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Marvel - Die Serien der Phase 4: Unsere Erwartungen und alle Inhalte in der Zusammenfassung

Von Lucas Grunwitz - Artikel vom 04.08.2019 - 12:44 Uhr
Marvel Screenshot
© Marvel

What If …? (Sommer 2021)

Am Ende gibt es zwei goldene Regeln im Comicgeschäft: Im Endeffekt gewinnen die Guten eigentlich immer und wenn doch einer der Helden stirbt, steht schon im Vorfeld fest, dass dieser in naher Zukunft zurückkehren wird. Um Schlüsselmomenten der Comicgeschichte einen neuen Touch zu verleihen, wurde die sogenannte „What If…?“-Reihe ins Leben gerufen, bei der dargestellt wird, wie die Dinge hätten anders ausgehen können. Auch wenn sie keinerlei Gewicht für den tatsächlichen Kanon haben, so ist es in manchen Fällen interessant zu sehen, wie sich die Autoren andere Enden vorgestellt haben.

Kevin Feige hat das „What If…?“-Projekt als Animationsprojekt vorgestellt, bei dem die Schauspieler ihren bekannten Figuren ihre Stimme leihen und das Projekt so näher an das tatsächliche MCU heranbringen. Die grundsätzliche Idee, Schlüsselmomente der bisherigen Filme neu aufzuarbeiten, klingt zwar im ersten Moment spannend, wird aber wohl mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben, wie es die Reihe bereits in den Comics tut.

Aufgrund der Tatsache, dass der Leser beziehungsweise Zuschauer bereits weiß, dass es sich hierbei nur um nette Nebengeschichten handelt, entsteht keine richtige Spannung. Steve Rogers stirbt im Civil War? Mag zwar sein, hat aber absolut keine Relevanz für neuen Output aus dem Hause Marvel. Darüber hinaus wird der Animationsstil essentiell für den Erfolg dieses Projektes werden. Sind die dargestellten Handlungen und Figuren nicht ansehnlich, bringt die innovativste Neuinterpretierung nichts. Dementsprechend wird bereits die erste Folge dieses Projekts entscheiden, was für einer Zukunft sie entgegenblickt.

What if
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Fazit: Zu viele Superhelden? 

Individuell versprechen die einzelnen Projekte also insgesamt ziemlich viel. Das große Problem ist jedoch das große Ganze. Ein Blick auf die Marvel-Serien von Netflix verraten, dass dort bereits eine gewisse Übersättigung eingesetzt hat. „Daredevil“ hat begeistert, „Jessica Jones“ war erfrischend anders, doch bereits die zwei darauffolgenden Serien „Luke Cage“ und „Iron Fist“ hatten mit schwindenden Zahlen zu kämpfen. Was wir hier haben, ist eine unfassbare Zahl von fünf TV-Serien innerhalb von zwei Jahren. Hinsichtlich der Tatsache, dass die Serien mit den Filmen intervenieren, müssen Hardcore-Fans also nicht nur alle Serien schauen, sondern parallel dazu die Filme miteinplanen.

Meine persönliche Sorge ist, dass es schlichtweg zu viel wird. Schon vor „Avengers: Endgame“ waren viele Zuschauer der Meinung, dass es mittlerweile viel zu viele Superhelden-Filme gibt. Klar ist, das Disney und Marvel aggressiv ihre Präsenz auf dem Streaming-Markt pushen und Leute anlocken wollen – mit allen bisherigen Disneyfilmen und neuen Marvel-Serien. Klingt auf dem Papier zwar wunderbar, aber ob diese Masse an Serien die Wahrnehmung von Superhelden positiv beeinflussen werden, wird sich noch zeigen.

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