PlayNation Vorschau A Plague Tale: Innocence

A Plague Tale: Innocence - Auf der Flucht vor Ratten und der Inquisition

Von Franziska Behner - Vorschau vom 18.02.2019 - 12:04 Uhr
A Plague Tale: Innocence Screenshot
© Focus Home Entertainment

Das 14. Jahrhundert in Frankreich. Wer im Geschichtsunterricht gut aufgepasst hat, weiß, dass zu dieser Zeit die Pest im Land wütete. Eine schlimme Krankheit, für die damals weder der Auslöser, noch eine Heilung bekannt waren. Und zu dieser Zeit spielt auch A Plague Tale: Innocence. Wir waren in Paris bei Focus Home Entertainmentund und haben uns das Spiel genauer angeschaut.

Blindes Vertrauen

A Plague Tale: Innocence erzählt die Geschichte des französischen Mädchens Amicia, die gemeinsam mit ihrem Bruder vor „Der Inquisition“ fliehen muss. Und das, obwohl sich beide nahezu nicht kennen. Wie das sein kann? Hugo, der jüngere Bruder, wurde jahrelang von ihrer gemeinsamen Mutter weggesperrt, da er immer wieder von seltensamen Anfällen geplagt wird. Sie versuchte dies mit hunderten Tinkturen sowie Alchemie zu heilen, aber nichts davon schien zu helfen. Und genau diese seltensamen Ausbrüche Hugo’s machen ihn zum großen Ziel der Inquisition. Ihnen bleibt also keine andere Wahl als gemeinsam wegzulaufen. Ohne ihre Eltern, ohne klares Ziel. Aber irgendwer muss ihnen doch helfen!

Hand in Hand flieht das ungleiche Geschwisterpaar vor den Soldaten und muss dabei beweisen, dass sie als Team agieren können. Denn die Gegner sind wachsam und sie nur zwei Kinder. Doch das macht sie nicht wehrlos! Ausgestattet mit einer Handvoll Steinen in der Tasche und einer Schleuder, weiß sich Amicia auf trickreiche Art und Weise zu helfen. Mit diesen einfachen Mitteln vermag Entwickler Asobo Studio ein einfaches, aber effektives Kampfsystem in diese narrative Geschichte zu basteln, das sich schlicht echt anfühlt.

Eine Schleuder und viele Stealth-Elemente

Viele Spiele geben bereits den Kleinsten Schwerter in die Hand, lassen sie mit Zaubern um sich schießen oder sogar riesige Keulen schwingen, die größer sind als sie selbst. In A Plague Tale liegt der Fokus hingegen stark auf dem erzählerischen Aspekt und der Einfachheit der damaligen Zeit. Und so passiert es, dass dem jungen Mädchen nun mal nur eine Schleuder zur Verfügung steht, mit der sie bereits Tiere im Wald gejagt hat. Jedoch macht diese einfache Waffe ziemlichen Lärm, wird sie abgefeuert. Gegner könnten dadurch auf sie aufmerksam werden. Gewitzt wie Amicia ist, stellt sie bald fest, dass die Steine aber auch mit der Hand geworfen werden können und dadurch um einiges leiser sind. Trifft man damit einen metallischen Gegenstand, ist der Gegner schnell abgelenkt und die Flucht zum Greifen nah.

© Focus Home Entertainment

Aber auch Kämpfe kommen in A Plague Tale nicht zu kurz. Mache sind nötig, wieder andere eher optional und abhängig vom eigenen Spielstil. So könnt ihr euch durch Maisfelder, hohes Grad und Blumenwiesen an den Gegnern vorbeischleichen oder sie offensiv angreifen. Dazu schleudert ihr ihnen einen Stein mitten ins Gesicht. Hier liegt der Fokus ebenfalls auf den Emotionen der Kinder, denn einen Menschen tödlich zu verletzen geht an dem jungen Mädchen nicht spurlos vorbei. Das Wechselbad der Gefühle stellt eine Frage permanent in den Vordergrund: Was würdet ihr tun, um zu überleben?

Ratten, überall Ratten

Ihre Reise führt die Zwei Kinder durch verschiedene Orte und überall scheinen neue Gefahren auf sie zu lauern. Permanent schwebt zudem die Angst mit, sich mit der zu dieser Zeit wütenden Pest anzustecken. Hauptüberträger dieser schwarzen Krankheit waren damals Ratten, die wie eine unbesiegbare Übermacht auf die Kinder wirkt. Bis zu 5.000 Ratten kann Entwicklerstudio Asobo zeitgleich animieren und über den Bildschirm rennen lassen. Die roten Augen, die langen Schwänze und ihr Hunger auf Fleisch werden euch eine Gänsehaut bescheren. Mit der Schleuder kommt ihr gegen die Nager nicht weit, da diese aber Angst vor Feuer haben, könnt ihr euch dieses Element zunutze machen. Zündet Kronleuchter an und bahnt euch mit der Fackel in der Hand euren Weg in die Freiheit.

Insgesamt liegt in dem zwischen 12 und 15 Stunden langen Spiel, neben kleineren Rätseleinheiten, die Beziehung zwischen Hugo und Amicia im Fokus. Ihr werdet merken, wie sich beide verändern, zueinander finden und, typisch wie Geschwister, auch Auseinandersetzungen überstehen müssen. Doch spätestens, wenn die beiden einer neuen Gefahr gegenüberstehen, raufen sie sich wieder zusammen.

Sonderlich lange müsst ihr euch nicht mehr gedulden, ehe ihr euch ins pestverseuchte Frankreich des 14. Jahrhunderts begeben könnt. Bereits am 14. Mai 2019 erscheint Plague Tale: Innocence für PS4, Xbox One und PC.

© Focus Home Entertainment

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