PlayNation Test Pro Evolution Soccer 2011

Pro Evolution Soccer 2011 - Test: Der gebeutelte FIFA-Konkurrent?

Von Redaktion PlayNation - Test vom 06.10.2010 - 11:06 Uhr
Pro Evolution Soccer 2011 Screenshot

Jahr für Jahr der gleiche Krieg. Die Rede ist vom FIFA-Franchise von Electronic Arts und Pro Evolution Soccer von Konami. Während der eine Titel mit einem fetten Lizenzpaket und innovativen Online-Features punktete, hob „PES“ sich immer mit toller Ballphysik und realistischem Spielverhalten hervor. Doch wie sieht es mit Pro Evolution Soccer 2011 aus, nachdem FIFA 11 eine Grundsanierung in Sachen Physik und Spielmechanik erhalten hat? In unserem Test verraten wir euch ob „Pro Evo“ immer noch der Simulationskönig unter den Fussballvideospielen ist oder ob EA Sports mit FIFA 11 endgültig am Konami-Kicker vorbei gezogen ist.

Konami's Antwort auf „Pro Passing“

Nachdem EA Sports mit FIFA 11 ein neues Passsystem namens „Pro Passing“ eingeführt hat, musste Konami ebenfalls antworten. Dies tut man im 2011er Ableger mit einen überarbeiteten Passsystem. So ist es nun möglich, Pässe punktgenau in den Lauf eines gestarteten Stürmers zu spielen. Dies macht sich vor allem bei Spielern wie Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo bemerkbar, welche dadurch noch präzisere Abspielmöglichkeiten bekommen. Um den Pass genau timen zu können hat Konami einen kleinen Powerbalken implementiert, welcher euch die Stärke des Schusses oder Passes genau anzeigt.

PES2011_FCB_1


Ansonsten ist spielerisch alles beim alten geblieben. Bekanntlich steckt der Teufel ja im Detail. Eine weitere Neuerung sind die Finten und Tricks. Hier hat Konami eine Vielzahl von neuen Tricks eingebaut, welche man sich jetzt auch auf den rechten Stick legen kann. Dies ermöglicht das tricksen für Anfänger erheblich, auch wenn Pro Evolution Soccer 2011 alles andere als einsteigerfreundlich ist. Bleiben wir aber bei der technischen Seite. Hier überzeugt erneut die Ballphysik, wodurch keine Situation der Anderen gleicht und Torraumszenen unvorhersehbar Enden können – wie in den Vorgängern eben. Leider fallen selbst auf dem höheren Schwierigkeitsgrad viele Tore, weshalb Ergebnisse wie 5:5 keine Seltenheit sind. Ebenfalls kritisch betrachten wir die Torwart-KI. So gab es auf dem Schwierigkeitsgrad „Fortgeschritten“ oftmals Probleme mit dem Rauslaufen des gegnerischen Keepers. Wir durften in einigen Situationen sogar ohne jegliche Torwartreaktion bis auf den 5-Meter-Raum durchdringen und mit einem strammen Schuss den Abschluss suchen, was nun wirklich nicht mehr zeitgemäß ist.

Per Motion-Capturing fügte Konami über 1000 neue Bewegungen für die virtuellen Kicker ein, welche dem Spiel mehr Dynamik verleihen sollen. In der Tat wirken die Bewegungsabläufe nun noch realistischer und die Finten von Messi und Co. sind nun noch effektiver wenn es darum geht, die gegnerische Abwehr auszuhebeln. Dennoch wirken manche Animationen zu „abgehakt“ und zu altbacken. Konami sollte wirklich mal über eine Grundsanierung der Engine nachdenken.

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