PlayNation Vorschau Bus Simulator

Bus Simulator - Nahverkehr auf der Konsole: Läuft es wie gewünscht?

Von Wladislav Sidorov - Vorschau vom 24.02.2019 - 17:22 Uhr
Bus Simulator Screenshot
© astragon

Der öffentliche Nahverkehr kommt auf die Konsole! Mit dem Bus Simulator seid ihr demnächst auch auf der PlayStation 4 und Xbox One dafür verantwortlich, dass die Bewohner von Seaside Valley nicht länger auf ihr Auto angewiesen sind. Wir haben uns die neue Version angeschaut und verraten euch, ob die Umsetzung für den Controller gelungen ist.

Ihr habt bereits den Bus Simulator 18 am PC gezockt? Dann dürft ihr euch bei der Konsolenfassung für PlayStation 4 und Xbox One wie zuhause fühlen, denn was wir bislang vor Augen geführt bekamen, kann durchaus als eine solide Adaptierung für den Controller bezeichnet werden!

Bereits in der Vergangenheit veröffentlichte Astragon mehrere Umsetzungen für die Konsole, die auf dem Original für den PC basierten und es mit kleineren Abstrichen, zum Beispiel fehlendem Mod-Support, auf die heimische Couch schafften. Im Falle des Bus Simulators bedeutet das, dass so gut wie jede Funktion übernommen wurde, darunter auch die selbstständige Gestaltung des Nahverkehrs.

Bus Simulator astragon
© astragon

Erst die Story, dann das Vergnügen

Um zu dieser überhaupt erst zu kommen, müsst ihr euch im kleinen Storymodus allerdings zunächst darum kümmern, dass der erste kleine Stadtteil angeschlossen wird. Und so heißt es für euer kleines Busunternehmen, diverse vom Spiel vorgegebene Quests zu erfüllen, die nach und nach im Menü auftauchen. Dazu gehört beispielsweise die geschickte Verknüpfung einer Linie mit einer bestimmten Haltestelle, das Erreichen einer bestimmten Anzahl an Fahrgästen oder der Kauf eines neuen Busses. Wer möchte die Bewohner der Städte nicht mit einen großen Fuhrpark überzeugen?

Der auf den ersten Blick sehr kniffelig erscheinende Streckenplaner funktioniert mit dem Controller trotz meiner Vorbedenken erstaunlich gut und lässt sich überaus intuitiv bedienen, auch wenn in unserer Beta-Version manch eine Beschriftung für Verwirrung sorgte. So besagte eine Quest, dass wir eine Rundfahrt erledigen sollen, doch eine solche Option wurde lediglich unter einem anderen Namen geführt. Abseits dessen ergibt die Belegung der Buttons Sinn und sorgt deshalb selbst bei Spielern, die sich noch nie mit dem Berufsfeld des Busfahrers beschäftigten, kaum für Probleme.

 

Controller statt Lenkrad

Besonders die Steuerung der Busse mit dem Controller fällt positiv auf, sogar besser als mit Tastatur und Maus - für alle, die gerne Rennspiele spielen, sollte dies allerdings keine große Überraschung sein. Forza Horizon 4 möchte sicherlich niemand freiwillig ohne Controller spielen oder doch? Um die Wette zu rasen ist allerdings nicht erlaubt, also haltet euch schön an die Verkehrsregeln!

Ihr bekommt hierbei die Auswahl zwischen einem vereinfachten sowie einem realistischen Modus, sodass ihr euch eurem persönlichen Fahrtalent anpassen könnt. Das erweiterte Menü, mit dem sich beispielsweise das Licht oder die Türöffnung bedienen lassen, kann unmittelbar über das Steuerkreuz geöffnet und über ein Radmenü bedient werden. Solltet ihr dennoch von den vielen Möglichkeiten verwirrt sein, empfehlen wir euch zunächst den Abschluss des umfangreichen Tutorials, das sowohl die Steuerung als auch eure Aufgaben erläutert. Quasi ein virtueller Führerschein.

Auch im Fall des Falles, dass ein Fahrgast ein Ticket benötigt, lässt sich das entsprechende Menü ebenfalls bequem über einen einzelnen Button aufrufen. Sollte euch das ständige Öffnen der Menüs jedoch nerven, dann könnt ihr solche und viele weitere Ereignisse in den Einstellungen übrigens komplett deaktivieren, um in aller Ruhe euren Geschäften nachzugehen. Dazu gehören unter anderem die vielen Ingame-Events, die jede Fahrt verändern: Baustellen, Unfälle oder nervige Passagiere stehen leider an der Tagesordnung.

Bus Simulator Trailer
© astragon

Lasst das Volk arbeiten

Im Grunde genommen seid abseits der Quests nie dazu gezwungen, tatsächlich selbst jeden einzelnen Bus zu fahren. Ihr könnt stattdessen einfach Mitarbeiter einstellen, die das restliche Alltagsgeschäft erledigen, während ihr euch um eure persönliche Lieblingslinie kümmert. Eure kleinen KI-Männchen sorgen dafür, sofern ihr sie denn dazu eingeteilt habt, dass die Fahrgäste an anderer Stelle einsteigen können. Abseits davon müsst ihr jedoch als Manager sicherstellen, dass die Erstellung neuer Strecken, das Beschaffen neues Wagenmaterials und die Akquirierung weiterer Mitarbeiter reibungslos vonstatten geht, denn bei diesen Aufgaben seid ihr auf euch alleine gestellt.

Habt ihr keine Lust, ständig alleine durch die Seaside Valley getaufte Stadt zu cruisen, solltet ihr den ebenfalls übernommenen Multiplayer-Modus ausprobieren, der für bis zu vier Spieler gedacht ist. Die einzelnen Aufgaben könnt ihr hierbei zwischen euch und euren Freunden frei einteilen. Der eine darf die Fahrkarten kontrollieren, der andere fährt den Bus, wiederum ein anderer hingegen kümmert sich um die Streckenplanung und so weiter und so fort. Spielmechanische Grenzen sind zumindest nicht gesetzt. Ihr könnt sogar allesamt die Beine hochlegen, einfach aus dem Bus aussteigen und eure KI-Angestellten zur Arbeit schicken, um in Ruhe das städtische Leben zu genießen.

Eine Busfahrt die ist lustig, eine Busfahrt die ist nicht so schön

Blicken wir auf die technische Sicht, dann sind die Konsolenfassungen, nunja, ausreichend. Trotz Verwendung der Unreal Engine 4 ist das Ergebnis dürftig. Die Ladezeiten sind oftmals unerträglich lang, gerade beim ‚Erstellen‘ der Welt, das Kantenflimmern kaum zu übersehen und die Texturen sehen aus als würden sie aus Pappmaché bestehen. Das ist für die Simulation an sich vollkommen okay, aber wirklich schön ist das Ergebnis nun wirklich nicht. Besonders offensichtlich ist das Aufploppen von Elementen in der Ferne.

Bus Simulator PS4 Screenshot
© astragon

Entscheidet man sich dafür, den Bus zu verlassen um die Spielwelt zu erkunden, möchte man am liebsten gar nicht allzu genau hinschauen. Tut man das doch, fallen zumindest die vielen Details auf, die die Entwickler in den einzelnen Gebieten versteckt haben.

Aber sind wir mal ehrlich, für Fans von Berufssimulationen dürfte das Ganze ziemlich egal sein. Solange zumindest die Framerate stabil ist und die Mechaniken stimmen, wird man darüber hinwegsehen. Letztendlich geht es ja um das Wohl der Fahrgäste - und nicht um das des Spielers!

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