PlayNation Test Borderlands 2

Borderlands 2 - Test: Auf nach Pandora, ihr Weicheier!

Von Tobias Fulk - Test vom 18.09.2012 - 09:11 Uhr
Borderlands 2 Screenshot

Sanctuary – die letzte Bastion

Bevor wir euch die Informationen zu den Charakterklassen an die Hand gaben, waren wir bei der offenen Welt von Borderlands 2 stehen geblieben. Wie bereits erwähnt, ist diese zwar im Open-World-Stil gehalten, allerdings benötigt es für fast jeden Kartenabschnitt eine Ladesequenz. Während diese meist für irgendwelche Aufträge oder andere Aktivitäten vorbereitet sind, könnt ihr euch im Outland austoben was das Zeug hält. Egal ob ihr euch mit den modifizierten Outrunner-Fahrzeugen spannende Schlachten mit Banditen liefert oder einfach nur Geld sammelt und die Karte erkundet: Die Welt von Borderlands 2 bietet an jeder Ecke eine Menge Spaß. Nicht ganz so spaßig steht es um eine der großen Hauptstädte. Die Rede ist von Sanctuary – die erste große Metropole, die wir in Borderlands 2 besuchen dürfen. Natürlich wartet hier allerlei Arbeit auf uns, doch zunächst werden wir für unseren bisherigen Fortschritt belohnt. Wir erhalten ein eigenes Heim und jede Menge Geschäfte, in denen wir unsere hart verdienten Dollar ausgeben können. Unter anderem winkten ein Waffenhändler, ein Heilungsautomat und auch eine Station, an der wir neue Munition besorgen können. Und wer auf seinen Reisen bereits Eridium gesammelt hat, kann dieses beim Schwarzmarkthändler für Charakter-Modifikationen wie mehr Platz im Inventar, mehr Waffenschaden oder viele andere ausgeben.

Waffen, Wummen, Ballermänner!

Dies ist jedoch nicht die einzige Variante, wie ihr euren Charakter verbessern könnt. Besonders spannend finden wir die Idee kleinerer Herausforderungen, die euch nach der Absolvierung eine Belohnung offerieren. Haben wir nämlich genügend Tokens gesammelt, können wir uns eine von fünf, dem Zufall überlassenen Attributen schnappen und diese verbessern. Das sorgt nicht nur für ein gutes Gefühl, sondern eröffnet sogar eine Art Wettkampf unter den Spielern, da jeder die Herausforderungen seines eigenen Charakters so schnell wie möglich abschließen möchte. Der eine oder andere fragt sich sicherlich: Wo bleiben die Kritikpunkte? Natürlich ist auch Borderlands 2 nicht frei von Negativem. Da wäre zum Beispiel die doch sehr krasse Schwierigkeit zu Beginn. Gerade wenn man sich beim Erkunden der Welt mal verläuft oder aber eine Mission startet, die mit „Mittel“, „Schwer“ oder „Hart“ gekennzeichnet ist, kann man alleine auch schnell mal das Zeitliche segnen. Deshalb immer langsam vorangehen und auch ruhig mal das eine oder andere Vieh mehr töten. Nur so kommt man in Borderlands 2 an neue Boni, Waffen und Fertigkeiten. Apropos Waffen: Natürlich bietet Borderlands 2 ein breites Arsenal an Waffen, das man den feindlichen Mistviechern oder auch Mistkerlen entgegensetzen kann. Ähnlich wie in anderen Rollenspielen sind diese mit Farben gekennzeichnet. Je goldener die Farbe, desto besser ist das gute Stück. Das Arsenal selbst reicht wie gewohnt von Scharfschützengewehren, über verschiedene Arten der Maschinenpistole bis hin zu dicken Wummen wie einem RPG, Lasergewehr oder auch Elementarwaffen, die bei Fleischkontakt Schaden verursachen. Da mit zunehmender Spieldauer auch feindliche Objekte mit solchen Ballermännern ausgestattet werden, empfiehlt es sich, stets seinen Schild im Auge zu behalten. Dieser kann im Inventar durch eine bessere Variante zu jeder Zeit ausgetauscht werden.

Borderlands 2 bietet eine große Waffenvielfalt. Egal ob MGs, Handfeuerwaffen oder schwere Geschütze: Jeder Waffentyp wird glücklich!

Das Levendesign: Eintönig? Durchaus. Langweilig? Nein!

Die spannende Frage bei einem Spiel wie Borderlands 2 lautet natürlich: Wie stehts um das Leveldesign? Nun, insgesamt gesehen bietet Pandora viel Platz für verschiedene Schauplätze. Mal kämpfen wir uns durch eine alte Koloniesiedlung, die dank den Bullymogs vollkommen zugeschissen und zerstört wurde, ein anderes Mal durch das Versuchslabor des Firehawks, der uns später noch zur echten Hilfe wird, oder auch durch offene, manchmal sehr unübersichtliche Areale. Das größte Problem hierbei ist jedoch, dass die Spielzeit von Borderlands 2 quasi bis in die Unendlichkeit reichen würde. Um das zu realisieren, passiert es nicht selten, dass wir für mehrere Quests in das ein und selbe Areal, das wir zuvor vielleicht schon dreimal gesäubert haben, zurückkehren müssen. Natürlich ist irgendwo eine Grenze, was neue Schauplätze angeht. Doch leider ist das Backtracking teils sehr nervend und durch geschlossene Kartenabschnitte, die das Reisen mit dem Outrunner nicht erlauben, auch noch sehr zeitaufwändig. Hier hätten wir uns mehr Schnellreisepunkte gewünscht, die in Pandora doch sehr spärlich gesetzt sind. Aber wie bereits erwähnt, wird es durch ständig nachspawnende Gegner nicht langweilig auf der großen Reise. Zur Beruhigung aller Fans: Die Gegner, egal ob Boss oder normal, leveln nicht mit, weshalb man sich später relativ schnell durch bereits entdeckte Abschnitte schießt.

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