteilt. Waren wir als lautloser Geist, Opportunist oder eher als aggressiver Jäger unterwegs. Dabei ist das Spiel immer lösbar ohne einen einzigen Gegner zu töten oder Wachen auf uns aufmerksam zu machen.
Zudem dürfen wir zu jeder Zeit eine Mission wiederholen, während wir aktuelle Upgrades und Fähigkeiten behalten.

 

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