PlayNation Test Chaos auf Deponia

Chaos auf Deponia - Test: Alles nur kein Müll!

Von Tobias Fulk - Test vom 12.10.2012 - 08:53 Uhr
Chaos auf Deponia Screenshot

Und die sollen Deponia retten?

Wie bereits mehrfach erwähnt, spielt Chaos auf Deponia anders als sein Vorgänger in einer komplett neuen Umgebung. Rufus und Kollegen rätseln sich durch einen auf dem Ozean schwimmenden  Schwarzmarkt, der mit all dem klischeehaften Interieur protzt. Egal ob versiffte Spilunken oder freundliche Waffenhändler: Alles hat seinen Platz auf dem deponia'schen Schwarzmarkt. Doch Rufus muss auf der Rettungsreise seiner Geliebten des Öfteren mal expandieren. So besuchen wir auch andere Schauplätze von Deponia, die mindestens genauso bekloppt, dafür aber immer liebevoll gestaltet, sind. Das gilt auch für die Charaktere, welche die Welt bewohnen. Da hätten wir zum Beispiel schadenfrohe Roboterhunde, die uns zwar nicht helfen, aber doch immer einen lustigen Spruch auf Lager haben. Oder auch Inspektor-Doktor-Feuerwachtmeister Gizmo, der aufgrund neuzeitlicher Umstände mit gleich drei wichtigen Jobs vertraut wurde. Und dann wäre da noch eine ganz besondere Sprecherrolle. Unser geschätzter Kollege, selbsternannter „Geschwätzführer“ und Chef des gesamten playMASSIVE-Netzwerks Gronkh alias Erik Range fungiert in Chaos auf Deponia als Synchronsprecher und Special Guest. Und wir können abschließend sagen: Kein Zweiter hätte besser in die verrückte Welt der Daedalic-Charaktere gepasst als unser Grönkhchen!

Boshaft, fies und knackig!

Kommen wir nun zu den beiden Punkten, die ein echtes Daedalic-Adventure ausmachen: verrückte Rätsel und Humor. Erstere sind knackig, aber zu keinem Zeitpunkt im Spiel unlösbar. Man muss eben unlogisch denken und besagte Hundertschaften an Gegenständen an den unplatziertesten Orten ausprobieren – nur so kommt man ans Ziel. Hilfe gibt es im Grunde keine. Dafür aber wieder die Möglichkeit, alle Gegenstände mit allem zu kombinieren. Und auch hier können wir nur empfehlen, das einmal auszuprobieren. Zwar steigt dadurch die Spielzeit auf 15 Stunden+, jedoch kann man nur so die gesamte Vielfalt der eingesprochenen Witze und Dialoge genießen, womit wir beim Humor angelangt sind. Der ist Daedalic-typisch manchmal boshaft, manchmal auch schwarz, aber auf keinen Fall abwertend oder beleidigend. Viel mehr ist zu sagen, dass sich Chaos auf Deponia zu meist selbst nicht wirklich ernst nimmt, wodurch das Adventure einmal mehr unglaublich an Sympathie hinzugewinnt!

Liebevoll gezeichnete Screens sorgen für ein tolles Ambiente!

Mit Spaß bei der Arbeit!

Lasst uns abschließend noch auf Grafik und Sound eingehen. Auch hier hat das Entwicklerstudio rund um Jan Müller-Michaelis a.k.a Poki wieder ganze Arbeit geleistet. Die einzelnen Screens sind liebevoll gestaltet und bieten eine 2.5D-Oberfläche mit HD-Texturen, die man so bisher noch nicht in einem Spiel von Daedalic gesehen hat. Und wir brauchen euch sicherlich nicht erzählen, dass das Charakter-Design verrückter nicht sein könnte, oder? Abgerundet wird der insgesamt positive Eindruck der Technik von der Synchro und der dynamischen Hintergrundmusik, die ebenfalls selbst komponiert wurde. Man merkt einfach, dass hier Profis am Werk waren, die vor allem eines hatten: Spaß am Projekt. Viele Konkurrenten liefern eine meist langweilige Synchronisation ab – Daedalic bleibt dem eigenen Weg zum Glück treu!

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