PlayNation Vorschau Strife

Strife - Gute MOBA ohne Erfolgschancen

Von Christian Liebert - Vorschau vom 24.02.2014 - 15:35 Uhr
Strife Screenshot

Mit der kostenlosen MOBA Strife will sich S2 Games noch einmal daran probieren, im großen Feld der DOTA-Klone mitzumischen. Während Heroes of Newerth seiner Zeit im Schatten von League of Legends verschwand, soll Strife nun alles besser machen, was aktuelle Titel verbocken. Dabei lockt die Online-Kampfarena sogar mit einigen interessanten Features, wie aufwertbaren Items, einem Begleitersystem und einsteigerfreundlichen Spielmechaniken. Die große Frage ist aber: Reicht das alles aus? Wir haben die Closed Beta des ambitionierten Konkurrenten gespielt und sind trotz aller Herrlichkeit nicht so wirklich überzeugt, hier das nächste Genre-Topgame vor uns zu haben. Leider ganz im Gegenteil..

Nie nächste Generation MOBA

Als S2 Games damals mit Heroes of Newerth an den Start ging, hat man den Thron des neu entdeckten Genres leider knapp verpasst. Der Grund: League of Legends. Obwohl viele Spieler der MOBA von S2 mehr Spieltiefe zugesprochen haben, scheiterte das Schlachtfeld an seinem Kaufpreis. Heroes of Newerth war zu Begin nämlich nicht kostenlos, während League of Legends mit seinem Free-2-Play-Konzept warb. Zwar ist S2 mittlerweile auch auf diese Schiene gewechselt, aber so ganz bekommen hat man den Anschluss damit immer noch nicht mehr. Was tun also? Richtig: Ein neues Spiel muss her. Wieder ein MOBA, wieder im klassischen Gewand, aber diesmal gleich von Grund auf alles richtig machen. Die Idee zu Strife war geboren. S2 Games betitelt seinen Frischling als die nächste Generation Multiplayer-Online-Battle-Arena und hat auch einige interessante Neuerungen im Gepäck.

Grundlegend verbirgt sich hinter Strife eine standardisierte MOBA. Wir wählen aus einem von bisher 14 spielbaren Helden, die alle über verschiedene Fähigkeiten verfügen. In zwei Teams, bestehend aus bis zu fünf Spielern, geht es dann aufs Schlachtfeld. Ziel ist es, die gegnerische Basis zu erreichen und diese zu zerstören. Ist dies erreicht, hat das entsprechende Team die Runde gewonnen.

Drei große Neuerungen

Die wohl größte Errungenschaft von Strife sind die Begleiter. Schon nach dem ausgiebigen Tutorial können wir uns für einen Wonneproppen entscheiden, der wahlweise auf Kommando Schaden macht, uns beschützt oder heilende Kräfte wirkt. Allerdings nicht dauerhaft, denn der Skill hat eine Abklingzeit. Eine veränderte Version der Beschwörerzauber aus League of Legends? Auf den ersten Blick schon, aber die Tatsache, dass die Begleiter aufgewertet werden können und so weitere Boni wie mehr Lebenspunkte oder eine höhere Mana-Regeneration zu erhalten, erweitert dieses Feature merklich. Um eben dies zu tun, brauchen wir Essen. Das gibt es am Ende eines Matches, wenn wir uns für eine von drei Truhen entscheiden müssen. Dazu aber später mehr. Derzeit gibt es sieben verschiedene Pets zur Auswahl, jedes verfügt über eigene Fähigkeiten.

Die zweite „große“ Neuerung sind die personalisierten Gegenstände. Hier können wir ein Item aus dem Shop wählen und ihm zwei relativ bestimmbare Erweiterungs-Werte zuweisen. Dazu benötigen wir ebenfalls ein spezielles Material, das wir aus der Truhe am Ende der Runde looten. Die Möglichkeiten Gegenstände aufzuwerten sind sehr umfangreich und eine kleine Leiste zeigt Neulingen sogar direkt, wie effizient ihre Wahl ist. Allerdings müssen wir uns vor dem Start einer Runde für vier Items entscheiden, die wir mit in den Kampf nehmen. Diese haben wir aber nicht automatisch in der Tasche, wir müssen sie nämlich erst noch erspielen.

Als letzter Punkt soll der inhaltlichen Revolution des Genres die Möglichkeit zur Verzauberung beitragen. Mit Elixieren, die es mal wieder am Ende einer Runde aus der Truhe gibt, lassen sich selbst erstellte Gegenstände aufwerten und damit dessen Effektgehalt noch weiter verbessern. Bis hin zum legendären Status. Im Komplettpaket mit den anderen beiden Haupt-Neuerungen also schon ein deutlicher Unterschied zu anderen Ablegern des Genres. Aber nur auf dem Papier, denn die Ressourcen sind mühselig zu erfarmen und die eigenen Items verschwinden schon nach zwei Wochen wieder. Zwar gibt es die Möglichkeit zu dauerhaften Bereitstellung, aber das kostet zusätzlich große Mengen Materialien und überall winkt der Item-Shop. Gegen echtes Geld lassen sich nämlich nicht nur mehr Truhen looten, man kann Gegenstände ebenfalls dauerhaft zur Verfügung stellen.

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