PLAYCENTRAL TEST Fussball Manager 11

Fussball Manager 11: Hacke, Spitze, 1, 2, 3 – Der neue Manager im Test

Von Redaktion PlayCentral - Test vom 04.11.2010 08:59 Uhr

Neben der regulären FIFA-Simulation FIFA 11 veröffentlicht EA Sports in diesem Jahr natürlich auch eine neue Version des Fussball Managers. Es ist aber nicht irgendeine Fortsetzung, sondern die des 10-jährigen Jubiläums. Deshalb haben sich die Entwickler einige ganz besondere Neuheiten für die Taktik-Füchse unter euch ausgedacht. Wie diese Neuerungen aussehen, wie sie sich spielen und was es beim Fussball Manager 2011 zu kritisieren gibt, erfahrt ihr in unserer ausführlichen Review zum Spiel.

Aller Anfang ist schwer

Keiner sagt, dass das Trainer- & Managerleben ein einfaches ist. Immer wieder gibt es neue Probleme oder Verletzungssorgen, wodurch das komplette taktische Netz verschoben wird. Um diese Einstellungen individuell an das eigene Können anzupassen, bietet euch EA Sports im Fussball Manager 2011 verschiedene Anpassungsmöglichkeiten. Nachdem wir unser‘ eigenes Aussehen, die individuell eingestellten Ligen sowie unser Lieblingsteam und unsere Lieblingsspieler ausgewählt haben, können wir den Schwierigkeitsgrad einstellen. Hier kann man entweder die jeweiligen Punkte auf einen Grad setzen oder einzeln Punkte wie Transfers, Geschäftsführung, Gegnerstärke, Fans oder Medien festlegen . Alte Veteranen der Serie kennen diese Einstellungsmöglichkeiten bereits aus den Vorgängerteilen.

 

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Anschließend haben wir die Qual der Wahl. Wie auch schon in den Vorgängerteilen bietet der Fussball Manager 11 alle Lizenzen bis zur deutschen Regionalliga. Die Frage der Fragen: Starten wir mit einem kleinen Club und arbeiten uns langsam über 3.- & 2 Liga in die Bundesliga oder nehmen wir direkt eine Herausforderung aus der ersten Liga an. In unserem Fall starten wir direkt mit einem Erstliga-Verein, nämlich Eintracht Frankfurt. Wer das Bundesliga-Geschäft in echt verfolgt und auf Realismus steht, kann sich mit dem kostenpflichtigen Live Season-Paket für fünf Euro aktuelle Saison-Daten wie Tabellenstand, Spielerform, Torschützenliste und auch Verletzungen herunterladen. Schade jedoch, dass man für dieses nette Feature blechen muss.

Wir schreiten weiter mit Frankfurt fort. Mittlerweile sind wir im Verein angekommen. Bereits die Oberfläche der Schaltzentrale weißt einen aufgeräumten und übersichtlicheren Eindruck auf. Bis auf Veränderungen an der Menüstruktur ist jedoch alles beim Alten geblieben. Im Menüpunkt Transfers können wir Verträge verlängern, Spieler auf den Transfermarkt setzen oder unsere Fühler nach einem Spieler ausstrecken. Bei Mannschaft legen wir Aufstellungen, Taktiken sowie weitere Optionen fest und bei Verein können wir Merchandise, Infrastruktur und vieles mehr verwalten. Unser‘ E-Mail-Postfach hält uns mit aktuellen News rund um unsere Spieler und um den Verein immer auf dem Laufenden. Auch in diesem Jahr gibt es wieder den eigenen Schreibtisch, welchen wir individuell mit eigenen Tabs wie Tabelle, Torschützenliste oder Marktwerte der Top Spieler belegen können. Insgesamt ist die Oberfläche wie in jedem Jahr grundsolide mit wenigen Neuerungen, welche aber auch nicht nötig gewesen wären.

3, 2, 1, Mainz!

Unseren Test haben wir ohne die aktuellen Daten der Live Season durchgeführt. Kommen wir nun zum ersten neuen, beziehungsweise stark überarbeiteten Feature. Wie bereits in Video-Features vor dem Release angekündigt, gibt es nun einen überarbeiteten Transfermarkt. Dieser lässt die Transfers nun noch realistischer und vor allem langwieriger über die Bühne gehen. Mit Eintracht Frankfurt haben wir mal André Schürrle von Mainz 05 in unser‘ Blickfeld genommen. Dieser ist aufgrund der ignorierten Live Season nicht bei einem Marktwert von 7 Millionen, sondern gerade mal bei 1,5 Millionen Euro. In einen Interview nach einem Testspiel gegen den Karnevalsverein loben wir in einem Interview nach dem Derby vor allem die Leistung von Schürrle, wodurch erste Gerüchte um eine Verpflichtung unsererseits entstehen. Die lokale Sportzeitschrift Kicker ist nach jedem simulierten Tag immer mit den aktuellsten Meldungen am Start, weshalb auch dort hart über einen Wechsel spekuliert wird.

Der nächste Schritt unsererseits ist, den Scout loszuschicken um herauszufinden, für welche Summe Mainz 05 bereit wäre, Schürrle ziehen zu lassen. Da für ihn keine feste Ablösesumme eingetragen wurde, ist Mainz ab einem Angebot von 2,3 Millionen bereit, André wechseln zu lassen. Umgehend unterbreiten wir dem Offensiv-Allrounder ein Angebot von 2,5 Millionen Euro Ablöse und ein Jahresgehalt von 1,9 Millionen Euro, rund 800.000 mehr als er bei seinem aktuellen Club verdient. Bereits nach einer Woche Bedenkzeit willigen beide Seiten, also Berater von Schürrle sowie der FSV ein und wir stellen Schürrle der Presse als ersten Neuzugang in der neuen Saison vor.

 

Alles in allem ist der neue Transfermarkt samt spannender Transfers sehr gelungen. Natürlich ist der Transferpoker bei höheren Ablösesummen und vor allem stärkeren Spielern wie Wayne Rooney, Cristiano Ronaldo oder Lionel Messi um einiges spannender als bei kleineren Transfers. Außerdem spielt auch der zu Beginn eingestellte Schwierigkeitsgrad eine wichtige Rolle.

Die Taktik ist das A und O!

Ein ganz wichtiges Element der Fussball Manager-Reihe von EA Sports waren schon immer die taktischen Möglichkeiten. Vor jedem Spiel muss man sich über die Aufstellung sowie über die grundlegenden taktischen Anweisungen der jeweiligen Spieler Gedanken machen. Im Fussball Manager 2011 wurden seitens EA starke Veränderungen in diesem Bereich vorgenommen. So gibt es nun zum Beispiel verbesserte Spielerstärken und -schwächen. Ein Franck Ribéry beispielsweise hat Stärken im Aufbauspiel, Passspiel, Torabschluss und als Halbstürmer. Seine Kopfballstärke hingegen befindet sich nicht mal auf dem Niveau eines Regionalligaspielers. Gerade aufgrund dieser individuellen Stärken und Schwächen muss man im „FM 11“ viel Zeit darin investieren, die einzelnen Spieler auf ihrer besten Position zu platzieren.

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Aber nicht nur die Spielerstärken haben eine Generalüberholung erhalten, sondern auch der Taktikbildschirm. Dieser besteht nun aus einer Art Tablett, welches die einzelnen Spieler anzeigt. Dort können wir nun den kompletten Spielaufbau einstellen. Wir beginnen ganz hinten, bei unserem Torwart. Ihm geben wir entweder die Aufgabe, den Ball nach einer erfolgreichen Parade weit in die gegnerische Hälfte zu dreschen oder aber den Spielaufbau komplett neu zu beginnen und den Ball kurz zu einem freien Abwehrspieler zu passen. Nun bieten sich weitere Spielaufbaumöglichkeiten. Soll der Abwehrspieler sich mit einem Dribbling in die gegnerische Hälfte probieren oder lieber einen langsamen Spielaufbau über die Mittelfeldreihe spielen? All diese Einstellungen ziehen sich weiter bis zum gegnerischen Tor. Außerdem darf man auch entscheiden, wie offensiv oder defensiv die einzelnen Kicker agieren sollen, wann und welcher Abwehrspieler bei einer eigenen Standardsituation mit in den gegnerischen Strafraum geht und wer für den Spielaufbau verantwortlich ist. Insgesamt wirkt der neue Taktikbaum im Gegensatz zu den Vorgängern abgeschwächt. Setzt man sich damit allerdings wenige Minuten auseinander, so merkt man die Intensität dieses Features.

Und die Moral von der Geschicht…

… Schalke steigt ab und Frankfurt nicht. Spaß bei Seite, abgerechnet wird am 34. Spieltag. Dies gilt auch für den Fussball Manager 11. Und damit wir am Ende der Saison nicht absteigen beziehungsweise unsere gesetzten Ziele erreichen, muss natürlich nicht nur die Taktik und die Gesamtstärke der Mannschaft stimmen, sondern auch die Moral & Formkurve der einzelnen Spieler. Auch hier hat Electronic Arts in diesem Jahr einige kleinere Veränderungen vorgenommen. So können wir Trainingsleistungen und besonders starke Spielerleistungen nun nicht nur in den Einzelgesprächen loben, sondern auch in Fernsehinterviews. Natürlich sollte man auch wirklich nur die Leistungen loben, die auch wirklich überragend waren. Läuft es mal überhaupt nicht nach eurem Geschmack, kann man jederzeit Freundschaftsspiele gegen Amateurmannschaften veranstalten und so die eigenen Stürmer wieder zum Tore schießen animieren. Insgesamt wirkt das neue Moralsystem noch realistischer als in den Vorgängerteilen und vor allem hat man endlich das Gefühl, mit verschiedenen Charakteren zu arbeiten.

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Das alte Technik-Geplänkel

Während sich in Sachen Taktik, Transfers und Spielerstärken sowie Moral einiges getan hat, trübt die FIFA 09-Engine im 3D-Spiel immer noch so ein wenig den sehr guten Eindruck vom Fussball Manager 2011. Dies ist insofern schade, da man bei FIFA 11 auf dem PC jetzt die FIFA 10-Engine der Konsolen-Version endlich eingeführt hat. In diesem Jahr lassen wir die steifen Animationen und unsauberen Spielergesichter nochmal durchgehen, im nächsten Jahr wollen wir aber die FIFA 10-Engine sehen, EA!

Dafür wurden die taktischen Anweisungen nochmal verbessert, welche wir von der Seitenlinie ins Spiel rufen. Wir können nun, ähnlich wie im Taktikbaum, entscheiden, wann ein Abwehrspieler mit in den gegnerischen Strafraum geht und wann nicht. Außerdem dürfen wir, wenn man schnell genug entscheidet, die Freistoßschützen für die jeweilige Standardsituation auswählen und so vielleicht ein gutes Händchen im Spiel beweisen.

In der Halbzeit können wir wie jedes Jahr eine Ansprache mit insgesamt fünf Kommentaren tätigen. Hier hat sich nicht viel geändert. Wir können die einzelnen Spieler loben, kritisieren, an die Ehre appellieren oder das Team mit ordentlich Feuer unter dem Hintern zurück auf den Platz schicken. Durch das neue Moralsystem reagieren Spieler nun noch intensiver auf eure Ansprache. Nach einer schwachen Halbzeit stauchten wir unseren türkischen Nationalstürmer Halil Altintop ordentlich zusammen, welcher dann in der zweiten Halbzeit durch ein Tor das Spiel gegen den Hamburger SV entschied – das ist Fussball!

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Fussball Manager 11 im Test

Fazit und Wertung von Redaktion PlayCentral

Fazit:

Der Fussball Manager 2011 ist auch in diesem Jahr das Non plus ultra, wenn es um Lizenzen, Taktiken und Intensität geht. Die neuen Verbesserungen auf dem Transfermarkt sowie das Moralsystem der Spieler machen den Fussball Manager noch realistischer und vor allem hat man endlich das Gefühl, mit echten Charakteren zusammenzuarbeiten. Ein wenig enttäuscht sind wir über die alte FIFA 09-Engine in den 3D-Übertragungen. Hier muss EA im nächsten Jahr nachlegen. Ansonsten können wir den Fussball Manager 2011 von EA Sports jedem Fussball-Fan mit ein wenig Ambition zum Manager-Leben nur ans Herz legen.

 

Für alle, die sich selbst vom Fussball-Manager 2011 überzeugen wollen, bieten wir die Demo-Fassung zum Download an.

Pro

+sinnvolle Verbesserungen
+spannende Transfers  
+verbesserter Taktikbaum
+zahlreiche Lizenzen  
+endlose Spielbarkeit  
+WM & Online Modus
+realistisches Moralsystem

Contra

-veraltete 3D Grafik (FIFA 09)
-teils kuriose Ergebnisse  

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