PlayCentral Artikel Dead by Daylight

Dead by Daylight - Das halten wir von der Nintendo Switch-Version

Von Sebastian Riermeier - Test vom 29.09.2019 - 12:21 Uhr
Dead by Daylight Screenshot
© Behaviour Interactive

Das beliebte Horror-Multiplayer-Actionspiel „Dead by Daylight“ hat es nun sogar auf die Nintendo Switch geschafft. Bei der Ankündigung auf der Nintendo Direct vor einigen Monaten kamen jedoch große Zweifel auf, ob die kleine Konsole leistungsmäßig mit der PS4, XBOX und dem PC mithalten kann. Wir verraten euch, ob sich der Kauf von „Dead by Daylight“ für die Nintendo Switch lohnt!

4 gegen 1

Für alle die den Hype rund um das beliebte (und vor allem brutale) Katz-und-Maus-Spiel „Dead By Daylight“ verpasst haben, hier ein kurzer Überblick: In „Dead By Daylight“ habt ihr die Wahl, in die Rolle eines Überlebenden oder eines gefürchteten Killers zu schlüpfen. Ist die Gruppe komplett, beginnt ein spannendes Überlebensspiel, in dem die vier Survivor versuchen müssen, mit Hilfe von Generatoren und anderen Mitteln aus der Spielwelt zu fliehen. Der Killer möchte dies natürlich verhindern und kann, wenn er einen der Überlebenden findet, diesen für einige Zeit unfähig machen oder sogar zu töten.

Im Laufe des Spiels ist es möglich anhand erhaltener Blutpunkte seine Charaktere zu upgraden, neue Gegenstände und Vorteile zu ergattern und seinen Rang zu verbessern. Dazu kommen tägliche Challenges und In-Game-Käufe, die einem neue Skins einbringen oder neue Überlebende und Killer freischalten.

„Dead By Daylight“ wurde vom Entwicklerstudio Behaviour Interactive geschaffen und erschien erstmals am 14. Juni 2016 für PC. Ein Jahr später wurde das „4 gegen 1“-Spiel für die Playstation 4 und die Xbox veröffentlicht. Mittlerweile steht den Fans sogar ein Android-und iOS-Smartphone-Ableger zur Verfügung. Vor wenigen Tagen erschien das Spiel schließlich für die Nintendo Switch. Doch kann es mit der Leistung der anderen Konsolen mithalten?

Ein holpriger Start

Schon bei der Ankündigung der Nintendo Switch-Version waren die Fans des asymmetrischen Horrorspiels skeptisch, ob die Leistung des Spiels auf der Switch mit der von PCs oder anderen Konsolen mithalten kann. Jedoch versprachen Nintendo und Entwickler Behaviour Entertainment einen zufriedenstellenden Port für die Konsole.

Schon beim Download und Installieren kam es bei einigen Spielern allerdings zu Hindernissen. Fast 24 Stunden lang gab es nach dem Aktualisieren des Spiels ein technisches Problem, welches „Dead By Daylight“ nicht starten ließ. So mussten ehrgeizige Erst-Käufer auf die technische Lösung des Entwicklerstudios warten. Als es dann tatsächlich losgehen konnte, wurden die Fans mit der harten Realität des Ports konfrontiert.

Wir sind jetzt einmal ganz ehrlich: „Dead By Daylight“ auf der Switch, vor allem wenn ihr via Docking-Station auf einem großen Bildschirm spielt, ist harter Tobak (so würde es jedenfalls meine Oma beschreiben). Wer die meist smoothe Spielart auf PC, PS4 oder Xbox gewohnt ist, wird sich schon beim Startmenü erstmal die Augen reiben müssen, ob die verschwommenen Texturen nicht doch an der eigenen Sehschwäche liegen.

Dead by Daylight auf der Switch
© Behaviour Interactive

Zudem hängt sich das Spiel gerne schon in den verschiedenen Menüs auf, was die Bedienung durch einen Joystick-Cursor nicht besser macht. Weiterhin beschwerten sich bereits verschiedene Spieler auf Twitter, dass es nach Beenden oder Abstürzen des Spiels zu Progress-Verlust kam. Die selbe Erfahrung machte ich nach meinem dritten Spiel ebenfalls und so gingen mir knapp 22.000 Blutpunkte verloren.

Always look on the bright side of life

„Dead By Daylight“-Fans freuten sich anfänglich über die gute Nachricht, dass die Switch-Version mit einigen DLC-Charakteren erscheinen würde. 10 Überlebende und 9 Killer, das sind mehr als bei den meisten Standard-Versionen des Spiels. Als der Nintendo-Store-Preis von 39,99 Euro verkündet wurde, gab es allerdings erneut Ärger. Auf Steam und den üblichen Konsolen-Stores liegt „Dead By Daylight“ momentan bei rund 20 Euro, was die „kostenlosen“ DLCs für die Switch also rein mathematisch zunichtemacht.

Zur Info: Die restlichen DLC-Charaktere können im Nintendo E-Shop nachgekauft werden, außer Freddy Krueger und Michael Meyers, die wahrscheinlich aus Lizenz-Gründen nicht vorliegen.

Es gibt jedoch ebenso positive Dinge, die ich über den Port berichten muss. Ja, die Grafik ist holprig, besonders, wenn ihr das Spiel auf eurem Fernseher spielt. Die FPS-Rate, die auf PC und anderen Konsolen momentan zwischen 45 bis 60 liegt, erreicht auf der Nintendo Switch gerade einmal 30fps. Seid ihr also ein leistungsstarkes Spielerlebnis auf dem PC gewohnt, so dürfte euch die Switch-Version schnell abschrecken.

Vergleich Dead by Daylight Switch PS4
© Behaviour Interactive

Trotz einiger Bugs und harten Grafiken läuft das Spiel auf der Switch allerdings überraschend flüssig. Schon nach meinem ersten Spiel bemerkte ich, dass sich die Bewegung der Charaktere und das Spielgefühl nicht groß von der Playstation 4 unterscheidet. Die Internetverbindung scheint ebenfalls gut zu funktionieren und so erlebte ich nach einigen Stunden Spielzeit nur einen Spieleabbruch und wenige Verzögerungen.

Außerdem möchte ich den Handheld-Modus des Spiels loben. Was auf dem Fernseher recht schwammig aussieht, wirkt auf dem kleinen Bildschirm der Switch recht scharf und angenehm. Die Farben und Helligkeit sind im Gegensatz zur Smartphone-Version viel besser und so macht das Spielen auf der komfortablen Konsole direkt Spaß. Wer also, wie ich, hardcore Dead-By-Daylight-Fan ist und sich schon bei den anderen Konsolen nicht groß über aufkommende Bugs aufgeregt hat, wird die Switch-Version wertschätzen können.

Kaufen oder nicht?

Okay, Real-Talk jetzt: Solltet ihr euch „Dead By Daylight“ für eure Nintendo Switch kaufen? Die Antwort ist recht kompliziert. Ich habe mich schon nach wenigen Matches, die übrigens bereits nach weniger als 2 Minuten spielbereit waren, an die Grafik und das 30fps-Spieleerlebnis gewöhnen können. „Dead By Daylight“ macht mir persönlich einfach so viel Spaß, dass ich über die anfängliche Holprigkeit des Spiels hinwegsehen kann.

Trotzdem, fast 40 Euro sind für ein Spiel, welches über 3 Jahre alt ist, relativ frech. Ich rate den meisten Casual-Spielern, auf ein Angebot im E-Store zu warten. Nach einer so hohen Geld-Ausgabe kann es nämlich zu großen Enttäuschungen kommen, besonders dann, wenn man die Leistungsstärke anderer Versionen gewohnt ist.

Komplett abschreiben, möchte ich den Switch-Port auf keinen Fall, denn andere Spieler hoffen bereits auf einen Patch, welcher die nervigen Bugs und die schwammigen Texturen in der Zukunft beheben könnte. Mein Fazit: „Dead By Daylight“ für die Switch wird für Hardcore-Fans eine angenehme Alternative sein, ihr Lieblingsspiel On-The-Go zu erleben. Grafik-Fanatiker und Menschen mit hoher Leistungserwartung würde ich allerdings davon abraten, ihr Geld in den noch recht holprigen Port zu investieren.

Dead by Daylight Nintendo Switch
© Behaviour Interactive

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