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Marvel - Die Ursprünge von Marvel - ein Blick in die Vergangenheit

Von Lucas Grunwitz - Artikel vom 23.07.2019 - 19:00 Uhr
Marvel Screenshot
© Marvel

Stan Lee ist der Gottvater von Marvel, doch was kam davor!? Taucht mit uns in die Vergangenheit der Comicgeschichte ein und erfahrt, wo all die Marvel-Superhelden unserer Zeit ihren Ursprung haben und mit welchen Problemen sie zu kämpfen hatten. Willkommen im Golden Age of Comic Books.

Marvel Comics hieß früher Timely Comics

Schöpfer und Gründer der Unternehmung Timely Comics ist Martin Goodman, der 1934 den Grundstein für das heutige Label unter dem Namen Marvel Comics legte. Der Pulp-Magazin-Herausgeber war bereits 1931 mit seinen Kollegen John Goldwater und Maurice Coyne in diesem Gewerbe aktiv und sah die perfekte Zeit, sich selbstständig zu machen. In den darauffolgenden Zeiten erschienen nach und nach beeindruckende Charaktere wie Superman (1938) und Ka-Zar (1936) auf der Bildfläche und bewiesen eindrucksvoll, dass sich mit Superhelden Geld machen ließ. Goodman erkannte diesen Trend und begann die ersten Superheldencomics unter Timely zu veröffentlichen, die dann unter dem Label Timely Comics publiziert wurden.

Bereits die erste Ausgabe von Oktober 1939 versammelte eine beachtliche Anzahl von Kurzgeschichten rund um verschiedene Charaktere, die alle gleichermaßen übernatürliche Kräfte besaßen. Noch heute von gewisser Bekanntheit seien da unter anderem Namor/The Sub-Mariner und The Human Torch/ die menschliche Fackel genannt. Der Inhalt dieser Comics lehnte sich stark an die Zeit an, in der sie geschaffen wurden.

Die Menschliche Fackel Marvel
© Marvel

Dennoch waren sie kein simples Sammelsurium an willkürlichen Geschichten, sondern schon damals eine Art politisches Instrument der Weltkriegszeit, das sowohl bei Jung als auch Alt Stimmung machte. Charaktere wie Human Torch kämpften nicht gegen außerirdische Titanen wie Thanos, sondern zogen gegen gewöhnliche Menschen in Form von Armeen in den Krieg. Natürlich rein zufällig handelte es sich dabei in den meisten Fällen um böse Nazis, die die Freiheit des Landes unterjochen wollten.

Höhepunkt dieser politischen Scharade war die Einführung einer Figur, deren Outfit bereits an die amerikanische Flagge angelehnt war und für all die Werte stand, die dieses Land ausmachten – die Rede ist selbstverständlich von Captain America. Eine patriotische Galionsfigur, die selbstverständlich auch den direkten Kontakt mit Adolf Hitler nicht scheute und stets siegreich hervorging. Timely Comics war ohne Zweifel ein politisches Extrablatt, bei dem den Leuten stets vorgehalten wurde, dass das Gute (Amerika) stets gegen das Böse (die Deutschen) gewinnt. Das Ganze begann wohlgemerkt in einer Zeit, in der Amerika noch nicht einmal aktiver Teilnehmer des Zweiten Weltkriegs war.

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